Nato-Manöver mit 3000 Soldaten in der Ostsee gestartet

Kiel - Der NATO-Fregattenverband SNMG 1 (Standing NATO Maritime Group) läuft am Mittwoch kommender Woche im Marinestützpunkt Kiel ein. 

Die norwegische Fregatte führt den Verband als Flaggschiff an.
Die norwegische Fregatte führt den Verband als Flaggschiff an.  © Marine

Die norwegische Fregatte HNoMS "Otto Sverdrup" führt den Verband als Flaggschiff an. Außerdem gehören derzeit die kanadische Fregatte HMCS "Fredericton" und der deutsche Betriebsstofftransporter "Rhön" zur SNMG 1.

Nachdem die Schiffe vor einigen Wochen aus dem Mittelmeer in nordeuropäische Gewässer verlegt wurden, nahmen sie unter anderem an dem Manöver "Joint Warrior" vor Schottland teil, übten mit schwedischen und finnischen Schiffen, integrierten eine polnische Fregatte zeitweise in den Verband und kehren nun von dem von der 6. US-Flotte geführten Ostseemanöver "Baltops" zurück, das seit 1972 jährlich im Juni stattfindet.

Etwa 3000 Soldaten aus 19 Nationen üben die militärische Zusammenarbeit in dem Einsatzraum der Ostsee.

"Die Ostsee ist ein wichtiges Gebiet für die Schiffsverbände der NATO in Nordeuropa. Unsere Partner sind auf den freien Zugang und sichere Seewege angewiesen", sagt der norwegische Flottillenadmiral Yngve Skoglund. 

"Dafür sind wir in der Ostsee präsent und besuchen NATO- und EU-Partner." Besonders freue er sich nun auf den Besuch in Kiel. 

In diesem Jahr ist alles anders

Auf der Ostsee werden 15 Prozent des weltweiten Seehandelsverkehrs abgewickelt - so ist dieses Meer für Alliierte in Polen und im Baltikum der einzige "nasse" Versorgungsweg, eine Lebensader, mit nur einem natürlichen Zugang durch dänische Gewässer.

Die Einlaufparade ist normalerweise traditionell der Startschuss der Kieler Woche. Diese wurde wegen der Corona-Pandemie jedoch in den Herbst verschoben und findet nun vom 5. bis 13. September statt.

Titelfoto: Marine

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