Anzeige ist raus! Hat Instagram-Posting schwere Folgen für Christine Lambrecht?

Düsseldorf - Die wegen eines Hubschrauberflugs mit ihrem Sohn unter Druck stehende Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (56, SPD) ist einem Medienbericht zufolge von einem Rechtsanwalt angezeigt worden.

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (56, SPD) gerät immer weiter unter Druck.
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (56, SPD) gerät immer weiter unter Druck.  © AFP/Kenzo Tribouillard

Der Düsseldorfer Jurist begründe seine Anzeige mit einem Anfangsverdacht auf Verletzung des Dienstgeheimnisses und Verletzung anderer Dienstpflichten, berichtete das Portal "The Pioneer" am Sonntag unter Berufung auf den Anwalt.

Er wirft Lambrecht demnach vor, im Zusammenhang mit ihrem strittigen Flug auf ihrem privaten Instagram-Konto von einem Besuch bei einer "hoch geheimen" Einheit geschrieben zu haben.

Eine solche Bezeichnung der Einheit erfülle laut Anzeige des Anwalts bereits dem Verdacht des Verrats von Dienstgeheimnissen, berichtete "The Pioneer". Gleiches könne für die Veröffentlichung von Fotos gelten.

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Die Anzeige ist demnach an die Staatsanwaltschaft Berlin gegangen.

Lambrecht steht in der Kritik, weil sie am Mittwoch vor Ostern in Begleitung ihres Sohnes in einem Regierungshubschrauber von Berlin zu einem Truppenbesuch nach Schleswig-Holstein gereist war. Danach machte sie mit ihrem Sohn Urlaub auf Sylt.

Für dieses Posting auf Instagram gab es eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin

Laut Verteidigungsministerium ist eine solche Mitreise zulässig; Lambrecht hat demnach wie vorgeschrieben die Kosten übernommen.

Titelfoto: AFP/Kenzo Tribouillard

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