21 Forderungen zur Bundestags-Wahl: Das haben "Aufstehen" und Sahra Wagenknecht vor

Deutschland - Schon seit Monaten wirbt die Sammlungsbewegung "Aufstehen" damit, die bevorstehende Bundestagswahl zur "Bürgertagswahl" zu machen. Nun geht die politische Initiative den nächsten Schritt. Im Zentrum steht eine digitale Plattform, auf der sich jeder beteiligen kann.

In einem neuen Video der Organisation "Aufstehen" kommt Sahra Wagenknecht (51, Die Linke) ausführlich zu Wort.
In einem neuen Video der Organisation "Aufstehen" kommt Sahra Wagenknecht (51, Die Linke) ausführlich zu Wort.  © Marcel Kusch/dpa

Viele Menschen würden sich in Deutschland nicht mehr politisch vertreten fühlen, schreibt "Aufstehen" auf Facebook. Die Folge: Sinkendes Vertrauen in Parteien und Demokratie.

Damit die Interessen der Bürgerinnen und Bürger endlich wieder vertreten werden, kündigte die Sammlungsbewegung bereits im März an, die Bundestagswahl zur "Bürgertagswahl" machen zu wollen.

Seitdem nimmt das am 28. März gestartete Projekt immer konkreter werdende Züge an. Seit der Integration von CONSUL - einer Open Source Software für Bürgerbeteiligung - können Interessierte Forderungsvorschläge einbringen und diese mit anderen Menschen diskutieren.

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Insgesamt wurden bislang 246 politische Vorschläge eingebracht. Derzeit läuft auf der "Aufstehen"-Website eine Abstimmung über die 50 Forderungen, die die meiste Unterstützung erhalten haben.

"Aufstehen" will unter anderem das Gesundheitssystem entprivatisieren

Die fünf beliebtesten Forderungsvorschläge auf dem Portal sind derzeit:

  • Entprivatisieren des Gesundheitssystems
  • (Wieder-)Einführung einer Vermögenssteuer für Multimillionäre
  • Keine Nebentätigkeit für Bundes- und Landtagsabgeordnete
  • Infrastruktur entprivatisieren
  • Erhöhte Steuerabgabe für Unternehmen wie Google, Apple und Amazon

21 Forderungen sollen somit schlussendlich herausdestilliert werden, die dann den Katalog zur Bürgertagswahl 2021 bilden. Alle Politiker sollen den Forderungskatalog zugeschickt bekommen, der zudem auf öffentlichen Veranstaltungen und in den sozialen Medien beworben werden soll.

In einem neuen, einstündigen Video kam nun auch Sahra Wagenknecht (51, Die Linke), die "Aufstehen" im Jahr 2018 gründete, ausführlich zu Wort.

21 Forderungen zur Bundestagswahl 2021: Sahra Wagenknecht im neuesten "Aufstehen"-Video

In dem Video spricht Sahra Wagenknecht auch über ihr neues Buch "Die Selbstgerechten", das sich unter anderem der Frage widmet, wie linke Politik wieder mehrheitsfähig werden kann.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa, Screenshot Facebook @aufstehenbew

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