Erdbeben in Deutschland: 2,7 auf der Richterskala gemessen!

Aachen/NRW - Rund zwei Wochen nach einem leichten Erdbeben bei Aachen hat die Erde in der Region am Donnerstag erneut gebebt.

Das Erdbeben hatte sein Epizentrum südlich von Aachen. (Symbolbild)
Das Erdbeben hatte sein Epizentrum südlich von Aachen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Das ging aus Daten des Geologischen Diensts NRW am Abend hervor.

Demnach wurde das Erdbeben Donnerstag um 19.06 Uhr registriert.

Die Stärke betrug nach ersten Auswertungen 2,7 - das war minimal weniger als der Wert vom 2. Januar, als die Erde in der Gegend schon einmal spürbar gebebt hatte.

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Bei der Polizei meldeten sich erneut einige Bürger, wie die Leitstelle in Aachen mitteilte.

Es sei davon auszugehen, dass die Bewegung zwischen Aachen und Monschau "deutlich" zu spüren gewesen sei, sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes, Klaus Lehmann, am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir bekommen jetzt laufend schon Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Es können schon an die 100 sein."

Das Epizentrum habe offenbar wieder an der Stelle gelegen, an der es auch vor zwei Wochen verortet worden sei. Es handelt sich dabei um Rott im Südosten von Aachen bei Mulartshütte, einem kleinen Dorf in der Voreifel, der zur Gemeinde Roetgen gehört.

Gebiet westlich von Köln hat höhere Erdbeben-Gefahr

Seit dem ersten Stoß am 2. Januar habe es mehrere leichte Nachbeben gegeben, die man aber nicht habe spüren können, erklärte Lehmann. Sie seien aber aufgezeichnet worden. "Das heißt: Die Gegend ist noch nicht ganz zur Ruhe gekommen."

Schäden an Gebäuden seien aber nicht zu erwarten. Eine derartige Erdbeben-Serie sei auch durchaus nicht ungewöhnlich in der Region. "Manchmal ist es mit einem Stoß gegessen", sagte Lehmann. "Manchmal kommen mehrere hintereinander."

Bei dem Erdbeben vor rund zwei Wochen hatten Bürger unter anderem berichtet, wie ihr Geschirr geklirrt habe.

Das Gebiet westlich von Köln hat nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine im deutschen Maßstab verhältnismäßig hohe Erdbebengefährdung.

Am 13. April 1992 hatte es in der Nähe der niederländischen Grenzstadt Roermond ein Erdbeben der Stärke 6,0 gegeben. In der Altstadt von Bonn stürzte damals ein Teil einer Hausfassade auf ein geparktes Auto. Ein starkes Erdbeben hatte auch am 25. Mai 2018 viele Bewohner im nördlichen Ruhrgebiet wachgerüttelt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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