Coronavirus: Regierung will Einschränkungen wegen Corona nicht lockern

Deutschland - Die Meldungen reißen einfach nicht ab. Spätestens seit März 2020 wird die Bundesrepublik vom Coronavirus und den Auswirkungen der Pandemie im Griff gehalten. Maskenpflicht, Abstandsregeln und Hygiene-Maßnahmen sind nicht mehr wegzudenken. In mehreren Ländern wurde erst kürzlich erneut ein Lockdown verhängt. TAG24 berichtet im Liveticker über das aktuelle Corona-Geschehen. >> Hier geht es zu aktuellen Meldungen.  

Update, 13. November, 22.01 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag gegen Auflagen für Maskengegner-Demo ab

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einen Eilantrag gegen die Auflagen für eine geplante Demonstration von Corona-Maskengegnern abgelehnt. Der Antrag sei unzulässig, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Die für Samstag auf dem Dultplatz in Regensburg geplante Demo der Initiative "Querdenken" soll unter dem Motto "Demonstration für Selbstbestimmung und Maskenbefreiung" stehen. Die Antragsteller hätten es versäumt, zuerst eine Klage einzureichen, ohne die ein Eilantrag nicht zulässig sei, so die Begründung für die Entscheidung.

Das Gericht machte zudem deutlich, dass es auch einem zulässigen Eilantrag nicht zugestimmt hätte, wenn er sich gegen die "Begrenzung der Teilnehmerzahl auf höchstens 1000, das Verbot der Abgabe von Speisen und Getränken sowie die Pflicht zur Freihaltung bestimmter Fahrwege für Rettungsfahrzeuge auf dem Versammlungsgelände gewandt" hätte. Das Gleiche gelte für die Vorgabe der Stadt, dass die Ordner zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen gesundheitlich in der Lage sein müssten und diese auch zu tragen hätten.

Update, 13. November, 19.58 Uhr: Vor Deutschland-Spiel: Positive Corona-Tests bei Gegner Ukraine

Vier Spieler und der Manager der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft sind am Vortag des Länderspiels gegen Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der ukrainische Fußball-Verband am Freitag mit.

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Update, 13. November, 19.35 Uhr: Dutzende Secret-Service-Mitarbeiter von Corona betroffen

Nach den Wahlkampfreisen von Präsident Donald Trump sind laut US-Medien Dutzende Secret-Service-Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert oder in Quarantäne. Die Ausbreitung werde zumindest teilweise auf die Serie von Auftritten zurückgeführt, für die Trump vor der Präsidentenwahl quer durchs Land reiste, berichtete die Washington Post am Freitag unter Berufung auf informierte Personen. Nach Angaben der Zeitung sind 130 Mitarbeiter betroffen - rund zehn Prozent des Kern-Sicherheitsteams.

Update, 13. November, 18.55 Uhr: Dänische Regierung lockert mehrere Corona-Maßnahmen für Nerzregion

Die Corona-Maßnahmen in der dänischen Nerzregion Nordjütland werden teils wieder gelockert. Ab Montag dürfen die rund 280.000 Einwohner der sieben betroffenen Kommunen wieder über die kommunalen Grenzen fahren, nicht aber in andere Landesteile reisen. Fünft- bis Achtklässler, die in den vergangenen Tagen aus der Ferne unterrichtet wurden, dürfen zum Start der neuen Woche zurück in die Schule. Auch der öffentliche Nahverkehr zwischen den Kommunen wird wiederaufgenommen, wie Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekanntgab.

Grund für die Beschränkungen war eine Virus-Mutation bei Nerzen - die Cluster-5-Variante. Sie ist bislang bei zwölf Menschen in Nordjütland nachgewiesen worden und könnte nach Angaben des dänischen Gesundheitsinstituts SSI Auswirkungen auf mögliche künftige Corona- Impfstoffe haben. Aus diesem Grund hat die Regierung die Tötung des gesamten Nerzbestandes im Land angeordnet - es geht um Millionen Tiere.

In Dänemark wurden aufgrund einer Mutation des Coronavirus Millionen von Nerzen getötet.
In Dänemark wurden aufgrund einer Mutation des Coronavirus Millionen von Nerzen getötet.  © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Update, 13. November, 18.40 Uhr: Stark steigende Zahl an Corona-Intensivpatienten erwartet

Da sich die Corona-Neuinfektionen auf hohem Niveau bewegen, wird es nach Expertenansicht zeitversetzt zu einem starken Anstieg der Patientenzahl auf den Intensivstationen der Kliniken führen.

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Update, 13. November, 18.25 Uhr: Neuer Höchststand von Corona-Fällen binnen 24 Stunden

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

Update, 13. November, 18.15 Uhr: Allgemeine Maskenpflicht und gestreckter Schulbeginn

Ab kommendem Mittwoch gilt eine generelle Maskenpflicht auch im Unterricht für alle Klassen an weiterführenden Schulen in Berlin sowie an den Berufsschulen - unabhängig davon, in welcher Corona-Stufe sich eine Schule aktuell befindet. Der Unterrichtsbeginn soll zudem über zwei Stunden gestreckt werden, so dass nicht alle Schüler gleichzeitig morgens in den Bahnen und Bussen sitzen, wie die Senatsverwaltung für Bildung am Freitag mitteilte.

Die Maskenpflicht gelte auch während des Unterrichts und auf dem gesamten Schulgelände. Für die organisatorische Umsetzung des gestreckten Unterrichtsbeginns sind die Schulen verantwortlich. Bislang galt eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Klassen und auf dem gesamten Gelände nur, wenn eine Schule aufgrund eines hohen Infektionsgeschehens in die zweithöchste Stufe Orange im Corona-Stufenplan des Senats eingestuft wurde. Nun ist sie allgemein verpflichtend.

Update, 13. November, 18.02 Uhr: Novemberhilfe für das gesamte Beherbergungsgewerbe

In der Corona-Krise soll die sogenannte Novemberhilfe für das gesamte betroffene Beherbergungsgewerbe gelten - und nicht nur für Hotels. "Der Bund hat den Vorschlag aus Mecklenburg-Vorpommern aufgegriffen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Freitag. Der Bund habe die Fördergrundsätze konkretisiert. "Beispielsweise können nun auch Pensionen, Gasthöfe, Campingplätze sowie Jugendherbergen Unterstützung durch die Novemberhilfe bekommen."

Auch Sportvereine und im Sport tätige Selbstständige sollen von den außerordentlichen Wirtschaftshilfen, die der Bund für den November angekündigt hat, profitieren können. Diesen Beschluss fassten die Sportminister der Länder auf ihrer Jahrestagung, wie das Sozialministerium in Schwerin mitteilte.

Update, 13. November, 17.43 Uhr: Italien meldet knapp 41.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

Italien hat erneut einen Höchstwert bei den täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Binnen 24 Stunden registrierten die Behörden knapp 41.000 Corona-Fälle, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. In dieser Zeit starben 550 Menschen mit dem Virus. Insgesamt wurden in Italien damit etwas mehr 1,1 Millionen Fälle nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die mit Sars-CoV-2 bislang gestorben waren, erhöhte sich auf rund 44.100.

Update, 13. November, 16.47 Uhr: Fußball im Amateur- und Freizeitbereich bleibt in NRW verboten

Das Fußballspielen im Freizeit- und Amateursportbereich bleibt in Nordrhein-Westfalen vorerst verboten. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Münster entschieden und einen Antrag gegen die NRW-Coronaschutzverordnung abgelehnt. Diesen Beschluss teilte eine Gerichtssprecherin am Freitag mit. Nach der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes ist Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen bis zum 30. November 2020 unzulässig.

Update, 13. November, 16.39 Uhr: Tschechien verlangt Corona-Test von Einreisenden aus Deutschland

Deutschland wird für Tschechien zum Corona-Risikogebiet. Von Montag an werde die Bundesrepublik auf der sogenannten "Reise-Ampel" des EU-Mitgliedstaats rot markiert sein, teilte der tschechische Außenminister Tomas Petricek am Freitag bei Twitter mit. Das bedeutet, dass Reiserückkehrer und Einreisende aus Deutschland einen aktuellen Testnachweis vorlegen oder einen Corona-PCR-Test machen müssen. Zudem muss vor der Ankunft online ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Ausgenommen sind unter anderem grenzüberschreitende Berufspendler und Transitreisende.

Wie der tschechische Außenminister Tomas Petricek mitteilt, wird Deutschland für Tschechien zum Corona-Risikogebiet.
Wie der tschechische Außenminister Tomas Petricek mitteilt, wird Deutschland für Tschechien zum Corona-Risikogebiet.  © Virginia Mayo/AP/dpa

Update, 13. November, 16.30 Uhr: Spanien warnt: Einreise ohne PCR-Test kann bis zu 6000 Euro kosten

Wer ab dem 23. November aus Deutschland oder einem anderen Risikogebiet in Spanien einreist und keinen negativen PCR-Test vorlegen kann, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 6000 Euro, so die spanische Außenministerin Arancha González Laya im Interview des Fernsehsenders Antena 3.

Man empfehle deshalb den Airlines, dass schon vor Abflug geprüft werde, ob die Passagieren diese Auflage erfüllen. Wer in Spanien ohne PCR-Test eintreffe, müsse diesen neben der Geldstrafe nachholen. Die Vorschrift gilt für alle Besucher, die über einen Flughafen oder Hafen einreisen.

Gemäß der am Mittwoch erlassenen Verordnung der spanischen Regierung darf der Test bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein. Das Ergebnis des Corona-Tests muss auf Spanisch oder Englisch verfasst sein und kann sowohl in Papierform als auch digital vorgelegt werden. Zudem muss es in dem Formular angegeben werden, das Spanien-Besucher schon seit einiger Zeit vor der Einreise ausfüllen müssen.

Update, 13. November, 16.20 Uhr: Hacker-Angriff auf Corona-Hoffnung Biontech?

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech, dass vor wenigen Tagen die Hoffnung auf einen baldigen Corona-Impstoff verkündete, wurde offenbar Opfer eines Hacker-Angriffs.

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Update, 13. November, 15.57 Uhr: Saarland stellt 250.000 FFP2-Masken für Lehrer bereit

Auf Wunsch vieler Lehrer stellt das saarländische Bildungsministerium kurzfristig 250.000 FFP2-Masken für Beschäftigte an Schulen bereit. Die Masken sollten den Schutz in Situationen erhöhen, in denen Lehrer und Schüler engeren Kontakt hätten, teilte das Bildungsministerium am Freitag in Saarbrücken mit. Eine Pflicht zum Tragen einer Maske für Lehrkräfte gebe es weiterhin nicht. Schüler ab der 5. Klasse dagegen müssen im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

250.000 FFP2-Masken sollten in der kommenden Woche verteilt werden, teilte das Ministerium mit. Weitere 250.000 seien bestellt, um den künftigen Bedarf zu decken. Die Masken würden im Rahmen der sogenannten Wunschvorsorge zur Verfügung gestellt.

Update, 13. November, 15.40 Uhr: Österreich plant Verschärfung des Teil-Lockdowns

Wegen steigender Corona-Zahlen nach anderthalb Wochen Teil-Lockdown plant Österreich eine Verschärfung der Maßnahmen. Details will die Regierung am Samstag verkünden, wie das Bundeskanzleramt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

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Update, 13. November, 15.30 Uhr: Noch keine Übersterblichkeit wegen Corona

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland liegt laut Statistischem Bundesamt weiterhin im Rahmen der üblichen Schwankung. Zwischen 1. und 18. Oktober 2020 sind nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 44.179 Menschen gestorben. Die Zahlen lägen "knapp über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019", wie das Amt am Freitag berichtete, genau genommen um 0,7 Prozent.

In der 42. Kalenderwoche (12. bis 18. Oktober) wurden laut Sonderauswertung 17 189 Todesfälle gemeldet. Im Durchschnitt der letzten vier Jahre waren es in der betreffenden Kalenderwoche 17.251 Todesfälle. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte für die 42. Kalenderwoche 212 Covid-19-Tote genannt.

Update, 13. November, 15.25 Uhr: Zwei erste Impfzentren in Brandenburg in Planung

Brandenburg will zunächst mit zwei größeren Impfzentren in Potsdam und im Raum Cottbus starten. Von dort aus sollten - sobald es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt - die Impfungen flächendeckend ausgerollt werden, kündigte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Freitag in Potsdam bei der Eröffnung eines neuen Corona-Testzentrums zur Entlastung niedergelassener Ärzte an.

Update, 13. November, 15.19 Uhr: Regierung will Nebenwirkungen einer Corona-Impfung mit App erfassen

Die Bundesregierung plant, Nebenwirkungen eines möglichen Impfstoffs gegen Covid-19 mithilfe einer App zu erfassen. Die App werde Teil der vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Nationalen Impfstrategie sein, erklärte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen und bestätigte damit einen Bericht des Tagesspiegel. Weitere Angaben könne sie derzeit nicht machen. Das PEI ist als Bundesbehörde unter anderem für die Zulassung von Impfstoffen und deren Sicherheit zuständig.

Update, 13. November, 15.09 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister: Kein Grund zur Entwarnung - Einschränkungen sind bitter

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat vor den Beratungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag die Erwartungen an mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen gedämpft. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir zwar vorsichtig optimistisch sein, aber es gibt keine Entwarnung", sagte Müller der Rheinische Post. Müller verteidigte den seit Anfang November geltenden Teil-Lockdown. "Keine Frage, diese Einschränkungen sind bitter und schmerzhaft, aber sie waren nötig, damit sich die Pandemie nicht noch weiter ausbreitet", sagte er.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller dämpft die Erwartungen an mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller dämpft die Erwartungen an mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen.  © Fabrizio Bensch/Reuters Pool/dpa

Update, 13. November, 15.01 Uhr: Auto-Weihnachtsmarkt in Düsseldorf kann nicht starten

Ein Corona-angepasster Weihnachtsmarkt mit einem Drive-In an der Arena in Düsseldorf kann wegen Corona-Fällen beim Produktionsteam zumindest vorerst nicht an den Start gehen.

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Update, 13. November, 14.51 Uhr: Schweden wieder mit deutlich höchsten Corona-Zahlen in Skandinavien

Das in der Corona-Krise mit recht freizügigen Maßnahmen vorgehende Schweden verzeichnet mittlerweile wieder die mit Abstand höchsten Neuinfektionszahlen in Nordeuropa. Wie am Freitag aus den Vergleichswerten der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorging, lag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Schweden in den vergangenen 14 Tagen bei knapp 485 pro 100.000 Einwohner. Das sind auf die Bevölkerung heruntergerechnet neunmal so viele Fälle wie in Finnland (54) und auch deutlich mehr als in Island (124), Norwegen (140) und Dänemark (257).

Schweden hat 10,3 Millionen Einwohner und mittlerweile mehr als 177.000 bestätigte Infektionen, sowie 6164 Todesfälle. Seit dem Beginn der Pandemie im Frühjahr ist Schweden im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Europas mit relativ lockeren Maßnahmen und Appellen an die Vernunft der Bürger gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgegangen.

Update, 13. November, 14.47 Uhr: Frankfurt erlässt strenge Auflagen für "Querdenker"-Demo

Die Stadt Frankfurt hat umfangreiche Auflagen für die "Querdenker"-Demonstration am Samstag beschlossen. Die Route wurde verkürzt und verlegt. "Zudem wurde eine umfassende Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen sowie eine Abstandsregelung der Demonstrierenden untereinander und zu unbeteiligten Dritten erlassen", teilte die Stadt am Freitag mit.

Update, 13. November, 14.10 Uhr: Schnelltest für Halles Krankenhausangestellte

Das Universitätsklinikum in Halle hat angesichts der weiterhin angespannten Corona-Lage am Freitag mit einem Massentest begonnen. Rund 4000 Mitarbeiter würden einem Corona-Schnelltest unterzogen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Freitag. Mit Ergebnissen sei Mitte kommender Woche zu rechnen. Zuvor habe es drei Infizierte an der Klinik gegeben.

Update, 13. November, 13.39 Uhr: Wegen Corona: Weitere Spielabsagen in der Handball-Bundesliga

Die Handball-Bundesliga ist nach den vier positiven Corona-Fällen in der deutschen Nationalmannschaft von weiteren Spielabsagen betroffen. 

Neben den Partien MT Melsungen gegen SC Magdeburg und HSC 2000 Coburg gegen GWD Minden wurde am Freitag auch das Spiel Frisch Auf Göppingen gegen HSG Wetzlar verlegt, weil sich jeweils zwei Spieler aus beiden Teams trotz bisher negativer Tests in vorsorglicher Quarantäne befinden.

Update, 13. November, 13.15 Uhr: ECDC: Mehr als zehn Millionen Corona-Infektionen in Europa

Die Anzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten hat sich innerhalb von nur dreieinhalb Wochen auf mehr als zehn Millionen verdoppelt. Bis zum Freitag wurden im Europäischen Wirtschaftsraum einschließlich Großbritannien insgesamt 10.124.110 Fälle gemeldet, wie aus einer täglich aktualisierten Übersicht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorgeht. Das sind knapp 242.000 mehr als am Vortag. Erst am 20. Oktober war die Marke von fünf Millionen nachgewiesenen Infektionen überschritten worden.

Die meisten Infektionen sind der Übersicht zufolge mittlerweile in Frankreich (1.898.710) registriert worden. Auch Spanien (1.437.220), Großbritannien (1.290.195) und Italien (1.066.401) kommen auf siebenstellige Werte. Deutschland folgt mit mehr als 750.000 Fällen auf Rang fünf. In der gesamten Region hat es bislang rund 258.000 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen gegeben.

Update, 13. November, 13 Uhr: Bundesregierung will Einschränkungen wegen Corona nicht lockern

Nach der Halbzeit des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland will die Bundesregierung an den Einschränkungen absehbar festhalten. "Für die Bundesregierung kann ich sagen, dass bei diesem Stand der Dinge für Montag jedenfalls keine Lockerungen von Einschränkungen zu erwarten sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. "Die kann es noch nicht geben." 

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"Bitte beachten Sie: In der Innenstadt gilt Maskenpflicht." steht auf einem Plakat am Eingang zur Altstadt in Halle.
"Bitte beachten Sie: In der Innenstadt gilt Maskenpflicht." steht auf einem Plakat am Eingang zur Altstadt in Halle.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 13. November, 12.46 Uhr: Bundesregierung stuft Schweden und Kanada als Risikogebiete ein

Wegen steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Schweden und ganz Kanada ab Sonntag als Corona-Risikogebiete eingestuft. 

Zudem wurden am Freitag Regionen in Griechenland, Großbritannien, Norwegen, Lettland, Estland und ein französisches Überseegebiet auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt. Eine Region in Finnland wurde dagegen wieder gestrichen. Das skandinavische Land ist damit das einzige in Europa ohne Risikogebiet.

Update, 13. November, 12.45 Uhr: Verfassungsschützer beobachten "Querdenker"

Die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern haben die "Querdenken"-Bewegung nach Bekunden des Bundesinnenministeriums im Blick. "Wir wissen, dass in der so genannten Querdenker-Bewegung oder zumindest in den Veranstaltungen, die von dort organisiert werden, auch Extremisten, Reichsbürger und Ähnliches in Erscheinung treten", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Berlin. 

Die Verfassungsschutzbehörden beobachteten verfassungsfeindliche Tendenzen im Rahmen ihrer Aufgaben. ""Insofern ist eine Beobachtung auch dieser Bewegung naheliegend und sie findet auch statt." Zu Details wollte er sich nicht äußern.

Die Bewegung, die die Corona-Maßnahmen kritisiert und dagegen auf die Straße geht, sei jedoch sehr vielfältig, sagte der Sprecher. "Man muss das differenziert betrachten."

Update, 13. November, 12.35 Uhr: Maskenpflicht im Freien in Tschechien unzureichend begründet

Ein Gericht hat die allgemeine Maskenpflicht in Tschechien in allen Innenräumen und im Freien für unzureichend begründet erklärt. Der Gesetzgeber erhalte bis zum 21. November Zeit, die Verordnung nachzubessern, teilte eine Sprecherin des Stadtgerichts in Prag am Freitag mit. Andernfalls werde die Regelung nichtig.

Man wolle die Gefahren des Coronavirus keinesfalls verharmlosen, betonten die Richter. Im Text der Verordnung fehlten indes "konkrete, verständliche und mit Fakten untermauerte Überlegungen", welchen Nutzen die Verschärfung bringe. Die Maskenpflicht im Freien innerhalb bebauter Ortschaften und in allen Innenräumen war am 21. Oktober in Kraft getreten.

Update, 13. November, 11.15 Uhr: Erholung der Wirtschaft von Corona-Einbruch etwas schwächer

Die Wirtschaft der Eurozone hat sich im Sommer nicht ganz so stark wie erwartet vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) lag im dritten Quartal 12,6 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. 

In den Ländern mit der Euro-Währung gab es im dritten Quartal das stärkste Wachstum in Frankreich mit 18,2 Prozent, während die deutsche Wirtschaftsleistung um 8,2 Prozent zulegte. Der Wachstumsschub im Sommer folgte einem schweren Einbruch im Frühjahr. Während der ersten Corona-Welle war das BIP im Euroraum im zweiten Quartal um 11,8 Prozent eingebrochen.

Update, 13. November, 10.37 Uhr: "Ripper von Yorkshire" an Corona gestorben

Der als "Ripper von Yorkshire" bekannt gewordene Serienmörder Peter Sutcliffe ist tot. Mehr Informationen findet Ihr >>> hier +++

Dem Serienmörder Peter Sutcliffe fielen mindestens 13 Frauen zum Opfer.
Dem Serienmörder Peter Sutcliffe fielen mindestens 13 Frauen zum Opfer.  © Pa/PA Media/dpa

Update, 13. November, 10.36 Uhr: Briten wollen Corona-Impfstoff notfalls einfliegen lassen

Aus Sorge vor Verzögerungen durch Brexit-Staus will Großbritannien den möglichen Corona-Impfstoff notfalls einfliegen lassen. "Wir haben einen Plan für den Impfstoff, der in Belgien produziert wird", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Donnerstagabend dem Sender BBC. 

Zum Jahreswechsel, wenn die Brexit-Übergangsphase endet, werden an den britischen Grenzen lange Staus erwartet. "Wenn nötig, können wir den Impfstoff einfliegen lassen, um diese Probleme zu vermeiden", so Hancock.

Update, 13. November, 10.15 Uhr: Charité-Professor rechnet mit Wirksamkeit des Teil-Lockdowns

Der seit fast zwei Wochen geltende Teil-Lockdown in Deutschland dürfte nach Einschätzung eines Charité-Professors Wirkung zeigen. Er rechne damit, dass sich eine gewisse Stabilisierung bei den Fallzahlen in den nächsten Wochen einstelle, sagte Leif-Erik Sander von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie am Freitag im ARD-Morgenmagazin. Er selbst schaue nicht täglich auf die Statistik der Neuinfektionen - er sehe ja, was auf der Station los sei.

Der Wissenschaftler zeigte sich mit Blick auf den möglichen Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer zuversichtlich: Zwar sei es eine komplett neue Technologie - wenn er sich die Biologie dahinter anschaue, sei er aber "relativ guter Dinge, dass das ein sehr, sehr sicherer Impfstoff ist". Er wünsche sich, dass sich in den besonders gefährdeten Gruppen die Impfbereitschaft noch erhöhe.

Update, 13. November, 9.45 Uhr: Corona-Rekord in den USA: Über 150.000 Neuinfektionen an einem Tag

Die USA haben einen weiteren Höchststand an Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Donnerstag wurden 153.496 Fälle registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Freitag hervorgeht. Das sind rund 10.000 mehr als noch am Vortag. Damit verzeichneten die USA die höchste Fallzahl für Ansteckungen mit dem Virus binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 10,5 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 242.400 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Fahrer mit einem Termin warten in der Schlange für einen kostenlosen Corona-Test im Dodger Stadium.
Fahrer mit einem Termin warten in der Schlange für einen kostenlosen Corona-Test im Dodger Stadium.  © Damian Dovarganes/AP/dpa

Update, 13. November, 9.30 Uhr: Spahn verteidigt Teil-Shutdown - Lindner fordert Alternativen

Ein besonderer Schutz für Corona-Risikogruppen kann nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht den derzeit geltenden Teil-Shutdown ersetzen. "Das ist keine Alternative, die Risikogruppen zu schützen oder jetzt die Zahlen im November runterzubringen - beides muss passieren", sagte Spahn am Freitagmorgen im ARD-Morgenmagazin.

FDP-Chef Christian Lindner hatte zuvor ebenfalls im Morgenmagazin erneut den Teil-Shutdown kritisiert und alternative Maßnahmen vorgeschlagen. Man könne zum Beispiel besonders wirksame FFP2-Masken in Apotheken kostenlos an Ältere und Vorerkrankte verteilen lassen.

Lindner zweifelte zudem daran, dass die Schließung gastronomischer Betriebe sinnvoll sei. "Das hat keinen Effekt auf die Pandemie, zumindestens keinen größeren Effekt auf die Pandemie im Verhältnis zu dem Schaden, der entsteht." 

Update, 13. November, 6.50 Uhr: Neuer Höchststand: 23.542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 13.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200. Am Donnerstag hatte diese Steigerung 215 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 481.700 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

"Fuck The Virus" steht auf der schwarzen Mund-Nase-Bedeckung einer Frau.
"Fuck The Virus" steht auf der schwarzen Mund-Nase-Bedeckung einer Frau.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 13. November, 6.30 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Pakistan: Höchster Wert seit Monaten

In Pakistan sind innerhalb eines Tages mehr als 2000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die 2304 Fälle sind der höchste Wert seit mehr als vier Monaten, wie die Regierung am Freitag bekanntgab. Um die Ausbreitung des Krankheitserregers weiter einzuschränken, hatte die Regierung des südasiatischen Landes einige Viertel der Hauptstadt Islamabad erneut abgeriegelt und vereinzelt Bildungseinrichtungen geschlossen.

Bislang sind in Pakistan mehr als 352.000 Coronavirus-Infektionen und über 7000 damit zusammenhängende Todesfälle nachgewiesen worden. Gut 4,8 Millionen der rund 220 Millionen Landesbewohner wurden getestet. Die Dunkelziffer bei den Infektionen könnte deutlich höher liegen.

Update, 13. November, 4.30 Uhr: Teil-Lockdown noch mit wenig Wirkung - Keine Lockerungen zu erwarten

Mehrere Ministerpräsidenten haben Erwartungen an neue Beschlüsse bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am kommenden Montag gedämpft. 

Die Runde der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den seit dem 2. November geltenden Teil-Lockdown beschlossen, der am Montag zwei Wochen anhält und zunächst bis Ende November in Kraft bleiben soll. Lokale und andere Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Und die Corona-Lage bleibt ernst - für Hoffnungen auf Lockerungen scheint es derzeit keinen Anlass zu geben.

Update, 13. November, 3 Uhr: Jeder dritte Deutsche hat Angst vor Corona

Unmittelbar vor Beginn des aktuellen Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich mehr als jeder dritte Bundesbürger vor einer Ansteckung mit dem Virus gefürchtet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Forsa-Instituts, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das Forsa-Institut hatte die Umfrage am 29. und 30. Oktober im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit durchgeführt. 92 Prozent der Bürger ab 14 Jahre halten demnach laut eigenem Bekunden die Corona-Schutzregeln ein.

Wegen der Ausbreitung der Pandemie in Deutschland sind seit knapp zwei Wochen unter anderem Restaurantbesuche und touristische Hotelaufenthalte verboten. An diesem Montag wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten erneut über die Maßnahmen beraten.

Besonders ältere Menschen sorgen sich laut der Umfrage wegen des Erregers und der von ihm ausgelösten Krankheit: Fast jeder Zweite ab 60 Jahren hat Angst vor Covid-19. Quer durch alle Altersgruppen sind es 37 Prozent.

Update, 13. November, 2.20 Uhr: Forscher: Corona-Apps brauchen mehr Vertrauen für volle Wirkung

Regierungen müssen laut Schweizer Forschern mehr für das Vertrauen der Bevölkerung in Corona-Warn-Apps tun. Eine echte Wirkung könnten Smartphone-Apps, die etwa Bluetooth-Technologie für Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infektionen nutzen, erst mit ausreichend Nutzern erzielen. Solange die Wirkung der Apps in den Augen der Menschen nicht belegt ist, laden sie viele Menschen aber nicht herunter, wie Alessandro Blasimme und Effy Vayena vom Fachbereich Gesundheitswissenschaften und Technologie der ETH Zürich in der Fachzeitschrift Science schreiben.

Die Download-Zahlen der Corona-Warn-Apps bleiben laut den Forschern in vielen Staaten deutlich hinter den Erwartungen zurück. In Studien im April und Mai etwa in den USA, der Schweiz und Italien hätten sich zwischen 55 und 70 Prozent der Erwachsenen in allen Altersgruppen zur Nutzung einer Corona-App bereit gezeigt. Die tatsächlichen Nutzerquoten lagen dann aber in allen betrachteten Staaten teils deutlich unter 30 Prozent der Bevölkerung.

Die offizielle Corona-Warn-App ist auf einem Smartphone zu sehen, darüber steht der Hashtag "#BleibGesund".
Die offizielle Corona-Warn-App ist auf einem Smartphone zu sehen, darüber steht der Hashtag "#BleibGesund".  © Oliver Berg/dpa

Update, 12. November, 22.20 Uhr: Bayern verbietet ab Freitag wegen Corona-Krise Indoor-Sport

Wegen der Corona-Krise müssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben. Einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. 

"Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte", sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

Klaus Holetschek (CSU).
Klaus Holetschek (CSU).  © dpa/Peter Kneffel

Update, 12. November, 22.15 Uhr: Hohes Corona-Risiko - Bewohner von Chicago sollen zuhause bleiben

Wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen sollen die Bewohner von Chicago ab Montagmorgen zuhause bleiben. Bürgermeisterin Lori Lightfoot veröffentlichte am Donnerstag einen Warnhinweis, der alle Menschen in der Millionenstadt dazu aufruft, nur zum Arbeiten, für die Schule, zum Einkaufen oder aus anderen wesentlichen Gründen ihre Wohnungen zu verlassen.

Abgeraten wird von Besuchen, auch von außerhalb des eigenen Haushalts lebenden Familienmitgliedern. Geplante Feiern zum Erntedankfest am 26. November sollten abgesagt werden.

Im Bezirk Cook, zu dem Chicago gehört, haben sich zuletzt durchschnittlich mehr als 4000 Menschen neu mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die USA insgesamt registrierten den zweiten Tag in Folge einen Höchststand an täglichen Neuinfektionen. Für Mittwoch wurden 143.231 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervorgeht. 

Blick auf Chicago.
Blick auf Chicago.  © Unsplash/Brad Knight

Update, 12. November, 21.10 Uhr: Vierter Corona-Fall: Auch Handballer Lemke positiv getestet

Der Corona-Verdachtsfall beim Handball-Bundesligisten MT Melsungen hat sich bestätigt. Finn Lemke wurde nach Angaben des Vereins vom Donnerstagabend als vierter Nationalspieler nach Johannes Bitter, Marian Michalczik und Juri Knorr positiv getestet. 

"Das ist eine bittere Nachricht für Finn, für unsere Mannschaft und für den gesamten Verein. Ganz obenan steht natürlich unser Wunsch, dass Finn die Infektion möglichst schnell und vor allem unbeschadet überwindet", sagte MT-Vorstand Axel Geerken.

Die gesamte Mannschaft hatte sich bereits zuvor vorsorglich in eine freiwillige häusliche Quarantäne begeben und muss dort nun für 14 Tage verharren. Das Bundesliga-Topspiel gegen den SC Magdeburg am Samstag, das live in der ARD übertragen werden sollte, muss verlegt werden. "Das schmerzt gleich dreifach, da uns nun auch noch bereits zugesagte Sponsoringbeträge entgehen und die sehr umfangreichen organisatorischen Vorbereitungsarbeiten umsonst gewesen sind", sagte Geerken.

Finn Lemke versucht, einen Ballwurf abzuwehren.
Finn Lemke versucht, einen Ballwurf abzuwehren.  © dpa/AP/Martin Meissner

Update, 12. November, 21 Uhr: Aktuelle Lage in Deutschland

Die aktuellen Inzidenz-Werte in den Bundesländern.
Die aktuellen Inzidenz-Werte in den Bundesländern.  © TAG24 Grafik

Update, 12. November, 20.45 Uhr: 106-Jährige übersteht Covid-19

Eine 106 Jahre alte Frau ist in Brandenburg von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Sie sei schon am Dienstag entlassen worden, teilten die Oberhavel-Kliniken in Oranienburg am Donnerstag mit. 

"Die Patientin verfügt für das hohe Alter über einen sehr guten Allgemeinzustand, so dass ihr Immunsystem mit unserer Unterstützung das Virus erfolgreich bekämpfen konnte", erklärte Chefarzt Harald Pannwitz. 

Über die 106-Jährige hieß es weiter, sie sei wegen Bauchkrämpfen und Durchfall in die Oranienburger Klinik gekommen, nennenswerte Atemwegsbeschwerden habe sie nicht gehabt. Ein Test habe aber die Covid-19-Erkrankung bestätigt. Die Patientin sei umgehend isoliert untergebracht worden.

Die Frau sei eine der Ältesten, die in den Häusern der Oberhavel-Kliniken von einer Covid-19-Erkrankung genesen seien, hieß es.

Vor einigen Tagen bereits war eine 97-jährige Brandenburgerin, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatte, geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Bernauerin war wegen des Verdachts auf Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht worden.

Krankenwagen stehen vor dem Krankenhaus in Oranienburg.
Krankenwagen stehen vor dem Krankenhaus in Oranienburg.  © dpa/Bernd Settnik

Update, 12. November, 20.25 Uhr: 1300 Ermittlungsverfahren wegen Betrügereien mit Corona-Soforthilfen

In Hessen laufen rund 1300 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlich zu Unrecht erhaltener Corona-Soforthilfen. In den meisten Fällen gehe es um Betrug, sagte der Sprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk, am Donnerstagabend.

In Hessen stünden die Chancen gut, Betrügern auf die Schlichte zu kommen, sagte Ungefuk - unter anderem, weil die Finanzämter mit im Boot seien. "Die können schnell feststellen, ob es die Umsätze, die da angegeben wurden, wirklich gab."

Im Vergleich zur Gesamtzahl der Anträge - hessenweit knapp 135.000 - sei die Zahl der Verdachtsfälle nicht besonders hoch, sagte Ungefuk. Um welche Summen es geht und wie lange die Verfahren noch dauern, könne man derzeit noch nicht sagen. "Viele Fälle sind glasklar, aber bei hoher krimineller Energie ist der Ermittlungsaufwand enorm." Den Betrügern drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Ein besonders krasser Fall: Seit Ende September sitzt ein 46-Jähriger in Untersuchungshaft. Zusammen mit einem 44-Jährigen stellte er Ermittlungen zufolge fünf Anträge auf Soforthilfe - laut Staatsanwaltschaft mit erfundenen Personalien und gefälschten Dokumenten für erfundene Unternehmen mit ausgedachten Umsätzen.

Ein Stift liegt auf einem Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.
Ein Stift liegt auf einem Antrag für den Corona-Soforthilfe-Zuschuss.  © dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Update, 12. November, 19.25 Uhr: Söder: Lockerung der Corona-Maßnahmen erst ab Sieben-Tage-Wert von 50

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Corona-Maßnahmen erst lockern, wenn die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen ist. "Unser Ziel muss sein, unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen", sagte der CSU-Politiker dem Münchner Merkur (Freitag-Ausgabe). 

Laut dem Robert Koch-Institut liegt der Wert für Bayern bei 178,9, bundesweit bei 138,9 (Stand: Donnerstag, 0 Uhr). Er gibt an, wie viele Neuinfektionen es binnen der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Menschen gab.

"Wenn wir jetzt nur ein bisschen die Zahlen senken und zu früh abbrechen, verfallen wir vielleicht in einen ständigen Wechsel von Lockdown und Öffnung", warnte Söder im Gespräch mit der Zeitung. "Das wäre für die Menschen kaum nachvollziehbar." Ob der für November geltende Teil-Lockdown im Dezember verlängert werden muss, ließ er offen. "Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen. Dann werden wir sehen, ob vier Wochen ausreichen."

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt vor Beginn einer Kabinettssitzung im Videoraum in der Staatskanzlei.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt vor Beginn einer Kabinettssitzung im Videoraum in der Staatskanzlei.  © dpa/dpa Pool/Sven Hoppe

Update, 12. November, 19.15 Uhr: Frankreich hält an Corona-Ausgangsbeschränkungen vorerst fest

Trotz einer leichten Verbesserung der Corona-Situation hält Frankreich an seinen strengen Ausgangsbeschränkungen für noch mindestens zwei Wochen fest. Es wäre "unverantwortlich", die Regeln jetzt zu lockern oder aufzuheben, sagte Frankreichs Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend. Es handle sich bisher nur um einen fragilen Trend. 

Der Druck in den Krankenhäusern sei extrem hoch, und der Spitzenwert bei den Krankenhauseinweisungen habe sogar die Zahlen vom April übertroffen. Einer von vier Todesfällen im Land werde derzeit mit Covid-19 in Verbindung gebracht.

"Ich habe dem Innenminister die Anweisung gegeben, streng zu sein, und ihn gebeten, die Mobilisierung der Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in Paris, (im Großraum der Hauptstadt) Île de France und den Großstädten, weiter zu verstärken", sagte Castex. Der Premier warnte mit Blick auf Weihnachten und Silvester davor, mit mehreren Dutzend Menschen zu feiern. Das wäre "unvernünftig". 

Laut Gesundheitsminister Olivier Véran könnte Frankreich den Höhepunkt der Epidemie in den nächsten Tage erreichen.

Jean Castex, Premierminister von Frankreich, geht.
Jean Castex, Premierminister von Frankreich, geht.  © dpa/AP/EPA Pool/Ian Langsdon

Update, 12. November, 19.10 Uhr: Mehr als 33.000 neue Corona-Fälle in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb eines Tages mehr als 33.000 neue Corona-Fälle gezählt worden. Die 33.470 Neuinfektionen von Donnerstag sind der höchste Wert seit Beginn der Pandemie, wie aus den aktuellsten Zahlen der Regierung hervorgeht. 

Am Mittwoch lag die Zahl bei 22.950 neuen, positiv getesteten Corona-Fällen. Bislang hatte es demnach noch nie einen Anstieg um mehr als 10.000 Fälle innerhalb eines Tages gegeben. Pro 100.000 Einwohnern gab es in den vergangenen sieben Tagen in Großbritannien rund 242 Corona-Fälle.

In einigen Teilen des Landes geraten Kliniken bereits wieder an ihre Belastungsgrenzen, außerdem funktioniert die Nachverfolgung von Kontaktpersonen nicht ausreichend. Mit mehr als 65.000 Menschen mit Covid-19 auf dem Totenschein ist Großbritannien das am schwersten von der Pandemie getroffene Land in Europa.

Stephen Powis, nationaler Gesundheitsberater in Großbritannien, spricht bei einer Pressekonferenz in der Downing Street.
Stephen Powis, nationaler Gesundheitsberater in Großbritannien, spricht bei einer Pressekonferenz in der Downing Street.  © dpa/PA Wire/Leon Neal

Update, 12. November, 18.45 Uhr: Lehrer leugnet Corona und bezeichnet Maske als "modernes Hakenkreuz"

Während in Talkshows darüber diskutiert wird, ob nun auch Grundschüler im Unterricht eine Maske getragen werden sollte, hält dieser Lehrer einer Berufsschule in Berlin-Wedding mit einer klaren Haltung dagegen: Das Coronavirus gibt es gar nicht und eine Maske tragen sei ohnehin der größte Schwachsinn.

In zahlreichen YouTube-Videos hält er seine Meinung nicht außen vor und stößt dabei ins selbe Horn, wie die Querdenker, die erst am Wochenende wieder zu Tausenden auf die Straße gegangen sind.

Was er sagt und wie die Schüler darauf reagieren, erfahrt Ihr >>> hier.

Eine Mund-Nasebedeckung liegt im Tiergarten zwischen heruntergefallenem Laub.
Eine Mund-Nasebedeckung liegt im Tiergarten zwischen heruntergefallenem Laub.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 12. November, 18.35 Uhr: Spahn: Notfalls müssen auch infizierte Ärzte und Pfleger arbeiten

In der grassierenden Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. 

"Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste", sagte Spahn. 

Mehr dazu gibt's >>> hier.

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.  © dpa/Wolfgang Kumm

Update, 12. November, 18.25 Uhr: Arzt: Personal in Krankenhäusern in Italien vor dem Limit

Das Krankenhauspersonal in Italien arbeitet wegen der verschärften Corona-Lage vielerorts unter Dauerstress und am Rande der Kapazitäten: "Wir fühlen uns schlecht, sehr schlecht", sagte Claudio Zanon, Leiter des Valduce-Krankenhauses nahe dem Comer See in der Lombardei, am Donnerstag. "Anders als während der ersten Welle ist das Gesundheitspersonal frustriert, demotiviert, gestresst und leidet unter Burnout", beschrieb er die Lage in Como in einer Videokonferenz mit der Auslandspresse in Rom. 

"Es gibt eine breite Niedergeschlagenheit, die im Kampf gegen die Epidemie nicht hilft." Auch aus anderen Regionen Italiens gab es vergleichbare Berichte.

Sein Haus habe keine freien Betten mehr, auch nicht auf der Intensivstation, sagte Zanon. Das Haus müsste auf 70 der rund 600 Ärzte, Ärztinnen und Krankenschwestern verzichten, weil sie mit dem Virus infiziert seien, erläuterte er. Am Mittwoch ordnete Zanon die Schließung der Notaufnahme des Hospitals an.

Die Krankenschwestern Ginevra Fattori (l) und Francesca Tulli schreiben ihren Namen auf ihre Schutzanzüge vor ihrer Schicht in der Intensivstation des Krankenhaus San Filippo Neri.
Die Krankenschwestern Ginevra Fattori (l) und Francesca Tulli schreiben ihren Namen auf ihre Schutzanzüge vor ihrer Schicht in der Intensivstation des Krankenhaus San Filippo Neri.  © dpa/AP/Alessandra Tarantino

Update, 12. November, 18.20 Uhr: US-Gesundheits-Experte Fauci glaubt, dass Corona-Pandemie bald vorbei ist

Hoffnung in Corona-Zeiten: Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci (79) gibt der Pandemie nicht mehr viel Zeit.

"Sicherlich wird es nicht mehr lange eine Pandemie sein, denn ich glaube, die Impfstoffe werden das ändern", sagte Fauci auf einer virtuellen Gesundheitskonferenz, die vom Londoner Think Tank "Chatham House" veranstaltet wurde, berichtet am Donnerstag die New York Post. 

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US-Top-Experte Anthony Fauci (79).
US-Top-Experte Anthony Fauci (79).  © Kevin Dietsch/Pool UPI/AP/dpa

Update, 12. November, 17.45 Uhr: Hochwertige Nahrungsmittel während Corona-Pandemie weniger gefragt

Während der Corona-Pandemie ist der Bedarf nach hochwertigen Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt gesunken. Es gebe einen erkennbaren Wechsel weg von diesen Nahrungsmitteln hin zu Hauptnahrungsmitteln, sagte der Autor des am Donnerstag veröffentlichten Berichts der UN-Ernährungsorganisation (FAO), Josef Schmidhuber.

Entwicklungsländer erzielten demnach in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres 4,6 Prozent mehr Exporteinnahmen mit ihrem Nahrungsmittelhandel als im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen der entwickelten Länder sanken dagegen. Ein Grund dafür: Der Import und Export von Getränken, Fisch und Fleisch ging in dieser Zeit stark zurück. Diese Produkte seien in vielen Ländern eher mit heimischen Produkten statt international gehandelten ersetzbar.

Grund für den Unterschied bei den Exporteinnahmen war der Analyse zufolge etwa die schlechte Lage der Weltwirtschaft, was zu geringeren Einkommen in den Haushalten führte. Der Export-Erfolg der Entwicklungsländer wurde dagegen von Raps, Zucker und verschiedenen essbaren Produkten getragen.

Drei Studenten stehen mit Ihrem Essen in einer Papierbox auf einer Straße.
Drei Studenten stehen mit Ihrem Essen in einer Papierbox auf einer Straße.  © dpa/Philipp von Ditfurth

Update, 12. November, 17.40 Uhr: Oberverwaltungsgericht weist erneut Antrag gegen Teil-Lockdown ab

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Magdeburg hat die Schließung von Gaststätten im Rahmen des befristeten Teil-Lockdowns erneut bestätigt. Das Gericht habe bereits am Dienstag zwei Eilanträge von Betreibern einer Bar, einer Shisha-Bar und verschiedener Gaststätten in Sachsen-Anhalt abgelehnt, teilte das OVG Donnerstag mit.

Der Dritte Senat sah die Schließungen der Gastronomie für den Publikumsverkehr demnach als "geeignet und erforderlich" an, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Folgen für Betreiber und Angestellte würden außerdem durch die angekündigten Hilfen gemildert, die Betroffene für den erzwungenen Ausstand im November bekommen sollen.

Schon vorige Woche hatte das Gericht mehrere Maßnahmen des Teil-Lockdowns als legitim befunden. Dabei hatte sich das Gericht neben der Schließung der Gaststätten auch mit dem Verbot touristischer Beherbergungen und Veranstaltungen sowie der Schließung von Sportstätten und Schwimmbädern befasst. 

Tische und Stühle stehen vor einem geschlossenen Restaurant.
Tische und Stühle stehen vor einem geschlossenen Restaurant.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Update, 12. November, 17.35 Uhr: Polizei will bei Querdenker-Demo "konsequent handeln"

Die Polizei in Frankfurt will sich am Samstag nicht auf Diskussionen mit "Querdenkern" einlassen. "Für die Polizei sind Demonstrationen besonders in dieser Zeit der Pandemie mit sehr hohen Infektionsraten eine Herausforderung", sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill am Donnerstag. 

Es gelte das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber auch die Vorgaben der Corona-Verordnungen. Sollten Abstandsregeln und Maskenpflicht nicht eingehalten werden, "werden wir konsequent handeln", betonte Bereswill. "Eine Diskussion mit den Einsatzkräften vor Ort über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen ist sinnlos und nicht zielführend."

Eine Woche nach den Ausschreitungen in Leipzig wollen Kritiker der Corona-Maßnahmen in Frankfurt auf die Straße gehen. Laut Ordnungsamt sind 500 Teilnehmer für einen Demozug angemeldet und 2000 für eine Kundgebung in der Innenstadt. Das Motto lautet "Kein Lockdown für Bembeltown". Auch zwei Gegenkundgebungen sind angemeldet: "Gegen Querdenken 69" und "Gegen den Auftritt von rechten Verschwörungstheoretikern und Coronaleugnern".

Nach der Demonstration der Stuttgarter Initiative "Querdenken" stehen Teilnehmer Polizisten gegenüber.
Nach der Demonstration der Stuttgarter Initiative "Querdenken" stehen Teilnehmer Polizisten gegenüber.  © dpa/dpa-Zentralbild/Sebastian Willnow

Update, 12. November, 17.30 Uhr: Gericht: Eilanträge wegen Gaststättenschließung erfolglos

Zwei Gaststättenbetreiber aus Jena und Greiz sind vor dem Thüringer Oberverwaltungsgericht mit Eilanträgen gegen die Schließung ihrer Lokale während des Teil-Lockdowns gescheitert. Die Richter in Weimar sahen in den Eilverfahren keine verfassungswidrige Gesetzeslage, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Es spreche einiges dafür, dass die Schließung von Gaststätten geeignet, erforderlich und angemessen sei, um Kontakte bei sprunghaft steigenden Infektionszahlen zu reduzieren.

Eine Öffnung der Gasthäuser mit noch strengeren Hygieneauflagen sei bezogen auf das Ziel der Kontaktreduzierung hingegen kein gleich geeignetes Mittel, entschied der zuständige Senat. Im Hauptsacheverfahren müsse jedoch geklärt werden, ob und inwieweit es zulässig sei, zwischen dem Bildungs- und allgemeinen Wirtschaftsbereich sowie der Versammlungs- und Religionsfreiheit auf der einen Seite und dem Bereich der Freizeit-Betätigung auf der anderen Seite zu differenzieren.

Die beiden Gastwirte hatten ihre Eilanträge damit begründet, dass in den vergangenen Monaten ein strenges Hygienekonzept erarbeitet worden sei, welches auch penibel eingehalten worden sei. Die Anordnung zur Gaststättenschließung hielten sie auch unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes insgesamt als unverhältnismäßig.

Ein Schild am Eingang weist in Weimar auf den Sitz des Thüringer Oberverwaltungsgerichts und des Thüringer Verfassungsgerichtshofs hin.
Ein Schild am Eingang weist in Weimar auf den Sitz des Thüringer Oberverwaltungsgerichts und des Thüringer Verfassungsgerichtshofs hin.  © dpa/dpa-Zentralbild/Michael Reichel

Update, 12. November, 17.20 Uhr: Juristen kritisieren geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes

Juristen haben die von der Bundesregierung geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes als ungeeignet verworfen. Konkret ging es bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags am Donnerstag um den neuen Paragrafen 28a, der in das Gesetz eingefügt werden soll, um von Exekutive angeordnete Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie rechtssicher zu machen.

Dieser Paragraf "genügt den Vorgaben von Parlamentsvorbehalt und Bestimmtheitsgrundsatz nicht", heißt es in der schriftlichen Stellungnahme der Juristin Andrea Kießling von der Ruhr Universität Bochum. "In dieser Form werden die Gerichte die Vorschrift höchstwahrscheinlich nicht als Rechtsgrundlage für die Corona-Schutzmaßnahmen akzeptieren."

In der Stellungnahme von Prof. Anika Klafki von der Uni Jena heißt es, Paragraf 28a diene dazu, die erheblichen Grundrechtseingriffe im Zuge der Corona-Pandemie auf eine hinreichend bestimmte Ermächtigungsgrundlage zu stellen. Dies sei sehr zu begrüßen. "Leider bleibt der Gesetzesentwurf weit hinter dieser ambitionierten Zielvorgabe zurück", so die Rechtswissenschaftlerin. "Von einem Beschluss der Regelung in seiner derzeitigen Fassung wird abgeraten. Stattdessen bedarf es einer sorgsameren und ausführlicheren Regelung der infektionsschutzrechtlichen Bekämpfungsmaßnahmen."

Paragraf 28a enthält einen langen Maßnahmenkatalog wie Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Schließung von Freizeiteinrichtungen, Reisebeschränkungen oder Veranstaltungsverbote. Es handelt sich im wesentlichen um die Maßnahmen, die während des großen Lockdowns im Frühjahr ergriffen wurden und vielfach nun auch während des Teil-Lockdowns im November gelten. 

"Schwerwiegende Schutzmaßnahmen kommen insbesondere bei Überschreitung eines Schwellenwertes von über 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Betracht", heißt es darin. Ab einem 35er Wert kämen "stark einschränkende Schutzmaßnahmen" in Betracht.

Um die Bekämpfung des Coronavirus rechtssicher zu machen, soll der Paragraf 28a eingeführt werden. Doch es gibt Kritik.
Um die Bekämpfung des Coronavirus rechtssicher zu machen, soll der Paragraf 28a eingeführt werden. Doch es gibt Kritik.  © CDC/Dr. Fred Murphy/Sylvia Whitfield

Update, 12. November, 17.15 Uhr: Corona-Lagebericht enthält neuen Wert zur Infektionsbeschleunigung

Der Berliner Corona-Lagebericht enthält einen neuen Wert, der die Beschleunigung bei der Entwicklung der Neuinfektionen angibt. Er wird täglich online zusätzlich zu den Daten der Corona-Warn-Ampel veröffentlich. Erstmals war er dort am Mittwoch zu finden. "Der Beschleunigungswert gibt an, um wie viel Prozent die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche gestiegen oder gefallen ist", teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag auf Anfrage mit. 

"Dieser Indikator ist eine ergänzende Information zum R-Wert." Er habe aber keine Auswirkungen darauf, ob die Ampel die Farbe wechsele.

Über die Corona-Warn-Ampel ist am Dienstag im Senat beraten worden. Sie berücksichtigt die prozentuale Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen und die Durchschnittszahl anderer Menschen, die ein Infizierter in Berlin ansteckt.

Insbesondere an der Aussagekraft dieses sogenannten R-Werts hatte es zuletzt Kritik gegeben. Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz erklärte am Dienstag, der Senat habe sich darauf verständigt, es bei drei Ampeln zu belassen, den R-Wert weiterhin zu berücksichtigen, aber um Informationen zur Beschleunigung des Infektionsgeschehens zu ergänzen.

Der neue Wert betrug laut dem Corona-Lagebericht am Donnerstag +12 Prozent. Die 7-Tage-Inzidenz lag bei 202,5 - als kritischer Schwellenwert gilt 50. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten betrug 21,4 Prozent, die kritische Marke liegt bei 25. Die Reproduktionszahl rangierte mit 0,78 weiter im unproblematischen Bereich. 

Martin Matz (SPD), Staatssekretär für Gesundheit, kommt mit Mund-Nasen-Schutz zur Berliner Senats-Pressekonferenz.
Martin Matz (SPD), Staatssekretär für Gesundheit, kommt mit Mund-Nasen-Schutz zur Berliner Senats-Pressekonferenz.  © dpa/Jörg Carstensen

Update, 12. November, 17 Uhr: Rekordwerte bei Corona-Neuinfektionen in Estland und Lettland

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Estland und Lettland haben neue Rekordwerte erreicht. In Estland wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Donnerstag 374 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Lettland waren es 533. Die bisherigen Höchstwerte lagen bei 241 und 453.

"Leider bleibt die Situation kritisch", sagte Estlands Regierungschef Jüri Ratas in Tallinn. Angesichts der Entwicklung kündigte er neue Einschränkungen in dem baltischen EU-Land mit 1,2 Einwohnern an: Die Regierung wird demnach zum 16. November wieder die sogenannte 2+2-Regel einführen. Demnach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten. Auch wird der Bevölkerung empfohlen, in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Auch Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnete zuletzt einen rasanten Anstieg der Infektionsrate. Die Regierung in Riga hatte deshalb zum zweiten Mal den Notstand ausgerufen. Seit Montag gilt in Lettland ein rund einmonatiger Ausnahmezustand bis zum 6. Dezember, durch den wie bereits im Frühjahr das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten eingeschränkt werden.

Nach Angaben der EU-Behörde ECDC ist die Entwicklung in den beiden Baltenstaaten aktuell aber noch besser als in Deutschland. In Estland lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei 144,8 und in Lettland bei 192,9 - und damit unter dem entsprechenden deutschen Wert von 297,0.

Eine Anzeige auf einem Multimedia-Display einer Zapfsäule an einer Tankstelle der lettischen Hauptstadt. Mit dem Slogan "Apturi Virusu ar Telefonu" (Stop den Virus mit dem Telefon) wird darauf die lettische Corona-Warn-App beworben.
Eine Anzeige auf einem Multimedia-Display einer Zapfsäule an einer Tankstelle der lettischen Hauptstadt. Mit dem Slogan "Apturi Virusu ar Telefonu" (Stop den Virus mit dem Telefon) wird darauf die lettische Corona-Warn-App beworben.  © dpa/Alexander Welscher

Update, 12. November, 16.55 Uhr: Macron: Auch arme Länder müssen Corona-Impfstoff bekommen

Im internationalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff dürfen nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron arme Länder nicht auf der Strecke bleiben. Für diese Staaten müssten ausreichend Impfdosen produziert werden, forderte der 42-Jährige am Donnerstag bei der offiziellen Eröffnung des Pariser Friedensforums. "Wir werden gegen das Virus nicht gewinnen, wenn wir einen Teil der Menschheit im Stich lassen", warnte er.

"Seit fast einem Jahr haben wir eine Pandemie, die die Welt in einer noch nie da gewesenen Weise heimgesucht hat", sagte Macron. Er habe sich unmittelbar vor dem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ausgetauscht.

Macron wies auf das Projekt ACT Accelerator (ACT-A) der Weltgesundheitsorganisation WHO hin, das Forschung und Entwicklung in der Corona-Pandemie in drei Säulen beschleunigen soll - Tests, Medikamente und Impfstoffe. Das Projekt soll auch die faire Verteilung weltweit sicherstellen. Nach Angaben der Veranstalter in Paris sollen zugunsten von ACT-A rund 500 Millionen US-Dollar (rund 424 Millionen Euro) zugesagt werden.

Deutschland und die übrigen EU-Staaten hatten sich am Mittwoch bis zu 300 Millionen Dosen des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer gekauft. Die EU-Kommission billigte dazu formal einen Rahmenvertrag.

Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, äußert sich beim Pariser Friedensforum im Elysee-Palast.
Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, äußert sich beim Pariser Friedensforum im Elysee-Palast.  © dpa/AP/POOL AFP/Ludovic Marin

Update, 12. November, 16.50 Uhr: Corona-infizierter Arzt impfte Mitarbeiter im NRW-Verkehrsministerium

Ein nachträglich positiv auf das Coronavirus getesteter Arzt hat Dutzende Mitarbeiter des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums gegen Grippe geimpft. Alle - inklusive Minister Hendrik Wüst (CDU) - wechselten nach Bekanntwerden der Erkrankung des Arztes vorsorglich ins Homeoffice. 

Bislang gebe es aber keine bestätigte Infektion und es sei auch niemand in Quarantäne gekommen, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Mehr zu der Story gibt's >>> hier.

Eine Ärztin impft eine Person gegen Grippe.
Eine Ärztin impft eine Person gegen Grippe.  © dpa/Marcus Brandt

Update, 12. November, 16.45 Uhr: Gewerkschaft beklagt Konflikte bei Maskenkontrollen in Zügen

Zubegleiter sehen sich nach Gewerkschaftsangaben immer wieder mit Konflikten bei der Kontrolle der Maskenpflicht in den Zügen ausgesetzt. So würden Kollegen von Maskenverweigerern gefilmt und öffentlich denunziert, sagte Vorstandsmitglied Kristian Loroch am Donnerstag bei einer Tagung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. "Wir kriegen mit, dass die Gesellschaft sich spaltet."

Loroch kritisierte Versuche von Verkehrsverbünden, die Kontrolle und Durchsetzung der Maskenpflicht auf die Zugbegleiter abzuwälzen, die "kleinsten Rädchen im System". Dies sei Aufgabe der Staatsgewalt. Der Vorstand werde das Thema Sicherheit stärker ins Zentrum seiner Arbeit stellen, kündigte Loroch bei einem außerordentlichen digitalen Gewerkschaftstag an.

Nach Ansicht der EVG sollen nur Polizisten die Maskenpflicht in den Zügen kontrollieren. Bislang geschah dies eher sporadisch.
Nach Ansicht der EVG sollen nur Polizisten die Maskenpflicht in den Zügen kontrollieren. Bislang geschah dies eher sporadisch.  © dpa/Axel Heimken

Update, 12. November, 16.35 Uhr: Vatikan bietet kostenlose Corona-Tests für Bedürftige

Im Vorfeld des Welttages der Armen hat der Vatikan kostenlose Corona-Tests für Bedürftige angekündigt. "In der Klinik unter den Kolonnaden des Petersdoms können Arme, die Zugang zu den Schlafmöglichkeiten benötigen oder in ihr Heimatland zurückkehren wollen, den Corona-Test bekommen", teilte der Vatikan am Donnerstag mit. In den vergangenen zwei Wochen seien dort jeden Tag etwa 50 Abstriche gemacht worden.

Die Klinik gehört zur Elemosineria Apostolica, einem Amt des Heiligen Stuhls, das "im Namen des Papstes Werke der Nächstenliebe zugunsten der Armen" leistet, wie es auf der Webseite heißt.

Der Welttag der Armen wird am kommenden Sonntag begangen. Wegen der Corona-Pandemie sollten neben Freiwilligen und Wohltätigen, lediglich 100 Menschen im Petersdom an der Messe teilnehmen. Sie repräsentierten die Armen auf der ganzen Welt. Das alljährliche Mittagessen des Papstes mit 1500 Bedürftigen musste abgesagt werden, wie es in der Mitteilung weiter hieß.

Nonnen mit Mund-Nasen-Bedeckungen gehen über den leeren Petersplatz.
Nonnen mit Mund-Nasen-Bedeckungen gehen über den leeren Petersplatz.  © dpa/AP/Andrew Medichini

Update, 12. November, 16.30 Uhr: Eilanträge von Gastwirten gegen Coronaverordnung gescheitert

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Eilanträge mehrerer Gastwirte gegen die Corona-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg zurückgewiesen. Wie auch bei vorherigen Entscheidungen gegen Eilanträge von Betreibern von Tattoo-Studios, Nagel-, Kosmetik- und Massagestudios sowie Sonnen- und Fitnessstudios begründeten die Richter ihre ablehnende Entscheidung mit dem derzeitigen Infektionsgeschehen. 

Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Pandemie-Lage erfordere ein sofortiges effizientes Handeln. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Die Gaststättenbetreiber hatten nach Angaben des Gerichts geltend gemacht, dass die Verordnung keine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage habe. Die Schließung sei zudem weder geeignet noch erforderlich und verletze sie unverhältnismäßig in ihrer Berufsausübungsfreiheit, so die Gastwirte; zudem sei sie gleichheitswidrig, weil etwa der Einzelhandel geöffnet bleibe.

"Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg" steht auf einem Hinweisschild.
"Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg" steht auf einem Hinweisschild.  © dpa/picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert

Update, 12. November, 16.25 Uhr: Positiver Corona-Test bei Handball-Nationalspieler Knorr

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft verzeichnet nach ihrer Länderspielreise in der Vorwoche den dritten Corona-Fall. Nach Torhüter Johannes Bitter und Rückraumspieler Marian Michalczik ist auch DHB-Debütant Juri Knorr vom Bundesligisten GWD Minden positiv getestet worden.

Die gesamte Bundesligamannschaft der Ostwestfalen um Trainer Frank Carstens muss sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Das am Abend geplante Bundesliga-Heimspiel der Mindener gegen den Bergischen HC wurde von der HBL kurzfristig abgesagt. Zuvor waren wegen der Corona-Krise bereits vier Partien des 7. Spieltages verlegt worden.

Knorr war im Rahmen der am Sonntag zu Ende gegangenen Länderspielwoche mehrfach negativ auf das Coronavirus getestet worden und hatte daraufhin am Mittwoch am Training der Mindener teilgenommen. Am Donnerstagvormittag lag dann ein positiver Befund vor.

Juri Knorr vom GWD Minden.
Juri Knorr vom GWD Minden.  © dpa/Frank Molter

Update, 12. November, 16.20 Uhr: Bundesverfassungsgericht weist ersten Eilantrag zum Teil-Lockdown ab

In einem ersten Eilverfahren zum Teil-Lockdown im November hat das Bundesverfassungsgericht den Eilantrag eines bayerischen Filmtheaters mit Restaurant zurückgewiesen. Die nur hinsichtlich des Gastronomiebetriebs zulässige Verfassungsbeschwerde sei nicht offensichtlich unbegründet und bedürfe eingehender Prüfung, heißt es in dem Beschluss von Mittwoch, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. 

Eine vorläufige Außerkraftsetzung der Vorschriften lehnten die Karlsruher Richter aber unter Verweis auf die schwerwiegenden Folgen ab. (Az. 1 BvR 2530/20)

Die Gefahren der Corona-Pandemie seien "weiterhin sehr ernst zu nehmen". Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch Gastronomiebetriebe zum Infektionsgeschehen beitrügen. Die Richter verweisen außerdem darauf, dass die Schließungen Teil eines größeren Gesamtkonzepts seien und der Staat zum Gesundheits- und Lebensschutz grundgesetzlich verpflichtet sei. Diese Beurteilung dürfte auch für weitere Eilentscheidungen zum Teil-Lockdown maßgeblich sein.

Aussenaufnahme des Bundesverfassungsgerichts mit dem Schriftzug "Bundesverfassungsgericht".
Aussenaufnahme des Bundesverfassungsgerichts mit dem Schriftzug "Bundesverfassungsgericht".  © dpa/Uli Deck

Update, 12. November, 16.10 Uhr: Arbeitsagenturen rechnen mit neuem Anstieg der Kurzarbeit

Wegen der Schließung von Gaststätten, Kinos, Fitnessstudios und anderen Einrichtungen im November erwarten die Arbeitsagenturen in Sachsen einen erneuten Anstieg der Kurzarbeit. "Der zweite Lockdown ist für viele Branchen, die sich über die Sommermonate teilweise wirtschaftlich erholt haben, eine fortlaufende Bewährungsprobe", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen, Klaus-Peter Hansen, am Donnerstag. 

"Wir rechnen insbesondere mit einem Anstieg der Kurzarbeiterzahlen im Gastgewerbe sowie in der Veranstaltungs- und Kulturbranche." Das Instrument helfe, Arbeitsplätze und Existenzen zu sichern.

Zuvor war die Kurzarbeit nach Zahlen der Regionaldirektion in Chemnitz seit dem Höchststand im April gesunken. Damals war den Angaben zufolge in Sachsen jeder sechste Arbeitnehmer betroffen. Insgesamt gab es fast 34.000 Anträge für knapp 288.000 Beschäftigte im Freistaat. Bis Juli ging die Zahl zurück. In dem Sommermonat bezogen aber immer noch mehr als 141.000 Beschäftigte in fast 15.600 Betrieben Kurzarbeitergeld.

Eine Frau geht in der Bundesagentur für Arbeit an einem Logo der Arbeitsagentur vorbei.
Eine Frau geht in der Bundesagentur für Arbeit an einem Logo der Arbeitsagentur vorbei.  © dpa/Uwe Anspach

Update, 12. November, 16.05 Uhr: Lehrer und Erzieher haben kein erhöhtes Corona-Risiko

Lehrer und Erzieher haben nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums kein erhöhtes Risiko, sich mit Covid-19 zu infizieren. Eine Auswertung des Landesgesundheitsamtes habe ergeben, dass ihr Risiko dem der vergleichbaren Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung entspreche, bestätigte ein Sprecher einen Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Freitag). 

Dort liege die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen bei den 20- bis 65-Jährigen seit Öffnung der Schulen und Kitas bei etwa 400 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

"Gleichwohl hat Minister Manfred Lucha der Kultusministerin angeboten, regelmäßig FFP2-Masken aus dem Lagerbestand des Landes auf Wunsch für Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht zur Verfügung zu stellen", zitierte das Blatt einen Sprecher des Ministeriums. Außerdem sei der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 19 Jahren an allen gemeldeten Corona-Infektionen in den vergangenen vier Wochen von 16 auf 13 Prozent gesunken. 

Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg.
Manfred Lucha (Bündnis 90/Die Grünen), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg.  © dpa/Sebastian Gollnow

Update, 12. November, 16 Uhr: Mehr Maskenkontrollen in Offenbach - Corona-Kennwert bei 316,2

Aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen in Offenbach hat die Stadt verstärkte Maskenkontrollen angekündigt. Die Stadtpolizei hatte bereits am Mittwoch, unterstützt von zwölf Bundespolizisten, in der Innenstadt Kontrollen durchgeführt. 

"Insgesamt mussten rund 100 Menschen mit einer Strafe daran erinnert werden, dass in Hessen die Maske überall dort getragen werden muss, wo der Abstand von mindestens anderthalb Meter nicht eingehalten werden kann", sagte Bürgermeister Peter Freier am Donnerstag. In den kommenden Tagen würden weitere Kontrollen folgen.

In Offenbach lag die Zahl der Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag bei 316,2 - das ist der höchste Wert in ganz Hessen. Binnen 24 Stunden wurden in der Stadt 71 neue Corona-Fälle registriert. In der gesamten Offenbacher Innenstadt gilt eine strikte Maskenpflicht. Das bedeutet auch, dass dort weder gegessen, getrunken oder geraucht werden darf.

Ein Paar sitzt auf dem Marktplatz von Offenbach vor einem Plakat mit der Aufschrift "Bitte beachten: Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt. Corona stoppen!".
Ein Paar sitzt auf dem Marktplatz von Offenbach vor einem Plakat mit der Aufschrift "Bitte beachten: Maskenpflicht auf dem Wochenmarkt. Corona stoppen!".  © DPA/Arne Dedert

Update, 12. November, 15.30 Uhr: Scholz kündigt Aufstockung der Novemberhilfen an

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat eine Aufstockung der Novemberhilfen angekündigt. Es würden sicherlich mehr als die 10 Milliarden Euro, die bisher diskutiert worden seien, sagte Scholz am Donnerstag in Berlin. Es könnten ein paar Milliarden Euro mehr sein. Dies hänge aber davon ab, in welchem Umfang die Hilfen in Anspruch genommen werden.

Scholz bestätigte, dass es zunächst Abschlagszahlungen geben solle, damit erste Gelder schnell fließen könnten. Das Geld kommt früheren Angaben der Regierung zufolge aus einem bestehenden Topf für Überbrückungshilfen, der bisher bei weitem nicht ausgeschöpft ist.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro erhalten, Unternehmen von bis zu 10.000 Euro.

Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die von behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Es sollen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden.

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen.
Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen.  © dpa/Kay Nietfeld

Update, 12. November, 15.25 Uhr: Sportminister: Vereine in Corona-Krise nicht im Regen stehen lassen

Sportvereine müssen in der Corona-Pandemie nach Auffassung der Sportminister der Länder besser geschützt und unterstützt werden. Die Ressortchefs der 16 Bundesländer forderten den Bund am Donnerstag in einem gemeinsamen Beschluss auf, die im November unter anderem für Unternehmen entwickelten außerordentlichen Wirtschaftshilfen unbürokratisch auch für den Sport zugänglich zu machen.

"Die Pandemie verlangt den Vereinen auf allen Ebenen viel ab, für manche ist sie existenzbedrohend", sagte der rheinland-pfälzische Sport- und Innenminister Roger Lewentz (SPD) bei der 44. Sportministerkonferenz (SMK). "Bund und Länder dürfen die Vereine und die Selbstständigen im Sport jetzt nicht im Regen stehen lassen." Lewentz (SPD) leitete die Online-Konferenz stellvertretend für die SMK-Vorsitzende und Bremer Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne).

In Zeiten der pandemiebedingten Verbote und Einschränkungen für die Angebote von Vereine hob die SMK die besondere Bedeutung des Schulfachs Sport hervor. Der Schulsport müsse im vorgesehenen Umfang umgesetzt werden. "Wir wissen um die besondere Bedeutung von Sport und Bewegung für die Gesundheit und die psychomotorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen", so Lewentz.

Der leere Sportplatz eines Vereins in Potsdam.
Der leere Sportplatz eines Vereins in Potsdam.  © dpa/dpa-Zentralbild/Soeren Stache

Update, 12. November, 15.20 Uhr: Schätzer: Steuereinnahmen 2021 minimal höher als gedacht

Trotz der anhaltenden Corona-Krise können Bund, Länder und Kommunen im nächsten Jahr mit 3,4 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen rechnen als noch im September erwartet. 

Wie das Finanzministerium am Donnerstag bekanntgab, hoben die Steuerschätzer ihre Vorhersage für das laufende Jahr sogar um 10,6 Milliarden Euro an.

Ein Mann geht in Berlin am Bundesfinanzministerium vorbei.
Ein Mann geht in Berlin am Bundesfinanzministerium vorbei.  © dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Update, 12. November, 15.15 Uhr: Tageshöchstwert an Corona-Neuinfektionen in Thüringen

In Thüringen ist der bislang höchste Tagesanstieg bei Corona-Neuinfektionen erreicht worden. Seit Mittwoch haben sich weitere 374 Menschen nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, wie das Gesundheitsministerium unter Berufung auf das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Das sei die höchste Fallzahl, die seit Beginn der Pandemie in Thüringen gemeldet wurde, hieß es. Am Vortag waren es 202 Neuinfektionen.

Die Gesamtzahl der festgestellten Corona-Infektionen im Freistaat stieg damit seit dem Ausbruch der Pandemie auf 9746. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg innerhalb eines Tages um sechs auf 234.

Fast ganz Thüringen ist gegenwärtig auf der Corona-Landkarte rot gefärbt und gilt damit als Risikogebiet. Einzig der Wartburgkreis mit Eisenach, der Kreis Nordhausen und Gotha liegen noch unter dem entscheidenden Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

In Erfurt gilt teils im Freien eine Maskenpflicht.
In Erfurt gilt teils im Freien eine Maskenpflicht.  © dpa/dpa-Zentralbild/Martin Schutt

Update, 12. November, 15.10 Uhr: Bayerns Corona-Impfzentren sollen Mitte Dezember bereit sein

Bayerns Corona-Impfzentren sollen bis zum 15. Dezember einsatzbereit sein. Wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag bestätigte, sind alle Städte und Landkreise im Freistaat aufgefordert, bis Mitte Dezember mindestens ein solches Zentrum zu errichten und zu betreiben. Am Montag hatte das Ministerium ein Schreiben mit der entsprechenden Aufforderung an die Kommunen gerichtet. 

Sobald der Impfstoff verfügbar sei, solle es keine Verzögerungen "zum Beispiel durch die anstehenden Weihnachtsfeiertage" geben, sagte Huml. In seiner Nationalen Impfstrategie rechnet der Bund frühestens im ersten Quartal 2021 mit einer Zulassung von Impfstoffen.

Die Kosten für die geplanten Impfzentren übernimmt demnach der Freistaat, soweit diese nicht von anderen Trägern erstattet werden. Aufbau und Betrieb könnten auch an externe Firmen vergeben werden. Auch mobile Teams sollen laut Gesundheitsministerium bis Mitte Dezember bereitstehen, um innerhalb von zwei Tagen nach Auslieferung des Impfstoffs mit den Impfungen in Einrichtungen wie Pflegeheimen beginnen zu können.

Melanie Huml (CSU), Gesundheitsministerin von Bayern.
Melanie Huml (CSU), Gesundheitsministerin von Bayern.  © dpa/Sven Hoppe

Update, 12. November, 15.05 Uhr: Baden-Württembergs Studenten nutzen in Corona-Zeiten Mensa to go

Trotz Teil-Lockdowns müssen viele Studenten in Baden-Württemberg nicht auf ihr Essen aus der Mensa verzichten. Etwa in Freiburg, Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim gibt es die Mensa to go. In Freiburg ist das Angebot im Vergleich zu normalen Zeiten aber stark abgespeckt: Es gibt nach Angaben des Studierendenwerks immer nur ein Gericht - leicht zu verpacken und vegetarisch. Pro Tag würden etwa 650 Portionen verkauft. Das sei etwa ein Siebtel der Menge vor Corona.

In Stuttgart hat man auf einen «Notspeiseplan» umgestellt: Täglich würden an den zwei noch geöffneten Mensen die sogenannten Preisrenner - die günstigsten Gerichte - angeboten, hieß es beim Studierendenwerk. In Karlsruhe haben die Studenten die Wahl zwischen drei Gerichten.

Ganz geschlossen sind die Mensen dagegen in Ulm und Tübingen. In Ulm gibt es warme Speisen aber etwa am Imbisswagen. In Tübingen bieten die Cafeterien Snacks to go an. Die abgelegeneren Standorte seien allerdings nicht besonders gut besucht, hieß es beim Studierendenwerk. Viele Studenten seien wegen der Online-Lehre einfach nicht auf dem Campus. 

Studierende stehen in einer Schlange in der Mensa in der Freiburger Rempartstraße.
Studierende stehen in einer Schlange in der Mensa in der Freiburger Rempartstraße.  © dpa/Philipp von Ditfurth

Update, 12. November, 15 Uhr: Das könnte sich beim Drogeriemarkt dm durch die Corona-Pandemie ändern

Seltenere aber umfangreichere Einkäufe, weniger in der Stadt und an Bahnhöfen, mehr in Fachmarktzentren. Auch das Drogeriemarktunternehmen dm spürt die Veränderungen im Einkaufsverhalten vieler Menschen während der Coronavirus-Pandemie.

Ob Konsequenzen für das Filialnetz folgen, sei offen, sagte dm-Chef Götz Werner am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahreszahlen in Karlsruhe. Der Bedarf der Kunden ließe sich "künftig womöglich grundsätzlich auch mit weniger stationären Filialen decken".

Mehr Details zu den möglichen Plänen, gibt's >>> hier.

Bei dm könnte sich durch die Corona-Pandemie einiges ändern.
Bei dm könnte sich durch die Corona-Pandemie einiges ändern.  © dpa/Sebastian Gollnow

Update, 12. November, 14.55 Uhr: Schließung von Fitnessstudios unzulässig: Bayerisches Gericht kippt Corona-Verordnung

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat zehn Tage nach Beginn des Teil-Lockdowns erstmals eine Corona-Verordnung gekippt. Die komplette Schließung von Fitnessstudios ist demnach unzulässig.

Damit ist die Regelung in der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die den Betrieb von Fitnessstudios vollständig untersagt, außer Vollzug gesetzt. Mehr dazu >>> hier.

Fitnessstudios in Bayern dürfen wieder öffnen.
Fitnessstudios in Bayern dürfen wieder öffnen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 12. November, 14.50 Uhr: Spezielle Zonen sollen Tourismus in Israel ermöglichen

Die israelische Regierung will auch in Corona-Zeiten Urlaube ermöglichen. In dem Land sollen in Kürze spezielle Tourismus-Zonen eingerichtet werden. Diese umfassen die Stadt Eilat und Gegenden am Toten Meer, wie das Tourismusministerium am Donnerstag mitteilte. Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben hatte das israelische Parlament am späten Mittwochabend beschlossen. Dabei geht es vorerst nur um inländischen Tourismus, nicht um Besucher aus dem Ausland. In anderen Regionen des Landes bleiben Hotels und Restaurants vorerst geschlossen.

Ein Sprecher des Tourismusministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur, Voraussetzung für das Betreten dieser sogenannten isolierten "Touristen-Inseln" sei ein negativer Corona-Test, der maximal 72 Stunden alt sein dürfe. An den Zufahrten zu den Zonen werde ein zusätzlicher Schnelltest gemacht. Die Ergebnisse müssten den Hotels beim Einchecken vorgelegt werden. 

Das Ministerium hofft, dass die Test-Logistik in der zweiten Hälfte der kommenden Woche bereitsteht. Die Corona-Krise macht der Tourismusindustrie in Israel schwer zu schaffen. Die Einreise in das Land ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Menschen genießen das warme Wetter am Strand von Aschkelon.
Menschen genießen das warme Wetter am Strand von Aschkelon.  © dpa/Xinhua/Gil Cohen Magen

Update, 12. November, 14.45 Uhr: Stempel von totem Arzt - Gefälschtes Attest gegen die Maskenpflicht

Mit dem Stempel eines toten Arztes soll ein Mann ein Attest gefälscht haben, um sich vor dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu drücken. In der Wohnung des 54-Jährigen im Süden Baden-Württembergs seien der Rezeptstempel des verstorbenen Mediziners und weiteres Beweismaterial gefunden worden, teilte die Freiburger Polizei am Donnerstag mit. 

Wahrscheinlich seien weitere unechte Atteste im Umlauf, eines sei bereits an einer Schule am Bodensee aufgetaucht.

Auf den Mann wurde die Polizei aufmerksam, weil er ohne Maske in einem Einkaufsmarkt unterwegs war. Als er deswegen mit dem Leiter des Geschäfts in Streit geriet, zeigte er das Attest über seine Befreiung von der Maskenpflicht vor, wie die Polizei mitteilte. Ermittlungen ergaben demnach, dass der Arzt, der das Papier angeblich ausgestellt hatte, nicht mehr lebte. 

Eine junge Frau mit einem ärztlichen Attest, das sie vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes freistellt, wird von der Polizei kontrolliert.
Eine junge Frau mit einem ärztlichen Attest, das sie vom Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes freistellt, wird von der Polizei kontrolliert.  © dpa/David Young

Update, 12. November, 14.40 Uhr: Merkel spricht mit Azubis: Müssen durch schwere Wintermonate kommen

Auch für Auszubildende sind es gerade schwierige Zeiten - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihnen nun versucht, Mut zu machen. Merkel sagte am Donnerstag bei einem virtuellen Gespräch mit Auszubildenden: "Wir hoffen ja, dass wir dann, wenn wir durch den November sind, auch wieder Licht am Ende des Tunnels sehen." Sie sagte aber auch, man müsse nun durch "schwere Wintermonate" hindurch.

Auf eine Frage eines Azubis, wie sie die Lage in Gastronomiebetrieben sehe, die im November geschlossen haben, sagte die Kanzlerin, sie sehe die Zukunft positiv. Zunächst aber habe man eine "Durststrecke", solange es keinen Impfstoff gebe.

Merkel nahm sich 90 Minuten Zeit, um mit insgesamt 18 Azubis und Ausbildern zu reden und sie nach ihren Erfahrungen in der Pandemie zu fragen. Es war der Auftakt zu einer neuen Dialogreihe.

Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr deutliche Auswirkungen auf die Situation am Ausbildungsmarkt. Die Berufsorientierung war deutlich schwieriger, so fielen Ausbildungsmessen und andere Veranstaltungen aus. In vielen Branchen sind weniger Ausbildungsverträge geschlossen worden. Auszubildende berichteten von ihrer Arbeit im Home Office und von Problemen bei der Digitalisierung in Berufsschulen. Merkel versprach Besserung und betonte die Bedeutung der beruflichen Bildung, diese sei genauso wichtig wie ein Studium.

Das Virus verlange allen viel ab, gerade auch jungen Leuten, sagte die Kanzlerin mit Blick auf Kontaktbeschränkungen. An eine Auszubildende stellte sie die Frage, es gebe ja keine Partys und keine Disco, ob das Leben denn sehr trübsinnig sei? Die Antwort war im Sinne Merkels: Natürlich fehlten die Kontakte, es gehe aber darum, sich nun gegenseitig zu schützen und nicht egoistisch zu sein.

Dann wurde die Kanzlerin gefragt, ob sie auch mal zur Ruhe komme bei dem ganzen Regierungsstress. Merkel antwortete, sie versuche, an die frische Luft zu gehen oder einen Film zu sehen und auch mal abzuschalten - man könne nicht nur über das Coronavirus nachdenken. Sie habe schon unbeschwertere Zeiten gehabt, aber das gehe ja vielen Menschen so.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt an der neuen digitalen Dialogreihe "Die Bundeskanzlerin im Gespräch" teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt an der neuen digitalen Dialogreihe "Die Bundeskanzlerin im Gespräch" teil.  © dpa/AFP Pool/John Macdougall

Update, 12. November, 14.21 Uhr: EU-Abgeordnete kritisieren Präsidium für Corona-Einschränkungen

Liberale und Christdemokraten im Europaparlament haben ihren Unmut über coronabedingte Einschränkungen im Parlamentsbetrieb kundgetan. "Das Europäische Parlament ist ein rechtsfreier Raum geworden", sagte der CDU-Europaparlamentarier Sven Simon am Donnerstag in Brüssel.

Rechtsstaatlichkeit gelte dort nicht mehr. Er bezieht sich damit auf eine Präsidiumsentscheidung, wegen der Corona-Krise zunächst keine Präsenzsitzungen mehr abzuhalten. Parlamentspräsident David Sassoli hatte Ende Oktober festgelegt, dass das Parlament nur aus der Ferne tagen solle. Trotz der Entscheidung nahmen einige Abgeordnete direkt an der Plenardebatte am Mittwoch und Donnerstag in Brüssel teil.

Simon zufolge gibt es keine Rechtsgrundlage für die Präsidiumsentscheidung. Es herrsche blanke Willkür. Die Liberale Sophia In 't Veld sagte, es sei keine demokratische Entscheidung gewesen. Der Abgeordnete Geoffroy Didier sprach von einem echten politischen Problem. Mit Flexibilität und Einfallsreichtum könnten aber Lösungen gefunden werden, etwa dass Parlamentarier vor einer Sitzung einen negativen Corona-Test vorzeigten.

Update, 12. November, 13.58 Uhr: Europol: Internationale Kriminelle wollen an Corona-Krise verdienen

Gefälschte Medikamente, wirkungslose Billig-Schutzkleidung, Betrug und Erpressung mit Hilfe des Internets - grenzüberschreitend agierende Kriminelle wollen aus den Folgen der Corona-Krise Kapital schlagen. Davor warnte die europäische Polizeibehörde Europol am Donnerstag in einem in Den Haag veröffentlichten Lagebericht.

Besonders besorgniserregend seien Versuche des sexuellen Missbrauchs von Kindern, die in der Pandemie mehr Zeit als sonst mit dem Surfen im Netz verbringen. Zudem seien Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen Ziele von Kriminellen, die Schadsoftware in Computer einschleusen, um dann Lösegeld zu fordern.

Länger anhaltende Lockdown-Maßnahmen könnten zu mehr Cybercrime-Aktivitäten führen, warnte Europol. Zu befürchten sei dann auch, dass durch eine verstärkte extremistische Propaganda die Radikalisierung von dafür anfälligen Personen zunimmt.

"Es ist jedoch ermutigend, zu sehen, wie effektiv Strafverfolgungsbehörden in der gesamten EU kooperieren, um innerhalb kurzer Zeit gegen Gefährdungen der Sicherheit vorzugehen, die mit Covid-19 zusammenhängen", sagte Europol-Exekutivdirektorin Catherine de Bolle. 

Catherine De Bolle ist die Direktorin der europäische Polizeibehörde Europol.
Catherine De Bolle ist die Direktorin der europäische Polizeibehörde Europol.  © Carsten Rehder/dpa

Update, 12. November, 13.28 Uhr: Mehr Corona-Patienten auf der Intensivstation

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter an. 

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin meldete am Donnerstag, dass 3186 Covid-Patienten auf Intensivstation liegen (Stand 12.11., 12.15 Uhr).

Das ist ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Vortag waren es noch 59 weniger. Etwas mehr als die Hälfte der Intensiv-Patienten muss demnach invasiv beatmet werden, rund 6600 Betten sind frei.

Update, 12. November, 13.11 Uhr: Novemberhilfen: Altmaier plant zunächst Abschlagszahlungen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei den Novemberhilfen zunächst Abschlagszahlungen. Damit sollen erste Gelder noch bis Ende des Monats bei den vom Teil-Lockdown Betroffenen ankommen.

Wie es hieß, sollen Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro erhalten, Unternehmen von bis zu 10.000 Euro. Details zu den Auszahlungen der Hilfen will das Ministerium noch am Donnerstag bekanntgeben.

Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die von behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Es sollen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden. An der Umsetzung wird aber noch gearbeitet.

Peter Altmeier (CDU) ist Deutschlands Bundeswirtschaftsminister.
Peter Altmeier (CDU) ist Deutschlands Bundeswirtschaftsminister.  © Frank Molter/dpa

Update, 12. November, 12.23 Uhr: Kritik an früheren Weihnachtsferien in NRW - Betreuungsfrage offen

Nachdem die nordrhein-westfälische Landesregierung bekanntgegeben hat, die Weihnachtsferien vorziehen zu wollen, wächst die Kritik an dem Plan. Unter anderem ist nach Ansicht der Lehrergewerkschaft GEW vor allem die Frage offen, wer die Kinder während der zusätzlichen Freizeit betreuen soll.

NRW-Schulminister Yvonne Gebauer (FDP) hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass am 21. und 22. Dezember kein Schulunterricht stattfinden soll. Eltern, die am 21. und 22. noch arbeiten müssen, hätten ein Problem, meint die GEW.

"Aus Sicht der Familien kann die Maßnahme nur dann sinnvoll sein, wenn die Betreuung der Kinder gesichert ist und wenn sie wirklich die Zeit als vorgezogene Quarantäne nutzen, um zum Weihnachtsfest möglichst infektionsfrei zu sein", sagte dazu die GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern am Donnerstag der dpa. Nicola Stroop, Vorstand des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter in NRW, wurde noch deutlicher: "Die Ankündigung von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, die Weihnachtsferien vorzuverlegen, ist für Alleinerziehende eine Hiobsbotschaft."

Update, 12. November, 12.05 Uhr: Ärzteverbandschefin für bundesweit einheitliche Test-Regelung

Die Verbandschefin der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst hat sich gegen Bayerns Sonderweg mit kostenlosen Corona-Tests auch für symptomfreie Menschen ausgesprochen.

"Ich fände es richtig, wenn wir bundesweit einheitliche Regelungen hätten, auch, was das Testen angeht, da mittlerweile das Infektionsgeschehen in fast allen Bundesländern die kritischen Marken überschritten hat", sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert der Zeitschrift "Kommunal" (Donnerstag).

In Bayern kann sich anders als in anderen Bundesländern jeder ohne Anlass kostenlos testen lassen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern gab es dort zuletzt mit einer Auslastung von rund 60 Prozent noch keine Kapazitätsprobleme in den Laboren.

Ute Teichert-Barthel ist die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. (Archivbild)
Ute Teichert-Barthel ist die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. November, 11.38 Uhr: 500 Millionen Dollar für Anti-Corona-Projekt bei Friedensforum

Beim Pariser Friedensforum sollen rund 500 Millionen US-Dollar (rund 424 Millionen Euro) zugunsten des internationalen Projekts ACT-A für Impfstoffe, Medikamente und Tests gegen das Coronavirus zugesagt werden. Das teilten die Veranstalter am Donnerstag in Paris mit.

Frankreich werde 100 Millionen Euro ankündigen, Spanien 50 Millionen Euro und die EU-Kommission 100 Millionen Euro. Ein bedeutender Beitrag werde auch von der Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda erwartet

Das Projekt ACT Accelerator (ACT-A) der Weltgesundheitsorganisation WHO soll Forschung und Entwicklung in drei Säulen beschleunigen - Tests, Medikamente und Impfstoffe. Es soll zudem die faire Verteilung weltweit sicherstellen. Beim Friedensforum, zu dem rund 60 Chefs von Staaten, Regierungen oder internationalen Organisationen erwartet werden, geht es vor allem um eine internationale Antwort auf die Corona-Krise.

Update, 12. November, 11.30 Uhr: Neuer Höchstwert: Mehr als 144.000 Corona-Neuinfektionen in den USA

Die USA haben den zweiten Tag in Folge einen Höchststand an täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Für Mittwoch wurden 144.133 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstag hervorgeht.

Das ist der höchste Wert für Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 binnen 24 Stunden seit Beginn der Pandemie. Zugleich korrigierte die Universität die Zahl vom Dienstag - der bis dahin höchste Tageswert - von 136.325 auf 140.290 nach oben.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 10,4 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, wie die Universität am Donnerstag auf ihrer Homepage weiter mitteilte. Demnach starben dort bisher rund 241.800 Menschen in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Seit einer Woche liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen nach der Statistik der Johns-Hopkins-Universität bei mehr als 100.000.

In den USA haben sich bereits mehr als 10 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
In den USA haben sich bereits mehr als 10 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.  © Frank Franklin Ii/AP/dpa

Update, 12. November, 11.14 Uhr: Verband warnt: Corona-Krise darf nicht zur Ausbildungskrise werden

Der Bundesverband der Freien Berufe hat davor gewarnt, dass die Corona-Krise zu einer tiefgreifenden Ausbildungskrise wird. Präsident Wolfgang Ewer sagte am Donnerstag: "Wir müssen alle Kräfte aufbieten, um möglichst vielen jungen Menschen ihren beruflichen Start durch eine Ausbildung zu ermöglichen."

Die Auszubildenden von heute seien die Fachkräfte von morgen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte am Vormittag zum Start einer neuen Dialogreihe mit Auszubildenden über ihre Erfahrungen in der Pandemie sprechen.

Ewer forderte Nachbesserungen bei den vom Bund beschlossenen finanziellen Anreizen, damit Betriebe in der Krise weiter ausbilden. "In einer solchen Situation mit großer Gefahr für den Erhalt der Ausbildungsleistungen muss alles mobilisiert werden, jeder Betrieb, der mehr tut als bisher und damit entlastet, sollte gefördert werden."

Update, 12. November, 11.07 Uhr: RKI-Chef Wieler: Zu früh für Urteil über Teil-Lockdown

Für eine Beurteilung der Effekte des derzeitigen Teil-Lockdowns wegen der Corona-Pandemie ist es aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) noch zu früh. Man müsse abwarten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin.

Wie schnell das Infektionsgeschehen abgebremst werden könne, hänge vom Verhalten der Menschen ab. Im Winter sei es schwieriger, weil man mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringe - das bedeutet bessere Bedingungen für Ansteckungen.

Wieler rief erneut zum Einhalten der Maßnahmen auf: Regeln wie Abstandhalten, Tragen von Mund-Nasen-Schutz, Hygiene und Lüften würden die Menschen noch lange begleiten. "Wir müssen noch ein paar Monate die Pobacken zusammenkneifen", sagte er.

Lothar Wieler ist der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI).
Lothar Wieler ist der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI).  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 12. November, 11.03 Uhr: Finnlands Sanna Marin: Europa braucht einheitliche Corona-Strategie

Finnland wünscht sich ein einheitliches Vorgehen Europas bei der Bekämpfung des Coronavirus. Die EU benötige eine gemeinsame Strategie beim Testen und der Nachverfolgung der Infektionen, bei Quarantänebestimmungen und anderen Bereichen der öffentlichen Gesundheit, schrieb die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin in einem Meinungsbeitrag auf dem Internetportal "Politico Europe".

Die Ausbreitung des Coronavirus schnell unter Kontrolle zu bekommen, sei nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht unerlässlich. "Der einzige Weg, um unsere Wirtschaft zu retten, besteht darin, das Virus zu besiegen", so Marin. Europa spüre noch immer die Auswirkungen vorheriger Corona-Restriktionen und könne sich keine langfristige wirtschaftliche Rezession mit daraus resultierenden Firmeninsolvenzen und wachsenden Arbeitslosenzahlen leisten.

Finnland hat wie mehrere andere EU-Staaten den Reiseverkehr ins und aus dem Ausland mit bestimmten Maßnahmen beschränkt. Dazu schrieb Marin, diese Maßnahmen könnten nur auf sichere Weise aufgehoben werden, wenn Testanforderungen für Passagiere, eine gegenseitige Anerkennung der Tests und effektive wie einheitliche Quarantäneverfahren festgelegt würden.

Sanna Marin ist die Premierministerin von Finnland.
Sanna Marin ist die Premierministerin von Finnland.  © Moilanen/Lehtikuva/dpa

Update, 12. November, 10.55 Uhr: Spezielle Zonen sollen Tourismus in Israel ermöglichen

Die israelische Regierung will auch in Corona-Zeiten Urlaube ermöglichen. In dem Land sollen in Kürze spezielle Tourismus-Zonen eingerichtet werden. Diese umfassen die Stadt Eilat und Gegenden am Toten Meer, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Ein entsprechendes Gesetzesvorhaben hatte das israelische Parlament am späten Mittwochabend beschlossen. Dabei geht es vorerst nur um inländischen Tourismus, nicht um Besucher aus dem Ausland. In anderen Regionen des Landes bleiben Hotels und Restaurants vorerst geschlossen.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur, Voraussetzung für das Betreten dieser sogenannten isolierten "Touristen-Inseln" sei ein negativer Corona-Test, der maximal 72 Stunden alt sein dürfe. An den Zufahrten zu den Zonen werde ein zusätzlicher Schnelltest gemacht. Die Ergebnisse müssten den Hotels beim Einchecken vorgelegt werden. Das Ministerium hofft, dass die Test-Logistik in der zweiten Hälfte der kommenden Woche bereitsteht.

Update, 12. November, 10.46 Uhr: Maas hofft auf Stärkung der WHO nach Wahlsieg Bidens

Nach dem Sieg von Joe Biden gegen Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl setzt Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) darauf, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO bei der Pandemiebekämpfung wieder eine stärkere Rolle einnehmen kann.

Beim Pariser Friedensforum sagte er am Donnerstag, dass sowohl Vorsorge als auch Handlungsfähigkeit der WHO bei weltweiten Gesundheitskrisen verbessert werden könnten. "Und nach den US-Wahlen in der letzten Woche bin ich zuversichtlich, dass wir bei dieser Anstrengung auch wieder auf unsere amerikanischen Freunde werden zählen können."

Unter US-Präsident Trump haben die USA ihren Austritt aus der WHO eingereicht. Trump warf der Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben. Biden will aber mit der WHO weiter zusammenarbeiten.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hofft auf einen positiven Effekt durch den Sieg von Joe Biden bei den US-Wahlen.
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hofft auf einen positiven Effekt durch den Sieg von Joe Biden bei den US-Wahlen.  © Odd Andersen/AFP-POOL/dpa

Update, 12. November, 10.41 Uhr: RKI: Mehr Kliniken melden Engpässe - Ausfälle beim Personal

Immer mehr Kliniken in Deutschland melden laut Robert Koch-Institut (RKI) Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin und bezog sich auf Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Es komme zunehmend zu akuten Einschränkungen des Betriebs aufgrund von Personalmangel. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den Krankenhäusern war zuletzt deutlich gestiegen.

Wieler führte aus, durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten. Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze. Ziel sei nach wie vor, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf ein Level zu bringen, mit dem auch die Krankenhäuser umgehen können. Es gelte, so wenige Infektionen wie möglich zulassen.

Update, 12. November, 10.36 Uhr: Kroatiens Kapitän Vida spielte unwissentlich mit positivem Befund

Der kroatische Fußball-Nationalspieler Domagoj Vida hat unwissentlich mit einem positiven Corona-Befund gespielt. Während des Freundschaftsspiels gegen die Türkei (3:3) in Istanbul am Mittwochabend wurde der positive Test des Auswahlkapitäns bekannt, wie der kroatische Verband HNS mitteilte.

Das Ergebnis des 31-Jährigen sei in der Halbzeitpause eingetroffen. Vida war zu dem Zeitpunkt bereits für eine Auswechslung vorgesehen und wurde sofort isoliert.

Bei der eigentlichen Testreihe für das Türkei-Spiel sei Vida noch negativ gewesen. Bei den Abstrichen am Mittwochmorgen für die Nations-League-Partie am Samstag in Stockholm gegen Schweden wurde der Abwehrspieler dann positiv getestet, wie auch ein Mitglied des Betreuerstabes. Während der Profi von Besiktas Istanbul seine Quarantäne nun in Istanbul absolviert, soll der Rest des kroatischen Teams wie geplant nach Schweden reisen.

Der Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft Domagoj Vida (vorne grätschend, hier im Spiel gegen Frankreich am 14. Oktober) spielte gegen die Türkei eine Halbzeit lang mit, obwohl er mit Corona infiziert war.
Der Kapitän der kroatischen Nationalmannschaft Domagoj Vida (vorne grätschend, hier im Spiel gegen Frankreich am 14. Oktober) spielte gegen die Türkei eine Halbzeit lang mit, obwohl er mit Corona infiziert war.  © Darko Bandic/AP/dpa

Update, 12. November, 10.14 Uhr: RKI: Corona-Lage weiter sehr ernst - aber vorsichtiger Optimismus

Die Corona-Lage in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter sehr ernst. Das Infektionsgeschehen nehme immer noch praktisch in ganz Deutschland zu, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin.

Die rund 22.000 Infizierten, die zuletzt innerhalb von 24 Stunden bundesweit gemeldet wurden, könnten weitere Menschen anstecken. Auch die Zahl der schweren Krankheitsverläufe und der Todesfälle werde mit zeitlichem Verzug weiter steigen. Wieler mahnte, man müsse damit rechnen, dass Kliniken an Kapazitätsgrenzen stoßen.

Vorsichtig optimistisch stimme ihn aber, dass die Kurve der Neuinfektionen zuletzt weniger steil gestiegen sei. Noch wisse man aber nicht, ob es sich dabei um eine stabile Entwicklung handelt. Es sei abzuwarten, ob sich dies fortsetzt.

Update, 12. November, 9.31 Uhr: SPD-Chef für weitere Hilfen, falls Teil-Shutdown anhält

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat sich für weitere finanzielle Hilfen ausgesprochen für den Fall, dass der coronabedingte Teil-Shutdown im Dezember bestehen bleibt.

"Wir haben jetzt in die Kasse gegriffen, und wenn man dieselben Auflagen wieder weiterführen würde, dann müssen wir natürlich dafür auch einspringen", sagte Walter-Borjans am Donnerstag im Deutschlandfunk. "Dafür hat Deutschland auch die Luft."

Bund und Länder hatten Zuschüsse von insgesamt rund 10 Milliarden Euro angekündigt für Betriebe, die vom coronabedingten Teil-Shutdown im November besonders betroffen sind, etwa Gastronomie- und Kultureinrichtungen.

Norbert Walter-Borjans ist der Vorsitzende der SPD.
Norbert Walter-Borjans ist der Vorsitzende der SPD.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 12. November, 8.55 Uhr: Britische Wirtschaft erholt sich stark von Corona-Einbruch

Die Wirtschaft Großbritanniens hat sich in den Sommermonaten stark vom Corona-Einbruch im Frühjahr erholt. Im dritten Quartal sei die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 15,5 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Donnerstag in London mit.

Damit konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa einen großen Teil des Corona-Einbruchs wieder wettmachen. Im zweiten Quartal war die britische Wirtschaftsleistung wegen der harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie um 19,8 Prozent im Quartalsvergleich geschrumpft.

Außerdem meldete das Statistikamt einen Anstieg der Industrieproduktion im September. Diese habe im Monatsvergleich um 0,5 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt weiter mit. Analysten hatten im Schnitt zwar einen stärkeren Zuwachs um 1,0 Prozent erwartet, allerdings fiel der September-Anstieg stärker als im Vormonat aus. Im August war die britische Industrieproduktion nur um 0,3 Prozent gestiegen.

Update, 12. November, 8.26 Uhr: Spahn: Keine Feiern mehr in diesem Winter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht auch über die aktuellen Maßnahmen im November hinaus von coronabedingt harten Einschränkungen aus. "Wir müssen es miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen mit niedrigeren Zahlen auf einem niedrigeren Niveau", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio mit Blick auf die Infektionszahlen.

Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe er "in diesem Winter nicht mehr". Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, "heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern als wäre nichts gewesen".

Die Lage verlange Geduld: "Dieses Virus hat sehr lange Bremsspuren." Pläne zu vorgezogenen Weihnachtsferien wie in Nordrhein-Westfalen nannte Spahn "einen pragmatischer Ansatz, den man diskutieren, den man machen kann". Spahn wollte dazu keine Empfehlung abgeben, das sei Ländersache auch mit Blick auf die jeweilige Infektionslage. "Was mir sehr wichtig ist, dass es Planbarkeit gibt für Eltern, Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher".

Jens Spahn (CDU) ist der deutsche Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (CDU) ist der deutsche Bundesgesundheitsminister.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 12. November, 8.12 Uhr: Erster lokaler Corona-Fall in Neuseeland seit August

In Neuseeland ist erstmals seit August wieder ein lokal übertragener Corona-Fall bestätigt worden. Derzeit werde überprüft, wo sich die junge Frau in der Metropole Auckland angesteckt haben könnte, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit.

Im Geschäftszentrum der Stadt wurden die Menschen aufgefordert, wenn möglich zunächst im Homeoffice zu arbeiten. Neuseeland sei aber weiter in einer "sehr starken" Position, um das Virus im Griff zu haben, sagte der neue Minister für Covid-19-Bekämpfung, Chris Hipkins.

"Im Rest der Welt tobt Covid-19 weiter und wird noch einige Zeit eine erhöhte Bedrohung darstellen." Der Pazifikstaat hatte das Virus im Oktober bereits zum zweiten Mal für besiegt erklärt. Die Menschen dort sind zu einer weitgehenden Normalität zurückgekehrt und brauchen nicht einmal Masken zu tragen.

Update, 12. November, 7.49 Uhr: Lufthansa startet Probelauf für Corona-Schnelltests

Die Lufthansa hat auf der Fluglinie München-Hamburg mit dem angekündigten Probelauf mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere begonnen. Vor dem Start der ersten Maschine des Tages vom Münchner Flughafen nach Hamburg am Donnerstagmorgen um 9.10 Uhr sollten sämtliche Passagiere getestet werden.

Ersatzweise konnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen. Die Antigen-Schnelltests weisen nicht den Covid-19-Erreger als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests.

Die Lufthansa leidet in der Corona-Krise unter hohen Verlusten. Nun wagt sie ein Schnelltest-Experiment.
Die Lufthansa leidet in der Corona-Krise unter hohen Verlusten. Nun wagt sie ein Schnelltest-Experiment.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. November, 7.34 Uhr: US-Eishockey-Liga NHL plant wegen Corona große Umstrukturierungen

Die Verantwortlichen der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL planen angesichts der Corona-Pandemie für die kommende Saison Neustrukturierungen, einen reduzierten Spielplan und kurzzeitige Hubs.

Demnach soll die Spielzeit nicht durchgängig in sogenannten abgeschotteten Blasen stattfinden, dafür könnte immer jeweils zehn bis zwölf Tage lang in einer Arena gespielt werden, wie Commissioner Gary Bettman sagte.

"Man spielt ein paar Spiele ohne zu reisen, dann geht's zurück, nach Hause für eine Woche, zu den Familien", erläuterte Bettman. Zudem werde überlegt, die Divisionen geografisch anzupassen, um Reisen zu verringern. Denkbar ist etwa eine rein kanadische Division. Auch ein reduzierter Spielplan wird diskutiert. Die NHL hofft nach wie vor auf einen Saisonstart am 1. Januar.

Update, 12. November, 7.01 Uhr: Siemens kommt mit Milliardengewinn durch die Corona-Krise

Siemens verdient trotz Corona-Krise Milliarden. Zwar sank der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um ein Viertel, doch unter dem Strich steht immer noch ein Plus von 4,2 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in München mitteilte.

Siemens habe "ein bemerkenswertes Geschäftsjahr mit einem starken vierten Quartal abgeschlossen", sagte der scheidende Konzernchef Joe Kaeser. Die Jahreszahlen sind die letzten, die er verantwortet. Im Februar soll er von seinem Stellvertreter Roland Busch abgelöst werden.

Allein von Juli bis September verdiente Siemens 1,9 Milliarden Euro - trotz Corona-Krise.
Allein von Juli bis September verdiente Siemens 1,9 Milliarden Euro - trotz Corona-Krise.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. November, 6.39 Uhr: 21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht.

Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19.990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 727.553 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 215 auf insgesamt 11.982. Das RKI schätzt, dass rund 467.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Laut den Statistiken der Johns Hopkins Universität in Baltimore fallen die Zahlen noch etwas höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 738.094 Infektionen und 11.994 Todesfälle in Folge einer Covid-Erkrankung.

Update, 12. November, 6.15 Uhr: Entwicklungsminister: Ein Impfstoff gegen Corona wird nicht reichen

Entwicklungsminister Gerd Müller hat die Forderung nach einer Versorgung auch ärmerer Staaten mit Impfstoffen gegen das Coronavirus bekräftigt. Dabei wolle er erreichen, dass eine Verteilung auch innerhalb der Länder fair erfolge, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir dürfen vor allem die Menschen in den Flüchtlingslagern nicht vergessen", sagte Müller. "Uns muss klar sein: Corona besiegen wir nur weltweit oder gar nicht."

"Die Erfahrung zeigt, dass Impfstoffe in Entwicklungsländern erst mit großer Verzögerung zum Einsatz kommen. Das muss dieses Mal anders laufen", so Müller. "Denn obwohl der Impfstoff aus Mainz uns alle sehr hoffnungsvoll stimmt: An Transport und Lagerung des Impfstoffs werden sehr hohe Anforderungen gestellt, beispielsweise unterbrechungsfreie Tiefkühlketten", sagte Müller.

"Ein Impfstoff alleine wird daher nicht reichen. Wir brauchen weitere, die auch einfacher zu handhaben sind und so in entlegene Regionen gebracht werden können."

Gerd Müller (CSU) ist der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Gerd Müller (CSU) ist der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. November, 5.52 Uhr: Grüne warnen vor Aufweichen des Gesetzes für Fleischindustrie

Die Grünen haben Union und SPD aufgefordert, ihren Streit um die geplanten strengeren Regeln für Schlachthöfe rasch beizulegen. Es müsse endlich Schluss sein mit der systematischen Ausbeutung in der Fleischindustrie, sagte die Grünen-Expertin für Arbeitnehmerrechte, Beate Müller-Gemmeke, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das undurchsichtige Geflecht von Werkverträgen und Leiharbeit in den Schlachthöfen dürfe nicht bestehen bleiben.

Seit Wochen verzögert sich im Bundestag die weitere Beratung eines Gesetzes, das das Bundeskabinett nach massenhaften Corona-Infektionen in der Fleischindustrie auf den Weg gebracht hatte. Die Union verlangt Ausnahmen bei den geplanten strengeren Regeln etwa zugunsten mittelständischer Wursthersteller. Die SPD fürchtet nach eigenem Bekunden, dass die Fleischindustrie Schlupflöcher ausnutzen könnte.

Müller-Gemmeke sagte: "Der Streit der Koalition wird auf dem Rücken der Beschäftigten in der Fleischindustrie ausgetragen. Das ist unerträglich." Die Grünen-Politikerin warf CDU/CSU vor, dem Druck der Industrie nachzugeben. "Die Union arbeitet unter dem Einfluss der Fleischlobby weiter hartnäckig daran, das geplante Gesetz aufzuweichen." Sie forderte: "Das Gesetz muss aber endlich auf den Weg gebracht werden - immerhin wurde lautstark angekündigt, dass die Politik in der Fleischindustrie aufräumen wird."

Update, 12. November, 5.37 Uhr: Mit weniger Fahrgästen: Bahn hält durch Corona Kurs auf Pünktlichkeitsziel

Die Deutsche Bahn lässt ihre Kunden deutlich seltener warten als im vergangenen Herbst. Wie im September waren im Oktober 78,8 Prozent der Fernzüge pünktlich, wie ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Damit stieg der Pünktlichkeitswert bei ICE und Intercities um 5,8 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2019. Wegen der Corona-Pandemie fuhren mit dem Fernverkehr aber auch nur halb so viele Menschen wie vor der Krise.

Die Bahn wertet einen Halt als pünktlich, wenn der Zug weniger als sechs Minuten nach Plan eintrifft. Im vergangenen Jahr hatte die Bahn ihr Pünktlichkeitsziel knapp verfehlt. In diesem Jahr dürfte sie es erreichen: Außer im August lag sie bisher stets und teilweise deutlich über dem angepeilten Durchschnittswert von 78 Prozent - auch schon vor der Corona-Krise im Januar und Februar. Nach großen Problemen mit Verspätungen in den vergangenen beiden Jahren ist eine Rückkehr zum besseren Niveau der Jahre 2016 und 2017 in Sicht.

Wegen Corona fahren deutlich weniger Menschen als sonst mit dem Zug. Das ist schlecht für die Kassen der Bahn, aber es hilft ihr pünktlicher zu werden.
Wegen Corona fahren deutlich weniger Menschen als sonst mit dem Zug. Das ist schlecht für die Kassen der Bahn, aber es hilft ihr pünktlicher zu werden.  © Uwe Zucchi/dpa

Update, 12. November, 5.20 Uhr: Allein in Baden-Württemberg bereits mehr als 60.000 Verstöße gegen Corona-Auflagen

Die Polizei in Baden-Württemberg hat vom 23. März 2020 bis 9. Oktober 2020 mindestens 35.000 Verstöße gegen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gezählt.

Wie aus einer Antwort auf eine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Heinrich Fiechtner an das Innenministerium hervorgeht, gab es in dem Zeitraum insgesamt mindestens 63.000 Verstöße, unter anderem auch gegen das Verbot von Ansammlungen und privaten Veranstaltungen.

Update, 12. November, 5.04 Uhr: EU-Umfrage: Wunsch nach Innovationsschub für Gesundheit

Viele Bürger wünschen sich angesichts der Corona-Pandemie beim Blick auf künftige technologische Fortschritte vor allem Innovationen im Gesundheitswesen.

Die große Mehrheit der Deutschen - rund zwei Drittel - erwarte in den nächsten 15 Jahren durch technologischen Fortschritt positive Auswirkungen auf ihr Leben, ergab eine Umfrage in 27 EU-Ländern und Großbritannien im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

"Damit sind die Deutschen nicht so fortschrittsskeptisch wie oft unterstellt wird", hieß es in der am Donnerstag in Gütersloh veröffentlichten repräsentativen Umfrage.

Eine Umfrage zeigt: Ein Großteil der Deutschen wünscht sich mehr Innovationen - vor allem im Gesundheitswesen. (Symbolbild)
Eine Umfrage zeigt: Ein Großteil der Deutschen wünscht sich mehr Innovationen - vor allem im Gesundheitswesen. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 12. November, 4.51 Uhr: GfK: Bedarf an Küchengeräten in Corona-Krise gestiegen

Der Verkauf von Küchengeräten ist während der Coronakrise stark gestiegen. Manche Bereiche verzeichneten vor allem im Mai und Juni ein starkes Plus, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Demnach sei der Küchengerätemarkt im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,4 Prozent gestiegen. "Das hängt natürlich damit zusammen, dass es während des ersten Lockdowns und kurz danach eine starke In-Home-Orientierung bei den Konsumenten gab", so eine Sprecherin der GfK.

Auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sieht den derzeitigen Markt positiv. Es werde ein Umsatzplus für das Gesamtjahr 2020 bei Elektro-Haushalt-Kleingeräten von 10 bis 12 Prozent erwartet. In der Winterzeit werde zudem mit einem verstärkten Verkauf von Raclette- und Fonduegeräten gerechnet. Traditionell würden diese am stärksten im Dezember und November verkauft, so die GfK.

Update, 12. November, 4.42 Uhr: IOC-Chef Bach: Erste Impfwelle nicht für Olympioniken

Das IOC will vor den Sommerspielen in Tokio keine Vorzugsbehandlung für Olympia-Teilnehmer bei der Zuteilung eines Corona-Impfstoffs erwirken. "Die erste Impfwelle ist für die Menschen, die es brauchen, die Hochrisikogruppen - und das unterstützen wir sehr", sagte Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees.

Die Olympischen Spiele in Japan waren wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt worden. Zuletzt hatten die Planer mehrfach gewarnt, auch ein Impfstoff sei kein "Allheilmittel" für Olympia. Eine Taskforce erarbeitet derzeit ein Maßnahmenpaket für Spiele unter Corona-Bedingungen.

Über die Chancen auf einen Impfstoff sei das IOC in Gesprächen mit Herstellern und medizinischen Experten, ließ Bach nach einer Sitzung der IOC-Exekutive wissen. Eine Absage der Spiele schloss Bach aus. Vielmehr sei er "mehr und mehr zuversichtlich", dass auch eine "angemessene Zahl von Zuschauern" in den Arenen zugelassen werden kann.

Thomas Bach ist der der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees.
Thomas Bach ist der der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees.  © Greg Martin/IOC/dpa

Update, 12. November, 4.35 Uhr: Zoff mit Ungarn: EU droht mitten in Corona-Krise neue Zerreißprobe

In der EU eskaliert der Streit über ein Instrument zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur teilte Ungarn am Mittwochabend bei einer Sitzung der ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten mit, dem gerade erst mit dem Europaparlament abgestimmten Finanzpaket für die kommenden sieben Jahre nicht zustimmen zu können. Grund sei, dass die zusätzlich geplante Konditionalitätsregelung zum Schutz des EU-Haushalts gegen Absprachen der Staats- und Regierungschefs aus dem Monat Juli verstoße.

Sollte Ungarn den Ankündigungen Taten folgen lassen, könnten auch die geplanten europäischen Corona-Hilfen im Umfang von bis zu 750 Milliarden Euro nicht wie vorgesehen auf den Weg gebracht werden. Dies wiederum könnte für Länder wie Italien schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen haben.

Update, 12. November, 4.22 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert mehr Offenheit für Gentechnik

Die Fortschritte des Mainzer Unternehmens Biontech bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes sollten nach Ansicht von FDP-Chef Christian Lindner zu mehr Offenheit gegenüber der Gentechnik führen.

"Der Impfstoff-Erfolg von Biontech zeigt: Gentechnische Forschung kann ein Segen für die Menschheit sein. Gerade am Standort Deutschland ist offenbar ein großer Durchbruch gegen Corona gelungen", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. In Deutschland müsse eine Debatte über mehr Offenheit für Innovationen wie der Gentechnologie geführt werden.

"Wir brauchen mehr Forschungsfreiheit und weniger falsche Voreingenommenheit", sagte Lindner. "Allzu oft werden vor allem Risiken gesehen, wo in Wahrheit Chancen warten - sei es beim Kampf gegen Infektionskrankheiten oder der Sicherung der Welternährung." Die FDP fordere die Bundesregierung auf, ein Aktionsprogramm für den Gentechnik-Standort Deutschland vorzulegen. "Darin sollte es um bessere steuerliche Anreize, neue Konzepte für Wagniskapital und eine schnelle Anpassung von Gesetzen an den jeweiligen Stand der Forschung gehen."

Update, 12. November, 4.07 Uhr: Novemberhilfen: SPD kritisiert Altmaier wegen schleppender Umsetzung

Die SPD macht Druck auf Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), bei den Novemberhilfen für Firmen voranzukommen. "Ich erwarte, dass die Novemberhilfen auch wirklich im November fließen", sagte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Wirtschaftsminister war von A bis Z in die Programmentwicklung eingebunden, aber jetzt kriegt er das Geld nicht ausgegeben. Dabeisein und fleißige PR nützt nichts, wenn man dann seinen Job nicht auf die Reihe kriegt." Es sei weder klar, wer die Anträge prüfe, noch wer sie auszahle noch gebe es eine einheitliche Software, sagte Bartol. "Die Hilfen müssen schnell und rechtssicher an die Betroffenen gezahlt werden und dafür ist der Wirtschaftsminister verantwortlich."

Bund und Länder hatten einen Teil-Lockdown beschlossen, um die schnelle Ausbreitung des Virus zu stoppen. Gastronomiebetriebe, Freizeit- und Kultureinrichtungen mussten Anfang November für den gesamten Monat dicht machen. Der Bund hatte Zuschüsse angekündigt, die ein Volumen von insgesamt rund 10 Milliarden Euro haben sollen. Bisher aber ist unklar, ab wann Firmen die Zuschüsse beantragen können und wann die Gelder fließen.

SPD-Fraktionsvize Sören Bartol kritisiert Wirtschaftsminister Altmeier (CDU): "Uneingelöste Versprechen aus ministerieller Unfähigkeit rauben der Corona-Politik der Bundesregierung die Akzeptanz."
SPD-Fraktionsvize Sören Bartol kritisiert Wirtschaftsminister Altmeier (CDU): "Uneingelöste Versprechen aus ministerieller Unfähigkeit rauben der Corona-Politik der Bundesregierung die Akzeptanz."  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. November, 4 Uhr: Herzmediziner: Meiden von Kliniken gefährlicher als Infektionsrisiko

Herzspezialisten befürchten, dass Patienten erneut aus Angst vor einer Corona-Infektion den Kliniken fernbleiben. "Das Risiko, sich im Krankenhaus zu infizieren, ist um ein Vielfaches geringer als die Gefahr, nicht behandelt zu werden", sagte der Kardiologe Thomas Voigtländer der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Während der ersten Corona-Welle seien Auswertungen einer Krankenkasse zufolge über 40 Prozent weniger Patienten wegen dringlicher Herz-Kreislauf-Problemen ins Krankenhaus gekommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der stationär behandelten Herzinfarkt-Patienten sei um rund 30 Prozent gesunken. "Wir befürchten, dass das auch jetzt wieder passiert. Das wird nicht so stark ausfallen wie im Frühjahr, aber die Tendenz ist da."

"Die Kliniken sind trotz Pandemie für die Notfallversorgung gerüstet", sagte Voigtländer. Man habe seit dem Frühjahr "dazugelernt": Es gebe Schnelltests und genug Schutzausrüstung, Infizierte würden isoliert, die Konzepte seien differenzierter. Voigtländer erwartet auch nicht, dass erneut flächendeckend planbare Operationen verschoben werden müssten. Man dürfe trotz der Pandemie andere Krankheiten nicht aus dem Blick verlieren, sagte der Kardiologe.

Update, 12. November, 2.51 Uhr: Gewerkschaft fordert mehr Schutz vor Corona in Schulen

Die Lage der Schulen in der Corona-Pandemie sorgt weiter für Diskussionen. "So wie im Moment unterrichtet wird, sind die Gesundheitsrisiken für Schüler und Lehrer zu hoch", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, Marlis Tepe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

"Die Klassen müssen geteilt werden. Je eine Gruppe wäre dann in der Schule, eine zu Hause." Für die Schüler sei es besser, rechtzeitig Klassen zu teilen und so im Unterricht Abstände einzuhalten, als zu riskieren, dass immer mehr Klassen komplett in Quarantäne müssten.

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, sagte dem RND, die Bestimmungen der Gesundheitsbehörden seien sehr unterschiedlich. "Wird in dem einen Landkreis die ganze Klasse in Quarantäne gesetzt, sind es in dem anderen nur die direkten Banknachbarn - wenn überhaupt, weil ja gelüftet wurde." Das sei nicht nachvollziehbar und führe zu Unmut und Verunsicherung. Es brauche klare und transparente Regeln, wann wer in Quarantäne müsse.

Marlis Tepe ist die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW.
Marlis Tepe ist die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW.  © Britta Pedersen/dpa

Update, 12. November, 1.04 Uhr: Deutschlandweit rund 3000 Schulen wegen Corona nicht mehr im Regelbetrieb

Rund 3000 Schulen in Deutschland unterrichten nach Medienberichten wegen Corona nicht mehr im Regelbetrieb. Dabei geht es um Schulen, die nicht mehr vollständig Präsenzunterricht anbieten.

Zum Vergleich: In Deutschland gibt es rund 40.000 Schulen mit insgesamt 11 Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern. Allein in Nordrhein-Westfalen befänden sich nach Angaben des dortigen Kultusministeriums Schülerinnen und Schüler an 552 Schulen auf Anordnung der Gesundheitsbehörden in Quarantäne und würden digital unterrichtet.

In Bayern gebe es an 255 Schulen keinen regulären Präsenzunterricht mehr, in Baden-Württemberg an 273 Schulen. In Niedersachsen seien an 347 Schulen einzelne Klassen oder Jahrgänge vorübergehend aus dem Präsenzunterricht genommen und ins Homeschooling geschickt worden.

Update, 11. November, 21.55 Uhr: Steigende Corona-Zahlen: New York verschärft Maßnahmen

Angesichts steigender Corona-Zahlen will der US-Staat New York mit neuen Einschränkungen gegen einen drohenden Rückfall in die Pandemie vorgehen. Gouverneur Andrew Cuomo kündigte am Mittwoch (Ortszeit) an, dass Restaurants, Bars und Fitnessstudios um 22 Uhr schließen müssen. Zudem werden Treffen in Privathäusern auf maximal zehn Personen beschränkt. Die neuen Vorschriften sollen am Freitag in Kraft treten, teilte Cuomo mit.

"Es wird jeden Tag wirklich schlimmer", sagte der Gouverneur mit Verweis auf neue Corona-Höchststände in den USA. Falls die neuen Maßnahmen nicht ausreichen und die Zahlen "verrückt" ansteigen, dann könnte es auch zu einer kompletten Schließung von Innenräumen kommen, stellte Cuomo in Aussicht. Auch New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sprach am Mittwoch von der "letzten Chance", eine zweite Corona-Welle zu verhindern.

Der Bundesstaat New York und die darin gelegene gleichnamige Metropole an der US-Ostküste waren im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen dort stabilisiert, zuletzt hatte sich die Lage aber wieder angespannt.

In den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatte die Zahl der Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie am Montag die Marke von zehn Millionen überstiegen. Seit einer Woche liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen laut Statistik der Johns-Hopkins-Universität bei deutlich über 100.000. Mehr als 240.000 Menschen starben in den Vereinigen Staaten nach einer Infektion.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sieht in den Maßnahmen die "letzte Chance", eine zweite Corona-Welle zu verhindern.
New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sieht in den Maßnahmen die "letzte Chance", eine zweite Corona-Welle zu verhindern.  © Luiz Rampelotto/ZUMA Wire/dpa

Update, 11. November, 21.25 Uhr: 247 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist von Dienstag auf Mittwoch um 247 gestiegen. Das teilte die Landesregierung am Mittwochabend mit. Am Vortag waren es 252 Neuinfektionen, davor 215. Die Zahl der Todesfälle stieg um 5 auf 213. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 10.711 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 113 Covid-19-Patienten. Am Dienstag waren es 116, am Montag 126.

Update, 11. November, 21.10 Uhr: Kein Alkohol mehr in schwedischen Lokalen nach 22.00 Uhr

Schwedens Regierung will wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen den Verkauf von Alkohol in Gaststätten nach 22.00 Uhr verbieten. Bars und Kneipen müssen eine halbe Stunde später zudem schließen. Das kündigte Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch an. "Alle Indikatoren zeigen in die falsche Richtung", sagte er auf einer Pressekonferenz. Das Verbot soll am 20. November in Kraft treten und bis Ende Februar andauern. In Stockholm verboten die Behörden Besuche in Altenheimen, um Übertragungen einzudämmen.

Schweden hat mit seinem Sonderweg in der Corona-Krise international Schlagzeilen gemacht. Dort gibt es im Ländervergleich weniger Einschränkungen: Restaurants und Kneipen dürfen die Bürger dort weiterhin besuchen, allerdings mit maximal acht Personen am selben Tisch. Darüber hinaus gelten in vielen Regionen des Landes eindringliche Empfehlungen, Kontakte, den Nahverkehr und Veranstaltungen zu vermeiden. Das Land setzt vor allem auf die Vernunft jedes Einzelnen.

In den vergangenen Wochen war die Zahl der Neuinfektionen in Schweden stark angestiegen. Seit Beginn der Pandemie hat die Gesundheitsbehörde insgesamt 166.700 Infektionen und 6082 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Schweden hat gut zehn Millionen Einwohner. Zum Vergleich: In Deutschland, das mehr als achtmal so viele Einwohner hat, zählte das Robert Koch-Institut bislang 11.767 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Update, 11. November, 20.15 Uhr: Impfserum gegen Covid-19 wird in Südafrika produziert

Im Kampf gegen das Coronavirus wird Südafrika ein Produktionsstandort für ein neues Impfserum. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson habe ein entsprechendes Abkommen mit der südafrikanischen Aspen Pharmacare geschlossen, gab Präsident Cyril Ramaphosa am Mittwochabend in einer TV-Rede an die Nation bekannt. Es gebe einen weiteren Pharmakonzern, der ebenfalls an einem solchen Serum arbeite und in Südafrika produzieren wolle. Afrika allein dürfte nach Schätzungen rund 750 Millionen Dosen des Impfserums benötigen, im Gesamtwert von 12 Milliarden Dollar (rund 10 Mrd Euro).

Der Kap-Staat werde sich wieder dem internationalen Tourismus öffnen und auch alle Restriktionen beim Alkoholverkauf aufheben, kündigte Ramaphosa zudem an. Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in der mit Niedersachsen partnerschaftlich verbundenen Ostkap-Provinz warnte er jedoch vor einer nachlassenden Sorgfalt der Bevölkerung und verlängerte den nationalen Ausnahmezustand vorerst bis zum 15. Dezember. Auch wenn im Sommer der Süd-Halbkugel landesweit die nationalen Infektionszahlen weiter sänken, bestehe kein Grund zur Nachlässigkeit, warnte er.

In Südafrika wurden bisher 742.394 Corona-Fälle bestätigt, von denen 92 Prozent sich wieder erholten. Knapp 20.011 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Regierung hatte Ende März eine landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf Südafrikas Wirtschaft.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wandte sich am Mittwochabend in einer TV-Rede bezüglich des Coronavirus an die Nation.
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa wandte sich am Mittwochabend in einer TV-Rede bezüglich des Coronavirus an die Nation.  © Jerome Delay/AP/dpa

Update, 11. November, 19.50 Uhr: Dutzende Regelverstöße bei Demo gegen Corona-Maßnahmen

Etwa 650 Menschen haben am Mittwoch auf dem Hamburger Jungfernstieg gegen staatliche Corona-Maßnahmen demonstriert und dabei gegen Abstands- und Masken-Regeln verstoßen. Es sei immer wieder zu Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung gekommen, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt seien 46 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden.

Vier Mal machte die Polizei die Demonstrierenden über die Lautsprecher eines Wasserwerfers auf die geltenden Abstands- und Masken-Regeln aufmerksam. Danach gingen Beamte in die Menschenmenge und schrieben Anzeigen. Zu der angedrohten Auflösung der Veranstaltung kam es jedoch nicht.

Angemeldet wurde die Kundgebung unter dem Titel "Aufklärung zum Thema Corona-Fakten!". Die Veranstalter organisieren derzeit bundesweit Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit zwei Hundertschaften im Einsatz, auch mehrere Wasserwerfer waren vorsorglich in der Innenstadt postiert. Grund seien die Erfahrungen aus Leipzig gewesen, sagte die Polizeisprecherin.

Wegen der Veranstaltung musste der Jungfernstieg zwischen Ballindamm und Neuer Jungfernstieg für mehrere Stunden gesperrt werden. Gegen 16 Uhr sei die Kundgebung dann durch die Veranstalter beendet worden.

In Hamburg demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Maßnahmen.
In Hamburg demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Maßnahmen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 11. November, 19.30 Uhr: 267 neue Corona-Fälle im Saarland

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist im Saarland binnen 24 Stunden um 267 gestiegen. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 9641 Infizierte registriert, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken am Mittwoch mitteilte (Stand 18.00 Uhr). Insgesamt werden nun 213 Todesfälle mit Covid-19 in Verbindung gebracht, das ist einer mehr als am Vortag.

Laut dem Ministerium haben 6931 Menschen im Saarland die Infektion mittlerweile überstanden. 2497 Bürger gelten aktuell als infiziert. Derzeit werden 225 Corona-Patienten stationär behandelt, 52 von ihnen auf Intensivstationen.

Update, 11. November, 19.23 Uhr: Fast 600 neue Corona-Todesfälle in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb eines Tages knapp 600 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Insgesamt überstieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch die Schwelle von 1,25 Millionen seit Beginn der Pandemie, wie aus den aktuellsten Angaben der Regierung hervorgeht. Diese zählen seit Mittwoch auch mehr als 50.000 Todesfälle.

Aufgrund unterschiedlicher Zählweisen kommt das nationale Statistikamt jedoch bereits auf mehr als 65.000 Corona-Tote. Das Amt zählt die Fälle, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt ist - die andere Zahl bezieht sich auf zuvor positiv auf SarS-Cov2 getestete Fälle. Fakt ist jedoch bei beiden Zählweisen: Großbritannien bleibt in Bezug auf die absolute Zahl der Todesfälle das am schwersten von der Corona-Pandemie getroffene Land in Europa.

Update, 11. November, 18.56 Uhr: Zahl der Corona-Todesfälle steigt in Portugal massiv

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Portugal stark gestiegen. Binnen eines Tages seien 82 Menschen gestorben, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert gewesen seien, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch in Lissabon mit. Die bisher höchsten Werte waren erst am Montag und Dienstag mit jeweils 63 und 62 Toten verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung kletterte in dem 10,3-Millionen-Einwohner-Land auf 3103.

Portugal, das im Frühjahr vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, meldete am Mittwoch zudem 4935 Neuinfektionen. Damit kletterte die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie nachgewiesenen Infektionen insgesamt auf gut 192.000. Nach den jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen 611,1 je 100.000 Einwohner mit dem Virus an. Vor etwa drei Wochen lag diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz in Portugal noch bei 200.

In einigen europäischen Ländern lag dieser Wert allerdings deutlich höher - allen voran in der Tschechische Republik, die am Mittwoch auf 1369,5 kam. In Deutschland lag er unterdessen bei 290,8 bei 98,7.

Wegen der rapide steigenden Zahlen hatte die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten António Costa am Montag zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder den Corona-Notstand ausgerufen. Er soll zunächst zwei Wochen lang in Kraft bleiben. In weiten Teilen des Landes, darunter auch in der Hauptstadt Lissabon und in der nördlichen Metropole Porto herrschen vorerst bis zum 23. Mai unter anderem strenge Ausgangsbeschränkungen. Die vor allem von Bar- und Restaurantbetreibern geforderten Lockerungen schloss Costa am Mittwoch aus: "Untersuchungen zeigen uns, dass 68 Prozent aller Ansteckungen bei familiären und sozialen Treffen erfolgen."

Die portugiesische Regierung um Ministerpräsident António Costa hat den Corona-Notstand ausgerufen.
Die portugiesische Regierung um Ministerpräsident António Costa hat den Corona-Notstand ausgerufen.  © Pedro Rocha/AP/dpa

Update, 11. November, 18.49 Uhr: Impfzentren sollen mehrere tausend Menschen täglich versorgen

In den geplanten Corona-Impfzentren in Deutschland sollen voraussichtlich jeweils mehrere tausend Menschen pro Tag geimpft werden können. Je nach Größe könnten dies bis zu 4000 Menschen täglich sein, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Kassenärztlichen Vereinigungen. Das Wirtschaftsmagazins Business Insider berichtete zuerst darüber. Eine erste Anlaufstelle für Menschen, die geimpft werden wollen, könnte der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 sein.

Folgender Ablauf ist nach diesen Informationen aus der Ärzteschaft geplant: Die Impfwilligen müssten am Telefon zunächst einige Fragen beantworten. Dann wird ihnen ein Termin genannt, falls sie zu den zuerst vorgesehenen Gruppen zählen. Denn Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Ältere sowie Beschäftigte in zentralen Bereichen sollen zuerst mit dem anfangs wohl knappen Impfstoff geschützt werden. Für die Impfzentren ist diesen Plänen zufolge eine große Zahl an Ärzten nötig. Noch ist allerdings kein Impfstoff zugelassen. Experten rechnen mit der Zulassung um die Jahreswende.

Update, 11. November, 18.40 Uhr: Zahl der aktiven Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt steigt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der aktiven Corona-Fälle weiter gestiegen. Am Mittwoch machten nach Berechnungen des Gesundheitsministeriums 2753 Sachsen-Anhalter akut eine Infektion durch, wie aus am Abend veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das waren 110 mehr als am Vortag. Im gleichen Zeitraum wurden sechs neue Todesfälle gemeldet. Die Verstorbenen kamen aus Magdeburg, dem Jerichower Land, der Börde, dem Kreis Anhalt-Bitterfeld und dem Kreis Salzwedel. Damit erhöht sich die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 102.

Insgesamt wurden seit dem Frühjahr 7373 Corona-Fälle im Land nachgewiesen. Seit Dienstag kamen 268 Neuinfektionen dazu. Damit erhöhte sich erneut die relative Belastung. Laut Ministerium kamen 67,3 Fälle auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Dienstag hatte der Wert bei 64,2 gelegen. Das Jerichower Land ist mit 126,1 Fällen je 100.000 Einwohnern und Woche am stärksten betroffen. Den geringsten Wert verzeichnet Dessau-Roßlau (36,2).

Update, 11. November, 18.30 Uhr: GEW fordert wegen Corona-Krise Aussetzung von Studiengebühren

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert zusammen mit anderen Organisationen eine sofortige Aussetzung der Studiengebühren für ausländische Studierende. Angesichts der Einschränkungen sei zu befürchten, dass die Studenten wieder in finanzielle Engpässe geraten, teilte eine GEW-Sprecherin am Mittwoch in Stuttgart mit. Die Gewerkschaft appellierte an das Wirtschaftsministerium, die Betroffenen schnell zu entlasten. Ohne Nebenjob könnten sich viele kein Studium leisten.

Wer nicht aus der Europäischen Union kommt und in Baden-Württemberg studieren will, muss pro Semester eine Gebühr von 1500 Euro bezahlen. Für ein Zweitstudium sind im Südwesten Studiengebühren in Höhe von 650 Euro fällig. Die Landesregierung habe die Handhabe, die Gebühren aufzuheben, hieß es von der GEW. Doch vom zuständigen Wissenschaftsministerium sei diesbezüglich nichts zu hören.

Bisher hätten die betroffenen Studenten lediglich die Möglichkeit, einen Erlass, Teilerlass oder eine Stundung in bestimmten Fällen zu beantragen. "Da das Lehr- und Prüfungsangebot bereit steht, gibt es keinen generellen Erlass der Gebühren", erklärte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage.

Update, 11. November, 18.23 Uhr: Fast 2950 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist um 2944 auf 107.646 gestiegen. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 22 auf 2188, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) in Stuttgart mitteilte. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 67.311 Menschen, 1462 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,4 und ist der Mitteilung zufolge damit leicht gestiegen (Vortag: 132,2). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten war die sogenannte 7-Tage-Inzidenz mit 242,1 in der Stadt Pforzheim.

Update, 11. November, 18.16 Uhr: Mehr als eine Million registrierter Corona-Fälle in Italien

Italien hat die Schwelle von einer Million registrierter Corona-Fälle überschritten und einen neuen Höchstwert bei der Zahl der mit dem Coronavirus Gestorbenen erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch starben binnen 24 Stunden 623 Menschen mit Sars-CoV-2. In dieser Zeit wurden knapp 33.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet, was die Gesamtzahl auf rund 1,028 Millionen Fälle steigen ließ.

Bereits am Dienstag war die Zahl der Covid-19-Opfer mit 580 innerhalb eines Tages so hoch wie seit über einem halben Jahr nicht mehr. Insgesamt starben in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern damit knapp 43.000 Menschen mit dem Virus.

Die Regierung in Rom hatte im Kampf gegen die Pandemie das Land in drei Risikozonen eingeteilt und die Maßnahmen in einigen Regionen am Dienstag weiter verschärft. Zu den vier bereits bestehenden Roten Zonen mit den strengsten Regelungen war Bozen-Südtirol hinzugekommen. In die mittlere Risikozone (orange) wurden die Toskana, Basilikata, Ligurien im Nordwesten, Umbrien in Mittelitalien und die Abruzzen aufgenommen. Damit bestehen für mehr als die Hälfte der 20 italienischen Regionen strenge Ausgangsbeschränkungen.

Update, 11. November, 18.06 Uhr: Zwei Tage früher Weihnachtsferien für Schüler wegen Corona

Wegen der Corona-Pandemie startet Nordrhein-Westfalen zwei Tage früher als geplant in die Weihnachtsferien. Um den Familien ein möglichst unbeschwertes Weihnachtsfest zu ermöglichen, habe man sich dazu entschieden, am 21. und 22. Dezember den Schülerinnen und Schülern freizugeben, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch dem WDR.

Update, 11. November, 17.59 Uhr: AfD will Corona trotzen und Präsenz-Parteitag abhalten

Trotz der grassierenden Corona-Pandemie will die Südwest-AfD im Dezember einen Präsenz-Parteitag in Stuttgart abhalten.

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Update, 11. November, 17.56 Uhr: Nach Hoffenheimer Corona-Fällen: Baumann verlässt DFB-Quartier

Der Hoffenheimer Oliver Baumann hat wegen der neuen Corona-Fälle bei der TSG das Quartier der deutschen Nationalmannschaft verlassen müssen.

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Update, 11. November, 17.50 Uhr: Ganztägige Expertenanhörung zu Corona im Kieler Landtag

Ungewöhnliche Premiere in Kiel: Eigentlich wollte der Landtag am nächsten Mittwoch seine dreitägige Novembersitzung starten - doch nun gibt es pandemiebedingt eine kurzfristige Programmänderung. Die Ausschüsse werden anstelle der regulären Sitzung im Plenarsaal zusammenkommen, um sechs Stunden lang Experten zur Corona-Pandemie anzuhören. Die Fachleute werden per Video zugeschaltet, wie der Landtag am Mittwoch mitteilte. Die reguläre Tagung des Plenums werde auf Donnerstag und Freitag verkürzt.

Eine Kernfrage wird sein, wie es nach dem Teil-Lockdown im November weitergehen soll. Die Experten sollen unter anderem zu rechtlichen Fragen sowie zu sozial- oder bildungspolitischen Themen angehört werden. Die Initiative zu der Premiere ging von den Fraktionen aus.

Die Plenarsitzungen im Landtag verändern sich programmatisch.
Die Plenarsitzungen im Landtag verändern sich programmatisch.  © Frank Molter/dpa

Update, 11. November, 17.45 Uhr: Nach Teilnahme an "Querdenker"-Demo in Leipzig: Unmut bei Unternehmer aus Niedersachsen

Die Wut-Rede eines Unternehmers aus Worpswede, der sein Unternehmen angeblich wegen der Teilnahme an der "Querdenken"-Demo in Leipzig verloren hat, verbreitet sich aktuell in den sozialen Netzwerken.

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Update, 11. November, 17.30 Uhr: Piloten bieten Lufthansa millionenschwere Einsparungen an

Bei der coronagebeutelten Lufthansa will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) einen Kündigungsschutz bis Ende 2022 erreichen. Nach Ankündigung eines kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffes komme es nun darauf an, im Unternehmen die Liquidität zu sichern, teilte die VC am Mittwoch in Frankfurt mit.

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Update, 11. November, 17.15 Uhr: Mainz startet Corona-Aufklärungskampagne mit Lokalkolorit

Die Stadt Mainz appelliert in einer Corona-Aufklärungskampagne mit viel Lokalkolorit an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen zur Einhaltung der Corona-Regeln. "Wir wollen ganz bewusst nicht mit dem erhobenen Zeigefinger durch die Welt ziehen", sagte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) bei der Vorstellung der Kampagne am Mittwoch in Mainz. "Es war uns wichtig, eine etwas andere Sprache zu finden, um die Menschen zu ermuntern, ihren Beitrag für die Gesamtgesellschaft zu leisten."

Im gesamten Gebiet der Landeshauptstadt seien an vielen Stellen Plakate, Bodenaufkleber und Fahnen mit dem Motto "Meenzer Bube, Meenzer Mädcher trache' Maske und halte' Abstand" angebracht worden, sagte er. Auch auf Litfaßsäulen, digitalen Werbetafeln und in Bussen soll so auf die Einhaltung der AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) hingewiesen werden. Die Plakate sollen auch in Restaurants hängen, "wenn es denn hoffentlich bald wieder losgeht" mit der Gastronomie, sagte Ebling. "Niemand kann sich ausnehmen, das ist das Besondere an dieser Situation. Wir alle können einen Beitrag leisten".

Update, 11. November, 17.11 Uhr: Kassenärzte: Stimmung in Corona-Testcentern wird aggressiver

Die Kassenärztliche Vereinigung in Hessen beklagt eine zunehmende Aggressivität von Besuchern der Corona-Testzentren. Die Vorstandsvorsitzenden des Ärzteverbandes, Frank Dastych und Eckhard Starke, berichteten am Mittwoch in einer Mitteilung von Beschimpfungen, Beleidigungen und einem hohen Maß an Aggressivität. "Wenn der Satz stimmt, dass existenzielle Krisen das Beste und Schlechteste in Menschen zutage fördern, dann erleben wir in den Testcentern und an der Hotline derzeit leider fast ausschließlich negative Dinge", erklärten sie. Sie mahnten: "Durch diese Krise kommen wir nicht mit Unverschämtheit, Drängelei oder Pöbelei."

Corona-Testzentren waren im März im ganzen Bundesland eingerichtet worden, zuletzt gab es 15 davon. Jeder Hesse soll in einem Radius von 25 bis 30 Kilometern ein solches Zentrum erreichen können. Getestet werden sollen dort laut der Kassenärztlichen Vereinigung vorrangig Personen mit Symptomen und deren Kontaktpersonen sowie Menschen, die von den Gesundheitsämtern geschickt werden. Auch Verdachtsfälle durch die Corona-App werden dort überprüft.

Update, 11. November, 17.00 Uhr: Laut Verband 300.000 Schüler in Quarantäne

Mehr als 300.000 Schüler und bis zu 30.000 Lehrer befinden sich derzeit nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes in Quarantäne. Das berichtete die Bild-Zeitung am Mittwoch. Die Schulen sollen offen bleiben - darüber herrscht breiter Konsens. Doch wie das gelingen kann, dazu gehen die Meinungen auseinander. Die Forderungen nach kleineren Klassen und einem Wechsel aus Präsenz- und Fernunterricht bei starkem Infektionsgeschehen werden lauter.

"Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Die Politik habe sich zurückgezogen, sagte Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger. In der Passauer Neuen Presse forderte er, an Schulen Vorsichtsmaßnahmen hochzufahren, wenn die Infektionszahlen exponentiell wachsen. Dazu zähle neben der Maskenpflicht auch die vorübergehende Wiedereinführung der Abstandsregel, was halbierte Klassen und Wechselbetrieb bedeuten würde.

Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU) zeigte sich Forderungen nach einem Wechselmodell gegenüber skeptisch: Dieses Modell bedeute deutlich weniger Lernstoff und damit weniger Bildung. Auch die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) verteidigte im SWR das Festhalten am Präsenzunterricht: "Wir setzen auf Präsenz und wollen dort, wo ein Infektionsgeschehen auftritt, regional, standortbezogen reagieren, aber nicht im ganzen Bundesland alle 4500 Schulen schließen."

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) warb mit Blick auf die für kommenden Montag geplanten Beratungen von Bund und Ländern für eine positive Sichtweise. Man habe es geschafft, bis hierhin die Schulen offen zu halten. Für den Fall, dass die Infektionszahlen nicht sinken würden, setzten sich alle Länder damit auseinander, was sie tun könnten. "Aber ich denke, wir gehen jetzt erst einmal positiv davon aus, dass die Zahlen sinken werden", betonte sie.

Im Gegensatz zum Frühjahr sind die Schulen vom Teil-Shutdown im November verschont geblieben. In Deutschland gibt es rund 40.000 Schulen mit insgesamt 11 Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern. Bereits am Dienstag hatte die SPD-Vorsitzende Saskia Esken angeregt, Modelle, wonach kleinere Gruppen abwechselnd im Präsenz- und im Fernunterricht lernen, flächendeckend einzusetzen. Daneben hatte sich Bundesbildungsministerin Karliczek für eine Ausweitung der Maskenpflicht im Unterricht auch auf Grundschulen ausgesprochen. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte sich am Mittwoch offen für eine Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen.

Die Mund-Nase-Bedeckung ist in Schulen unabdingbar geworden.
Die Mund-Nase-Bedeckung ist in Schulen unabdingbar geworden.  © Matthias Balk/dpa

Update, 11. November, 16.51 Uhr: Testzentrum mit Impfstellen in Potsdam geplant

In Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam soll nach Angaben des Hausärzteverbandes ein erstes Corona-Testzentrum mit integrierten Impfstellen entstehen. Das Testzentrum soll die Gesundheitsämter entlasten und Patienten mit Symptomen testen. Die Testungen sollen überwiegend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut werden, das dabei schon Routine habe, sagte Astrid Tributh, Vize-Vorsitzende des Hausärzteverbands Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Die Impfstellen im Testzentrum sollen den Angaben zufolge mit Ärzten besetzt werden und große Teile Potsdams und Umgebung abdecken. Dazu werde mit der Kassenärztlichen Vereinigung derzeit ein Konzept erarbeitet. Wie viele Mediziner dort impfen werden, solle in den nächsten Wochen besprochen werden. "Wir freuen uns ja, wenn der Impfstoff kommt und wären sehr daran interessiert, dass da ein wenig Ruhe in die ganze Aufregung kommt." Die Impfungen sollen Tributh zufolge aller Voraussicht nach im Februar beginnen.

Update, 11. November, 16.30 Uhr: Kreis Gotha setzt Privatfeiern Grenzen - Corona-Vorwarnstufe erreicht

Im Kreis Gotha werden angesichts zunehmender Corona-Neuinfektionen die Teilnehmerzahlen bei Familienfeiern in Privaträumen, Garten- und Vereinshäusern begrenzt. Nach einer am Mittwoch erlassenen Allgemeinverfügung dürfen bei solchen Feiern nicht mehr als 15 Personen teilnehmen, wie das Landratsamt mitteilte. Diese Obergrenze gilt auch für nichtöffentliche Zusammenkünfte unter freiem Himmel. Der zuletzt vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommene Landkreis hat inzwischen die Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen übersprungen. Er gilt aber noch nicht als Corona-Risikogebiet. Strenge Obergrenzen für die Teilnehmerzahlen bei Privatfeiern gelten inzwischen in vielen Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten.

Update, 11. November, 16.23 Uhr: Erst- und Zweitklässler in Tschechien dürfen wieder in die Schule

Nach starken Einschränkungen im Kampf gegen Corona gibt es in Tschechien erste kleine Erleichterungen. Für die Schüler der ersten und zweiten Klassen der Grundschulen wird am 18. November der Präsenzunterricht wiederaufgenommen. Dabei gelte eine Maskenpflicht, wie Schulminister Robert Plaga am Mittwoch bekannt gab. Auch die Förderschulen für Kinder mit Behinderungen öffnen dann wieder ihre Tore. Seit dem 14. Oktober sind alle Schulen in Tschechien geschlossen.

Die Lage verbessere sich, sei aber immer noch kompliziert, sagte Innenminister Jan Hamacek. Die Regierung werde deshalb im Parlament die Verlängerung des Notstands beantragen, der am 20. November ausläuft. Derzeit sind Restaurants und die meisten Geschäfte geschlossen, es gilt eine nächtliche Ausgangssperre. "Wenn wir uns nicht verantwortungsvoll verhalten, wird Weihnachten nicht schön", mahnte Gesundheitsminister Jan Blatny.

Update, 11. November, 16.17 Uhr: EU kauft Biontech-Impfstoff - Firma will vielleicht noch 2020 liefern

Deutschland und die übrigen EU-Staaten kaufen bis zu 300 Millionen Dosen des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer. Die EU-Kommission billigte am Mittwoch formal den Rahmenvertrag. Die beiden Firmen wollen noch dieses Jahr mit der Lieferung beginnen - vorausgesetzt, sie bekommen eine europäische Zulassung der Arzneimittelbehörde EMA.

Für Millionen Europäer ist dennoch weiter Geduld gefragt: "Selbst ein Impfstoff ist kein Patentrezept" zum sofortigen Stopp der Pandemie, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Auch nach einer Zulassung laufen Produktion, Lieferung und Abgabe an die insgesamt 450 Millionen Europäer nur in Etappen. Solange gelte: "Es ist extrem wichtig, uns selbst und diejenigen in unserer Nähe zu schützen", sagte Kyriakides. Auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartet, dass erst ab Sommer 2021 flächendeckend Impfstoff bereit steht, wie sie der Augsburger Allgemeinen sagte.

Der neue EU-Vertrag sieht den Kauf von 200 Millionen Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer vor und die Option auf 100 Millionen weitere. Nach einer EU-Vereinbarung werden künftige Impfstoffe nach Bevölkerungszahl verteilt. Deutschland kann demnach aus diesem Rahmenvertrag mit knapp einem Fünftel der Menge rechnen - rechnerisch etwa 56 Millionen Einheiten. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte hingegen die Erwartung auf bis zu 100 Millionen Impfdosen geäußert.

Update, 11. November, 16.07 Uhr: Zu viele Coronafälle: Autozulieferer schließt Werk vorübergehend

Der Autozulieferer ZF schließt sein Stoßdämpferwerk in Eitorf in Nordrhein-Westfalen vorübergehend wegen eines Corona-Ausbruchs. In dem Werk seien bisher 91 von knapp 700 Beschäftigten positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwochmorgen auf Anfrage. Daher solle das Werk nun von Donnerstag bis Sonntag dichtgemacht werden. Geplant sei, in der Zwischenzeit alle Mitarbeiter auf Corona testen zu lassen.

Wie es zu der Häufung an Corona-Fällen kam, sei unklar. Der Sprecher sagte, das Gesundheitsamt habe ZF bestätigt, dass keine Hygienemängel in dem Werk vorlägen. "Auch wenn es bisher keine Anzeichen dafür gibt, dass sich das Corona-Virus auf dem ZF-Werksgelände verbreitet hat, wurden alle Mitarbeiter vom Gesundheitsamt angewiesen sich in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben", hieß es in einer ZF-Stellungnahme. Bei einem negativen Testergebnis soll die Arbeit trotz sonstiger Quarantäne wieder erlaubt werden.

Update, 11. November, 16.00 Uhr: Studie bei Menschen mit leichtem Corona-Verlauf

Mit den Langzeitfolgen von leichten Verläufen einer Corona-Infektion beschäftigt sich jetzt eine Studie der Universitätsklinik Tübingen. Dabei sollen möglichst viele Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und nicht in einem Krankenhaus waren, analysiert werden, sagte Studienleiterin Stefanie Joos vom Institut für Allgemeinmedizin am Mittwoch. "Es gibt Rückmeldungen aus unseren 250 Lehrpraxen, dass manche Patienten doch noch Langzeitbeschwerden haben und das möchten wir jetzt systematisch untersuchen", sagte Joos am Mittwoch. Zu den einzelnen Beschwerden gehörten Hautausschläge, lang anhaltende Müdigkeit und Gelenkschmerzen. Joos betonte, es gebe kaum Forschung zu nicht-klinischen Verläufen.

Für die Studie arbeiten die Mediziner mit Gesundheitsämtern unter anderem in Reutlingen, Tübingen und Mannheim zusammen. Die Patienten geben Auskunft über ihre Symptome, ihren Lebensstil und dazu, ob sie Medikamente einnehmen. So lässt sich laut Joos beispielsweise herausfinden, ob Patienten, die wegen einer anderen Erkrankung ein bestimmtes Medikament einnahmen, einen günstigeren Corona-Verlauf zeigten oder nicht. Mindestens 2000 Antworten wollen die Tübinger Mediziner auswerten. Erste Ergebnisse könnten Anfang kommenden Jahres vorliegen.

Update, 11. November, 15.44 Uhr: Corona-Impfstoff wird ab Mitte 2021 auch in Hameln abgefüllt

Der von Biontech und Pfizer entwickelte Corona-Impfstoff soll auch am Produktionsstandort der Firma Siegfried in Hameln abgefüllt werden. Derzeit würden für diesen Auftrag die Anlagen gebaut, sagte Unternehmenssprecher Peter A. Gehler am Mittwoch am Hauptsitz der Firma in Zofingen in der Schweiz. Zudem sollten rund 50 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Mit der Zulassung des Impfstoffes durch US- und EU-Behörden sei noch in diesem Monat zu rechnen. "Für uns ist der Auftrag sehr wichtig, und wir sind stolz darauf", so Gehler. In Hameln soll die Abfüllung von Mitte nächsten Jahres an anlaufen. Biontech geht auf der Grundlage von Lieferprognosen davon aus, dass in diesem Jahr weltweit bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen ausgeliefert und im nächsten Jahr bis zu 1,3 Milliarden Dosen hergestellt werden.

Der Corona-Impfstoff soll auch in Hameln abgefüllt werden (Symbolbild).
Der Corona-Impfstoff soll auch in Hameln abgefüllt werden (Symbolbild).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 11. November, 15.35 Uhr: Condor will von Polen Schadenersatz nach geplatzter Übernahme

Der Ferienflieger Condor verlangt von der polnischen Luftverkehrsholding PGL Schadenersatz für die im April überraschend abgeblasene Übernahme. Laut polnischen Medien hat die deutsche Fluggesellschaft eine Klage über knapp 56 Millionen Euro eingereicht. PGL lehne die Forderung ab, hieß es.

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Update, 11. November, 15.25 Uhr: Taxi-Gewerbe fordert Aufnahme in Corona-Entschädigung des Bundes

Vertreter des Taxi- und Mietwagengewerbes in Sachsen-Anhalt fordern, dass auch ihre Branche für den angeordneten Teil-Lockdown entschädigt wird. Bisher drohten die Unternehmen leer auszugehen, teilte Martin Kammer, der das sachsen-anhaltische Verkehrsgewerbe vertritt, am Mittwoch mit. Weil Kulturstätten und Restaurants geschlossen haben, Messen und Veranstaltungen seit Langem nicht stattfinden, blieben vor allem den Taxifahrern die Kunden weg, so die Argumentation. Während die Kulturbranche und das Gastgewerbe entschädigt werden sollen, könnten die Verkehrsunternehmen bisher nicht mit Hilfen rechnen.

Das sei ein ernstes Problem für viele Taxi- und Mietwagenunternehmer. "Ohne zu übertreiben: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand", so Kammer. Der Verband schlug vor, der Branche einen Unternehmerlohn zu zahlen, der sich am Gewinn des Vorjahres orientiere.

Update, 11. November, 15.20 Uhr: Neue Corona-Fälle bei 1899 Hoffenheim - Profiteam in Quarantäne

Nach weiteren Corona-Fällen ist die gesamte Bundesliga-Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim mit sofortiger Wirkung in Quarantäne. Wie der Fußballverein am Mittwoch mitteilte, habe der turnusmäßige Test am Dienstagabend weitere positive Ergebnisse gebracht.

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Update, 11. November, 15.08 Uhr: EZB wird auch in der zweiten Corona-Welle da sein

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angesichts der zweiten Corona-Welle ein eher düsteres Bild der wirtschaftlichen Aussichten gezeichnet. "Wir sehen einen starken Wiederanstieg des Virus und das hat zu einer neuen Dynamik geführt", sagte Europas oberste Währungshüterin am Mittwoch in Frankfurt bei einer Notenbankkonferenz. Die wirtschaftliche Erholung könnte eher holprig ausfallen.

Zwar gebe es ermutigende Nachrichten zu einem Impfstoff, aber wiederkehrende Zyklen mit steigenden Infektionszahlen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens seien nicht auszuschließen bis eine weit verbreitete Immunität erreicht sei. Die Lücke bis die Impfung weit fortgeschritten sei, müsse gefüllt werden.

Es müsse sichergestellt werden, dass der außergewöhnliche Konjunktureinbruch infolge der Pandemie nicht in eine klassische Rezession münde. "Selbst wenn sich die zweite Welle des Virus sich als weniger heftig erweist als die erste, stellt sie keine geringere Gefahr für die Wirtschaft dar", sagte die Französin. "Die EZB war in der erste Welle da und wird auch in der zweiten Welle da sein", betonte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die EZB hat bereits angedeutet, angesichts der Verschärfung der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen vorzubereiten und unter anderem ein milliardenschweres Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen aufgelegt. Bislang sind dafür 1,35 Billionen Euro bis mindestens Ende Juni 2021 veranschlagt. Die Wertpapierkäufe helfen Staaten wie Unternehmen: Sie müssen nicht so hohe Zinsen bieten, wenn eine Zentralbank als großer Käufer der Papiere am Markt auftritt.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angesichts der zweiten Corona-Welle ein eher düsteres Bild der wirtschaftlichen Aussichten gezeichnet.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angesichts der zweiten Corona-Welle ein eher düsteres Bild der wirtschaftlichen Aussichten gezeichnet.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 11. November, 14.59 Uhr: Hamburger Opposition kritisiert Corona-Kurs des Senats

Die Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft hat den Kurs des rot-grünen Senats in der Corona-Krise scharf kritisiert. Leidtragende der "grotten-schlechten Corona-Politik" seien vor allem Schüler, Lehrer und Eltern, sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering am Mittwoch in der Aktuellen Stunde. Auch nach Monaten seien die Schulen nicht auf die Krise vorbereitet.

Die Linke warf dem Senat vor, den privaten Bereich in der Krise zu vergessen und sprach sich für die Förderung von Luftfilteranlagen und einen Pandemie-Zuschlag für Hartz-IV-Empfänger aus. Die AfD forderte eine Beteiligung des Parlaments bei der Entscheidung über Corona-Maßnahmen.

Update, 11. November, 14.56 Uhr: Wichtige Corona-Kennzahl gesunken

Erstmals seit sechs Wochen ist eine wichtige Kennzahl zum Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland gesunken - wenn auch nur leicht. Es geht um die Zahl der innerhalb von sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen. Berücksichtigt waren dabei nur Fälle, von denen das Robert Koch-Institut (RKI) bereits Kenntnis hatte. Wie aus RKI-Angaben vom Mittwochmorgen hervorgeht, gab es zuletzt binnen einer Woche 114.881 solcher Nachweise. Der Wert sank demnach im Vergleich zum Vortag um 787.

Ob dieser leichte Rückgang auf eine Trendwende bei der Corona-Lage hindeutet, ist unklar. Bei dem Wert könnte es sich auch um einen Ausreißer handeln. Eine RKI-Sprecherin wollte den Rückgang nicht kommentieren und verwies auf den Lagebericht, der am Mittwochabend erscheinen sollte.

Zuletzt war die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen Ende September gesunken. Seitdem war der Wert rasant gestiegen und hatte sich innerhalb von sechs Wochen fast verzehnfacht. In einem direkten rechnerischen Zusammenhang mit der Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen steht die sogenannte 7-Tage-Inzidenz für Deutschland, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Dieser Wert sank entsprechend innerhalb eines Tages von 139,1 auf 138,1.

Update, 11. November, 14.48 Uhr: Slowakische Regierung verlängert Notstand

Die slowakische Regierung hat in der Corona-Krise den seit Oktober geltenden Notstand bis zum 29. Dezember verlängert. Die unabhängig davon geltende Ausgangssperre soll dagegen nach derzeitiger Planung nicht verlängert werden. Bislang ist vorgesehen, dass schon Ende dieser Woche das Verbot ausläuft, ohne negativen Corona-Test die eigene Wohnung zu verlassen. Dies bleibe unverändert, erklärte Justizministerin Maria Kolikova nach einer Regierungssitzung am Mittwoch.

In einer international beispiellosen Aktion hatte die Slowakei an den vergangenen beiden Wochenenden fast alle mehr als zehn Jahre alten Bewohner einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, darf seither nicht einmal zur Arbeit gehen. Geschäfte wurden zwar nicht behördlich geschlossen, dürfen aber nur Kunden einlassen, die einen negativen Test vorweisen können. Die Schulen sind landesweit nur für Kinder bis zehn Jahren geöffnet.

Die Slowakei war von der ersten Corona-Welle im Frühjahr kaum betroffen gewesen. Seit Herbst stiegen die Infektionen aber rasch. Bis Mittwoch bestätigten die slowakischen Gesundheitsbehörden 79.181 Fälle seit Ausbruch der Pandemie für das 5,5 Millionen Einwohner zählende Land. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Slowakei binnen 14 Tagen bei 570,0 und damit fast doppelt so hoch wie in Deutschland.

Update, 11. November, 14.35 Uhr: Thüringens Bildungsminister für Impfteams an Schulen und Kitas

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) plädiert dafür, dass Lehrer und Erzieher von speziellen Teams direkt in den Schulen und Kitas geimpft werden, sobald ein Corona-Impfstoff zur Verfügung steht. "Die Impfung muss zu denen kommen, die die Impfung benötigen", sagte Holter am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. In der DDR sei es üblich gewesen, dass Teams für Impfungen an die Einrichtungen und Schulen kamen.

"Damit wird, glaube ich, die Bereitschaft größer, als wenn der Aufruf erfolgt: Gehen Sie zum Arzt, besorgen Sie sich einen Termin und lassen Sie sich impfen", sagte Holter. Zugleich betonte er, dass Impfungen stets freiwillig seien. Lehrer und Erzieher, die sich nicht frühzeitig gegen eine Corona-Infektion impfen lassen wollten, dürften keine Nachteile erfahren.

Der Linken-Politiker forderte zudem, dass Lehrer und Erzieher neben Personen mit besonderen Risikomerkmalen und etwa Personal im medizinischen Bereich zu den Ersten gehören sollten, die Impfungen erhalten. Das Recht auf Bildung sei ein hohes Gut.

Update, 11. November, 14.27 Uhr: Bundesregierung sieht Corona-Welle noch nicht gebrochen

Fünf Tage vor neuen Beratungen von Bund und Ländern zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung keine Entwarnung. "Wir sehen jetzt eine positive Tendenz, aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Also haben die seit Anfang vergangener Woche geltenden Verbote etwa von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen aus Sicht der Regierung noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt.

An diesem Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über die Corona-Lage beraten. Nach jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden bundesweit 18.487 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, er hoffe, dass Deutschland um Weihnachten und den Jahreswechsel herum «in einer epidemiologisch besseren Situation» sei. "Und das geht nur mit Disziplin." Der CSU-Politiker warnte, man dürfe nicht nachlassen mit der Begründung, der Anstieg der Infektionszahlen sei nicht mehr so dynamisch. "Unterschätzen Sie nicht bei schweren Erkrankungen mit Covid-19, dass viele der schwer Erkrankten lebenslang Folgeschäden haben."

Passanten gehen an einem Geschäft vorbei, das Masken und Gesichtsschilder verkauft.
Passanten gehen an einem Geschäft vorbei, das Masken und Gesichtsschilder verkauft.  © Oliver Berg/dpa

Update, 11. November, 14 Uhr: Merz: Zweiter Schnelltest ist negativ - Keine Quarantäne mehr

Beim CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz ist ein zweiter Schnelltest auf das Coronavirus nach eigenen Angaben ebenfalls negativ ausgefallen. 

"Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises hat meine #Quarantäne ab sofort aufgehoben", schrieb der ehemalige Unionsfraktionschef am Mittwoch auf Twitter. Merz wurde an diesem Tag 65 Jahre alt. "Ein schönes Geburtstagsgeschenk", ergänzte er und bedankte sich für Glückwünsche.

Update, 11. November, 14 Uhr: 36 ausländische Corona-Patienten in deutschen Kliniken

Seit Beginn der zweiten Corona-Welle sind bereits 36 Patienten aus den Nachbarländern in deutsche Krankenhäuser verlegt worden. Wie das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin mitteilte, handelt es sich dabei um 25 Belgier und drei Niederländer, die in nordrhein-westfälische Kliniken kamen, sowie um acht Menschen aus der französischen Region Grand Est, die ins Saarland überstellt wurden.

Viele europäische Länder sind derzeit deutlich schwerer von der Corona-Pandemie betroffen als Deutschland. Deshalb hatten verschiedene Bundesländer die Aufnahme ausländischer Patienten angeboten. Eine ähnliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit gab es bereits bei der ersten Erkrankungswelle. So waren im Frühjahr etwa 130 Corona-Patienten aus französischen Krankenhäusern nach Deutschland verlegt worden.

Ein Arzt bedient eine Beatmungsmaschine auf einer Intensivstation.
Ein Arzt bedient eine Beatmungsmaschine auf einer Intensivstation.  © Marijan Murat/dpa

Update, 11. November, 13.50 Uhr: Freundschaftsspiel zwischen Haalands Norwegen und Israel abgesagt

Norwegen um BVB-Star Erling Haaland hat ein Fußball-Länderspiel gegen Israel wegen eines positiven Corona-Falls bei den Gästen kurzfristig abgesagt. 

Die Gesundheitsbehörde Helsedirektoratet sei am Mittwochvormittag zu dem Schluss gekommen, dass ein Infektionsrisiko für Spieler und Mitarbeiterstab bei dem Freundschaftsspiel bestehe, teilte der norwegische Fußballverband wenige Stunden vor dem Anpfiff der Partie in Oslo mit. Noch am Dienstag war für die Begegnung vonseiten lokaler Gesundheitsbehörden grünes Licht gegeben worden.

Update, 11. November, 13.31 Uhr: Russischer Staatsfonds: Corona-Impfstoff mit hoher Wirksamkeit

Der von Russland entwickelte Corona-Impfstoff "Sputnik V" ist nach vorläufigen Ergebnissen aus Moskau zu 92 Prozent wirksam. Das teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Mittwoch mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet. Die Berechnung basiere auf 20 bestätigten Coronafällen unter 16.000 Menschen, die entweder mit dem Serum geimpft worden seien oder ein Placebo erhalten hätten. Das sind vergleichsweise wenig Fälle, um eine Wirksamkeit zu bestimmen.

Die Testpersonen haben bislang in der wichtigen Test-Phase III die erste und zweite Dosis der Impfung erhalten. Sie besteht aus zwei Teilen: Nach der ersten Spritze bekommen die Freiwilligen nach 21 Tagen eine zweite. "Sputnik V" war Mitte August bereits nach Abschluss der Testphase II freigegeben worden. Das war ein unübliches Vorgehen, internationale Wissenschaftler hatten Bedenken.

Daten zur Phase III-Studie sollen nach dem Abschluss der klinischen Tests publiziert werden. Eine Veröffentlichung zu einer früheren Studienphase zu dem Impfstoff wurde von internationalen Experten angezweifelt, russische Forscher wiesen die Vorwürfe zurück.

Derzeit nehmen dem Fonds zufolge insgesamt 40.000 Freiwillige an der Studie teil, um herauszufinden, wie wirksam das Vakzin ist und welche Nebenwirkungen auftreten. Neben Russland wird "Sputnik V" auch in Belarus, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Venezuela getestet.

Glasfläschchen gefüllt mit dem neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" stehen während der klinischen Phase-3-Studien auf einem Tisch.
Glasfläschchen gefüllt mit dem neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" stehen während der klinischen Phase-3-Studien auf einem Tisch.  © Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa

Update, 11. November, 13.22 Uhr: Weiterer Handball-Nationalspieler positiv getestet - Erste Absage

Nach Torhüter Johannes Bitter ist auch Marian Michalczik und damit ein weiterer Handball-Nationalspieler positiv auf Corona getestet worden. Der Rückraumspieler der Füchse Berlin befinde sich aktuell in häuslicher Isolation, teilten der Bundesligist und der Deutsche Handballbund (DHB) am Mittwoch mit. Zuvor war auch ein zweiter Test beim 23-Jährigen positiv ausgefallen.

Die Handball-Bundesliga (HBL) reagierte frühzeitig auf die positiven Tests im deutschen Nationalteam und sagte vorsorglich die ursprünglich für diesen Mittwochabend geplante Partie zwischen der SG Flensburg-Handewitt und der MT Melsungen ab. Beide Clubs hatten Spieler zur deutschen Mannschaft abgestellt.

Update, 11. November, 13.21 Uhr: Etwa 120 Teilnehmer bei Kölner Demo gegen Corona-Maßnahmen

Etwa 120 Menschen haben am Mittwoch in Köln gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Sie hielten Transparente hoch mit Aufschriften wie "Stop the Deep State", "Gib Gates keine Chance" und "DDR ging unter nach Volksaufstand - BRD geht unter an Verordnungen". 

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte zuvor mehrere pauschale Corona-Beschränkungen für Demonstrationen in Köln für rechtswidrig erklärt. Dabei ging es um die Begrenzung von Versammlungen auf maximal 100 Leute, die Maskenpflicht für alle Teilnehmer - abgesehen von Rednern während ihrer Rede - und das Verbot von Aufmärschen. Das Gericht gab damit Beschwerden von zwei Antragstellern statt.

Ein als Sensenmann verkleideter Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Schutzmaßnahmen trägt ein Sense aus Pappe mit der Aufschrift "gestorben wird immer".
Ein als Sensenmann verkleideter Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Schutzmaßnahmen trägt ein Sense aus Pappe mit der Aufschrift "gestorben wird immer".  © Henning Kaiser/dpa

Update, 11. November, 13.17 Uhr: Spahn befürwortet Pläne zu früheren Winterferien in NRW

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich positiv zu Überlegungen von Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) geäußert, die Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen möglicherweise früher starten zu lassen. 

"Das ist sicherlich ein Teil der Debatte", sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung Frühstart der Fernsehsender RTL und ntv. Für Eltern, Kinder und Lehrer sei Planbarkeit wichtig. "Das wäre mit so einer Maßnahme gegeben." Das könnte auch ein Teil der Debatte am Montag sein, wenn die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten.

Update, 11. November, 13 Uhr: Positiver Corona-Test bei Schwedens Fußball-Nationalcoach Andersson

Der schwedische Fußball-Nationaltrainer Janne Andersson ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der schwedische Fußballverband am Mittwoch vor dem Testspiel gegen Dänemark in Kopenhagen (19.30 Uhr) mit. 

Andersson befinde sich seit Ende vergangener Woche in häuslicher Quarantäne, weil jemand aus seinem engeren Familienkreis positiv auf das Virus getestet worden sei. Der Coach fühle sich verhältnismäßig gut, er isoliere sich nun weiter zu Hause.

Update, 11. November, 12.45 Uhr: Iran meldet Höchstwerte an Corona-Toten und Neuinfektionen

Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch starben binnen eines Tages 462 Corona-Patienten. Im gleichen Zeitraum wurden 11.780 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast      40.000, die der Infizierten bei über 700.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Nun will das Gesundheitsministerium die Corona-Tests von 25.000 auf 100.000 pro Tag erhöhen. Experten aber sind der Auffassung, dass für eine Bevölkerung von mehr als 82 Millionen Menschen mindestens 200.000 Tests am Tag erforderlich seien, um an die wahren Fallzahlen zu kommen.

Update, 11. November, 12.34 Uhr: Spahn offen für Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Schulen auszuweiten. Man solle mit allen möglichen Maßnahmen dafür sorgen, Schulen und Kitas offenzuhalten, sagte er am Mittwoch in der Sendung Frühstart der Fernsehsender RTL und ntv. 

Maskentragen im Unterricht sei nicht schön. "Die Alternative ist in vielen Regionen, Schulen schließen. Und ich bin sehr sicher, wenn die Wahl ist Maske tragen oder keine Schule, dann lieber Maske tragen."

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 11. November, 10.04 Uhr: Vor Länderspiel: Weiterer Corona-Fall im tschechischen Fußball-Team

Vor dem Testspiel gegen Deutschland am Mittwochabend (20.45 Uhr/RTL) ist ein weiterer Spieler der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der nationale Fußballverband in Prag mit. 

Nach Angaben seines Vereins Legia Warschau handelt es sich um den Stürmer Tomas Pekhart. Der 31-Jährige fühle sich gut und stehe unter ständiger medizinischer Beobachtung.

Update, 11. November, 10 Uhr: Ziemiak rechnet wegen Corona mit keinem normalen Weihnachten

Angesichts der derzeitigen Corona-Infektionszahlen rechnet CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nicht mit einem normalen Weihnachtsfest. "Weihnachten wird nicht so wie in den vergangenen Jahren", sagte Ziemiak am Mittwoch in der RTL-Sendung Guten Morgen Deutschland. 

Wie und mit welchen Regeln gefeiert werde, könne man noch nicht sagen. Die Zahl der Neuinfektionen sei noch sehr hoch. "Die nächsten Wochen und Monate, das werden jetzt die schwierigsten sein. Aber es gibt Grund zur Hoffnung, dass diese Zeit absehbar ein Ende haben wird."

Update, 11. November, 9.30 Uhr: Spahn sieht bei Corona-Zahlen "Anzeichen für Veränderung"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Anzeichen für eine positive Veränderung der Corona-Infektionslage in Deutschland. 

Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich in den vergangenen Tagen "deutlich reduziert", sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung Frühstart der Fernsehsender RTL und ntv. "Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht." Noch sei es zu früh, von einer "Trendwende" zu sprechen.

Update, 11. November, 8.30 Uhr: Mehr als 300.000 Schüler in Deutschland in Quarantäne

Mehr als 300.000 Schüler und bis zu 30.000 Lehrer befinden sich derzeit nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes in Quarantäne. Das berichtet die Bild-Zeitung (Mittwoch). Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, der Zeitung. "Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Die Politik habe sich zurückgezogen, jetzt entschieden die Gesundheitsämter. In Deutschland gibt es rund 40.000 Schulen mit insgesamt 11 Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern.

Die Corona-Maßnahmen in den Schulen gehen Meidinger nicht weit genug. Der Passauer Neuen Presse (Mittwoch) sagte er: "In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben."

Update, 11. November, 8.07 Uhr: US-Studie: Corona-Infektionen hauptsächlich an "Superspreader"-Orten

Ein Großteil der Coronavirus-Infektionen passiert einer US-Studie zufolge aller Wahrscheinlichkeit nach an sogenannten "Superspreader"-Orten wie Restaurants, Fitnessstudios und Cafés. Das zeigen Wissenschaftler von der Universität Stanford in Kalifornien anhand eines Computermodells, unter anderem auf Basis demografischer Daten, epidemiologischer Schätzungen und anonymer Handydaten, im Fachjournal Nature. 

Das Modell analysiert, wo Menschen den Tag über hingehen, wie lange sie jeweils bleiben und wieviele andere Menschen am selben Ort sind - und fand überall dort die meisten Infektionen, wo sich mehrere Menschen in geschlossenen Räumen über längere Zeit aufhalten.

Beim Niesen fliegen viele Tröpfchen durch die Luft.
Beim Niesen fliegen viele Tröpfchen durch die Luft.  © epa PA Jordan/epa/dpa

Update, 11. November, 8 Uhr: US-Medien: Rekord bei Zahl der Covid-19-Patienten in US-Kliniken

In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60.000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag (Ortszeit) landesweit 61.964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59.940). Ein zweiter Höhepunkt im Sommer hatte diesen Rekord demnach nur knapp verfehlt.

Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die «New York Times». Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12.000 Menschen behandelt. Diese Wert war im April mit rund 15.000 höher.

Update, 11. November, 7.49 Uhr: Erster Corona-Fall in Vanuatu

Im Pazifikstaat Vanuatu ist erstmals ein Corona-Fall bestätigt worden. Die zu Melanesien gehörende Inselgruppe war eines der letzten Länder, in denen noch keine Infektion registriert worden war. Premierminister Bob Loughman teilte in einer Rede mit, das Land bleibe aber weiter sicher.

Bei dem Infizierten handelt es sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums um einen Mann, der aus den USA über Sydney und Auckland nach Vanuatu gereist war. Bei seiner Ankunft am 4. November sei er symptomfrei gewesen. Ein Test am Dienstag sei nun aber positiv ausgefallen. Der Mann sei in einer Quarantäneeinrichtung, hieß es.

Vanuatu hatte seine Grenzen Ende März geschlossen. Erst kürzlich hatte der Inselstaat, der östlich von Australien und nördlich von Neuseeland liegt, erste Rückführungsflüge erlaubt.

Update, 11. November, 7.34 Uhr: Hongkong und Singapur starten Corona-"Reiseblase"

Hongkong und Singapur wollen mit einer "Reiseblase" ihren Tourismus wieder in Schwung bringen. Wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten, sieht die Vereinbarung vor, dass Reisende vom 22. November an zwischen beiden Orten hin und her fliegen können, ohne wie bisher für 14 Tage in Quarantäne zu müssen. 

Gemäß dem Plan sollen Touristen aus beiden Städten aber für jeden Weg jeweils einen negativen Corona-Test vorweisen. Zunächst soll es einen Flug pro Tag in jede Richtung geben. 

Update, 11. November, 6.34 Uhr: Iranische Menschenrechtlerin Sotudeh mit Coronavirus infiziert

Die iranische Menschenrechtlerin Nasrin Sotudeh ist nach Angaben ihres Ehemannes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe sich in der Frauenanstalt Gharchak angesteckt, wohin sie vergangenen Monat verlegt worden war, schrieb Resa Chandan am Mittwoch auf Facebook. In dem Gefängnis südlich der Hauptstadt Teheran seien die hygienischen Zustände katastrophal, so der Ehemann.

In den vergangenen Wochen sind die Corona-Fallzahlen im Iran drastisch gestiegen. Am Dienstag gab es erneut binnen eines Tages über 450 Tote und mehr als 10.000 Neuinfektionen. Seit dem Ausbruch der Pandemie Ende Februar registrierte das Gesundheitsministerium insgesamt fast 40.000 Corona-Tote und über 700.000 Infizierte. Die Regierung musste in mehreren Großstädten wieder drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens einführen, in der Millionenmetropole Teheran ist gar eine nächtliche Ausgangssperre geplant.

Update, 11. November, 6.30 Uhr: 18.487 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 705.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 11.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 261 auf insgesamt 11.767. Am Dienstag betrug diese Steigerung 154 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 454.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz stehen auf dem U-Bahnhof Französische Straße in Berlin-Mitte neben der eingefahrenen U-Bahn.
Fahrgäste mit Mund-Nasen-Schutz stehen auf dem U-Bahnhof Französische Straße in Berlin-Mitte neben der eingefahrenen U-Bahn.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 11. November, 5.34 Uhr: Polizeigewerkschaft: Gewaltrisiko steigt mit Dauer des Teil-Lockdowns

Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns über den laufenden Monat hinaus befürchtet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zunehmenden Frust und damit auch mehr Gewaltbereitschaft bei manchen Menschen. "Wenn die Maßnahmen über den November hinausgehen sollten, werden wir wohl keine friedlichen Weihnachten erleben", sagte der NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft, Michael Mertens, der Rheinischen Post (Mittwoch). 

Er befürchte, dass dann bei vielen Menschen der Geduldsfaden reißen könnte. "Das wird sich nicht nur auf der Straße zeigen, sondern auch bei der häuslichen Gewalt. Damit muss man leider rechnen, weil sich viele Menschen eingesperrt und beengt fühlen. Bei dem einen oder anderen mündet das dann in aggressives Verhalten."

Polizisten würden schon jetzt eine zunehmende Aggressivität während ihrer Einsätze feststellen, sagte Mertens. "Immer häufiger werden meine Kollegen bei Einsätzen angespuckt. In Corona-Zeiten kommt das Anhusten dazu. Das Anhusten ist das neue Spucken. Von den Polizisten wird das als extrem bedrohlich empfunden."

Update, 11. November, 5 Uhr: Lehrerverband sieht Versäumnisse bei Corona-Schutz an Schulen

Dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, gehen die Corona-Maßnahmen in den Schulen nicht weit genug. Der Passauer Neuen Presse (Mittwoch) sagte er: "In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben."

Er hoffe, dass generelle Schulschließungen vermeidbar seien, sagte Meidinger. "Dazu müssen aber bei exponentiell wachsenden Infektionszahlen die präventiven Vorsichtsmaßnahmen an Schulen hochgefahren werden", fordert er. Dazu zähle neben der Maskenpflicht auch die vorübergehende Wiedereinführung der Abstandsregel, was halbierte Klassen und Wechselbetrieb bedeuten würde.

Schülerinnen und Schüler bearbeiten Informatikaufgaben im Informatik-Grundkurs am Carolus-Magnus-Gymnasium.
Schülerinnen und Schüler bearbeiten Informatikaufgaben im Informatik-Grundkurs am Carolus-Magnus-Gymnasium.  © Jonas Güttler/dpa

Update, 11. November, 1 Uhr: Fauci: Wegen möglichem Impfstoff nicht in falscher Sicherheit wiegen

Der führende US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hat die Amerikaner davor gewarnt, sich wegen eines möglichen Impfstoffs gegen das Coronavirus in Sicherheit zu wiegen. "Die Nachricht über den Impfstoff sollte die Menschen nicht dazu veranlassen zu sagen, dass wir die öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen nicht weiterführen müssen", sagte Fauci am Dienstag dem Sender CNN. An die Amerikaner appellierte er: "Geben Sie nicht auf, wenn Sie wissen, dass Hilfe auf dem Weg ist." Er wisse um die Erschöpfungserscheinungen beim Thema Coronavirus. "Aber halten Sie durch, noch ein bisschen länger."

Fauci rief die Amerikaner dazu auf, Masken zu tragen, Abstand von anderen Menschen zu halten und sich die Hände zu waschen. Auch wenn ein Impfstoff zugelassen würde, würde dieser zunächst nach Prioritäten verteilt werden. So würden beispielsweise Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiteten, zuerst damit versorgt werden. Er rechne aber damit, dass jeder Amerikaner, der das wolle, in den ersten vier Monaten des kommenden Jahres geimpft werden könne.

Update, 10. November, 23.02 Uhr: Rund 500 Demonstranten in Schwerin gegen Corona-Beschränkungen

In Schwerin haben nach Polizeiangaben am Dienstagabend rund 500 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Bei den Protesten in der Nähe des Schweriner Schlosses waren Plakate mit Forderungen wie "Stoppt den Test-Terror", "Niemand wird uns das freie Atmen verbieten" und "Körper, Geist, Seele, alles meins!" zu sehen. Nach Polizeiangaben habe es keine Auffälligkeiten gegeben.

Die Stadt Schwerin hatte für Dienstagabend zwei Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen genehmigt, nachdem sie eine andere Demo mit bis zu 100.000 angemeldeten Teilnehmern per Ordnungsverfügung untersagt hatte. Nach Angaben der Landeshauptstadt stammt der Anmelder der Demonstration nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Versammlungsleiter hätten bereits mit ihrer Reise ins Bundesland gegen die Corona-Landesverordnung verstoßen und seien umgehend zur Ausreise aus dem Bundesland aufgefordert worden.

Bodo Schiffmann, Arzt und Aktivist der Querdenken-Bewegung, spricht bei einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen.
Bodo Schiffmann, Arzt und Aktivist der Querdenken-Bewegung, spricht bei einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. November, 22.58 Uhr: NRW erwägt wegen Corona längere Winterferien

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine Verlängerung der Winter-Schulferien im einwohnerstärksten Bundesland wegen der Corona-Pandemie ins Spiel gebracht - und im Gegenzug zwei schulfreie Tage weniger an Karneval. 

Dies sei eine "denkbare Möglichkeit", sagte Laschet am Dienstag im WDR Fernsehen zu Überlegungen, die Winterferien zwei Tage früher beginnen zu lassen. Konkret würde das bedeuten, dass diese nicht erst am 23. Dezember, sondern schon am Montag, 21. Dezember, beginnen würden.

Update, 10. November, 22.30 Uhr: Trotz hoher Todesopfer-Zahl: Spanien spricht von "Stabilisierung"

In Spanien sind innerhalb eines Tages so viele Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus erfasst worden wie seit April nicht mehr. 

Binnen 24 Stunden seien aus den verschiedenen Regionen insgesamt 411 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Madrid mit.

Mehr als 400 Todesopfer binnen 24 Stunden waren in Spanien zuletzt im April zu beklagen gewesen. Die höchsten Werte waren zwischen Ende März und Anfang April mit zum Teil weit mehr als 900 Toten pro Tag registriert worden. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 kletterte am Dienstag auf 39.756.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg unterdessen um 17.395 auf knapp 1,4 Millionen. "Wir registrieren seit einigen Tagen eine deutliche Stabilisierung", betonte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón. Die Zahl der Todesfälle könne trotzdem in den nächsten Tagen weiter steigen, warnte er.

Fernando Simón, Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle.
Fernando Simón, Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle.  © Europa Press/E. Parra. Pool/EUROPA PRESS/dpa

Update, 10. November, 21.37 Uhr: Röttgen warnt vor verfrühter Impfstoff-Euphorie

Angesichts des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Firmen Biontech und Pfizer hat CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen (55) vor zu großer Euphorie gewarnt. 

"Es wäre eine tragische Ironie, wenn die guten Nachrichten über einen bald verfügbaren Impfstoff zu Nachlässigkeit führen würden", sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger (Mittwoch). 

Es wäre das Falscheste, was man tun könne. Stattdessen müssten sich die Menschen auf vier schwere Wintermonate einstellen, die ihnen höchste Anstrengungen und maximale Disziplin abverlangten.

CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen (55).
CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen (55).  © Christophe Gateau/dpa

Update, 10. November, 21 Uhr: 33-Jähriger schlägt bei Masken-Kontrolle Polizisten dienstunfähig

Bei einer Corona-Masken-Kontrolle hat ein 33-Jähriger am Dienstag in Worms (Rheinland-Pfalz) einem Polizisten aufs Auge und ihn damit dienstunfähig geschlagen. 

Zuvor hatte sich sein 21 Jahre alter Begleiter geweigert, sich wie vorgeschrieben in der Fußgängerzone eine Maske aufzuziehen, wie die Polizei mitteilte. Bei der Feststellung seiner Personalien sei es zu der Gewalt gekommen. Der 21-Jährige habe einem anderen Beamten gegen die Schläfe geschlagen. 

Die Polizisten hätten zusammen mit Mitarbeitern des Ordnungsamts die Einhaltung der Maskenpflicht in Teilen der Wormser Innenstadt kontrolliert. Der 33-Jährige habe einen Mund-Nasen-Schutz getragen.

Update, 10. November, 20.32 Uhr: Chef der UN-Friedensmissionen mit Coronavirus infiziert

Der Chef der UN-Friedensmissionen, der französische Diplomat Jean-Pierre Lacroix (60), ist positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Er habe keine Symptome und arbeite aus der Quarantäne in Lissabon, teilte Lacroix am Dienstag per Twitter mit. Die Kontaktnachvollziehung laufe.

Update, 10. November, 20.07 Uhr: Insgesamt 78 Football-Profis bisher positiv auf Coronavirus getestet

In der amerikanischen Football-Liga NFL sind zwischen dem 1. und 7. November 15 weitere Spieler und 41 Personen aus dem Umfeld der Teams positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

In dem Zeitraum wurden 42.978 Corona-Tests bei insgesamt 7922 Personen durchgeführt, wie die NFL und der Spielerverband am Dienstag mitteilten. Bei 2486 Profis fanden insgesamt 16.785 Tests statt, dazu kamen 26.193 Tests bei 5436 Mitarbeitern.

Insgesamt beläuft sich die Zahl von positiv getesteten Profis im bisherigen Monitoring-Testzeitraum vom 1. August bis 7. November auf 78 Spieler und 140 weitere Personen. In dieser Zeitspanne wurden rund 600.000 Tests an NFL-Profis und Personal durchgeführt.

Von Corona keine Spur: Quinton Dunbar (links), der damalige Cornerback der Washington Redskins, jubelte im November 2019 nachdem er in der zweiten Hälfte eines NFL-Footballspiels einen Pass abgefangen hatte.
Von Corona keine Spur: Quinton Dunbar (links), der damalige Cornerback der Washington Redskins, jubelte im November 2019 nachdem er in der zweiten Hälfte eines NFL-Footballspiels einen Pass abgefangen hatte.  © Patrick Semansky/AP/dpa

Update, 10. November, 19.55 Uhr: EM-Spiele der deutschen Handballerinnen in Trondheim fraglich

Die deutschen Handballerinnen können ihre Vorrundenspiele bei der bevorstehenden Europameisterschaft möglicherweise nicht im norwegischen Trondheim bestreiten. 

Angesichts der Dynamik der zweiten Corona-Pandemiewelle hat die norwegische Regierung die EM-Veranstalter um eine Verbesserung des Hygienekonzeptes für das Turnier im Dezember gebeten, wie die Europäische Handballföderation (EHF) am Dienstagabend mitteilte. 

Ende dieser oder Anfang nächster Woche solle dann über das Konzept entschieden werden. Bis spätestens Dienstagmorgen erwarte man eine Entscheidung, ob in Trondheim gespielt werden könne.

Bei der EM vom 3. bis 20. Dezember soll die deutsche Mannschaft in der Vorrunde in Trondheim gegen die Gastgeberinnen, Rumänien und Polen spielen. Co-Ausrichter des Turniers ist Dänemark.

Update, 10. November, 19.53 Uhr: Neue Corona-Hilfen der EU könnten bereits im Frühjahr fließen

Die ersten Gelder aus dem europäischen Corona-Konjunkturprogramm könnten nach Einschätzung von EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn bereits im zweiten Quartal des kommenden Jahres fließen. 

Voraussetzung sei aber, dass die Einigung zum EU-Finanzpaket für die kommenden sieben Jahre in den 27 Mitgliedstaaten so schnell wie möglich ratifiziert werde, sagte der Österreicher am Dienstagabend nach dem Anschluss von Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und Regierungsvertretern in Brüssel. Nach derzeitigem Stand müssten dazu in 23 Ländern auch nationale Parlamente befasst werden.

"Ich hoffe, dass wir gegen Ende des zweiten Quartals oder vielleicht schon während des zweiten Quartals nächsten Jahres damit beginnen können", erklärte Hahn zur Auszahlung der ersten Mittel.

EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn.
EU-Haushaltskommissar Johannes Hahn.  © Francois Walschaerts/Reuters Pool/AP/dpa

Update, 10. November, 19.07 Uhr: Handballer Bitter positiv auf Corona getestet - Liga-Spiel verlegt

Bei dem positiv auf das Coronavirus getesteten Handball-Nationalspieler handelt es sich um Torhüter Johannes Bitter. Rund 48 Stunden nach dem EM-Qualifikationsspiel in Tallinn gegen Estland fiel auch ein zweiter Test bei dem 38-Jährigen positiv aus, wie sein Club TVB Stuttgart sowie der Deutsche Handballbund (DHB) am Dienstagabend mitteilten. 

Bitter ist frei von Symptomen und befindet sich bereits seit Montag in häuslicher Isolation, er wird den Stuttgartern damit mindestens in den kommenden beiden Bundesliga-Spielen beim HC Erlangen an diesem Mittwoch sowie gegen die TSV Hannover-Burgdorf am Samstag fehlen.

"Für mich ist unerklärlich, was Ursache der Infektion ist", sagte Bitter. "Wir Nationalspieler haben uns während des gesamten Lehrgangs sehr sicher gefühlt. Die Abläufe waren sehr gut und professionell."

Handball-Nationalspieler Johannes Bitter.
Handball-Nationalspieler Johannes Bitter.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. November, 18.41 Uhr: Aktuelle Karte für Deutschland

Die bestätigten Fälle in Deutschland in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner.
Die bestätigten Fälle in Deutschland in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner.  © TAG24

Update, 10. November, 18.05 Uhr: Drosten sieht in ersten Impfstoffdaten beeindruckenden Schutz

Die ersten Daten zu dem Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus stimmen den Virologen Christian Drosten (48) optimistisch. 

Man sehe in der Zwischenbilanz im Moment einen beeindruckenden Schutz gegen die Infektion. Das sagte der Charité-Wissenschaftler in der am Dienstag veröffentlichten Folge des Coronavirus-Update bei NDR-Info über den am Montag von den Firmen gemeldeten Schutz von 90 Prozent vor Covid-19.

"Wenn jetzt die Studie weiterläuft, kann sich diese Zahl natürlich auch korrigieren, auch durchaus nach unten korrigieren. Damit muss man rechnen", sagte Drosten. Aber prinzipiell habe der Impfstoff eine wirklich gute Schutzwirkung. Bei dieser Art von Impfstoffen, einer neuen Technik, habe man gar nicht gewusst, was man erwarten kann. "Das ist schon jetzt sehr ermutigend", sagte Drosten.

Der Virologe betonte aber auch, dass noch nicht mehr bekannt sei als eine Presseerklärung - auf wissenschaftlicher Ebene sei man auf weitere Veröffentlichungen gespannt. "Das, was wir jetzt in den Medien hatten, das ist eine Zwischenmeldung."

Christian Drosten (48).
Christian Drosten (48).  © Christophe Gateau/dpa

Update, 10. November, 17.43 Uhr: Linke kritisiert Verzögerung bei Novemberhilfen für Gastwirte

Die Linkspartei im Deutschen Bundestag hat Verzögerungen bei den "Novemberhilfen" für die vom Teil-Lockdown betroffenen Gastwirte und Betreiber von Freizeiteinrichtungen kritisiert. 

Zwei Wochen sei es her, dass Bund und Länder beschlossen haben, Restaurants und andere Unternehmen wegen rasant gestiegener Corona-Neuinfektionen im November zu schließen. 

"Dass die "Novemberhilfen" immer noch nicht beantragt werden können, dass das Wirtschaftsministerium nicht einmal die entsprechende Homepage programmiert hat, ist völlig inakzeptabel", sagte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch (62) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). 

"Ich erwarte, dass die Bundesregierung endlich in die Puschen kommt und die Novemberhilfen nicht erst im Dezember kommen."

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch (62).
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch (62).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 10. November, 17.40 Uhr: DOSB und Landessportbünde für schnelle Öffnung der Sportstätten

Der Deutsche Olympische Sportbund und die Vorsitzenden der Landessportbünde haben eine schnellstmögliche Wiedereröffnung aller bundesweiten Spiel- und Sportstätten angemahnt. 

Diese Forderung ist Teil eines Offenen Briefes, aus dem sportschau.de am Dienstag zitierte.

"Es ist wichtig, dass allen Vereinen und Verbänden nach den Beschränkungen vom November 2020 schnellstmöglich wieder die Möglichkeit eröffnet wird, Sportangebote zu unterbreiten, zumindest zu den Regelungen vor dem 28.10.2020 zurückzukehren", heißt es in dem Schreiben. 

Adressiert ist es an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (55, SPD), sowie alle Länderchefs.

Berlins Bürgermeister Michael Müller (55, SPD).
Berlins Bürgermeister Michael Müller (55, SPD).  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 10. November, 17.34 Uhr: Stadt Schwerin untersagt Demonstration gegen Corona-Beschränkungen

Nach der Anmeldung einer Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen hat die Stadt Schwerin diese untersagt. Die Versammlungsbehörde habe die mit bis zu 100.000 Teilnehmern angemeldete Demonstration per Ordnungsverfügung untersagt, teilte die Landeshauptstadt am Dienstag mit. 

Update, 10. November, 17.13 Uhr: Demonstration gegen Corona-Beschränkungen in Schwerin angemeldet

Für Dienstagabend ist eine Demonstration in Schwerin gegen die Corona-Beschränkungen mit 500 bis 1000 Teilnehmern angemeldet worden. 

Die Demonstration solle gegen 22.00 Uhr in der Nähe des Schweriner Schlosses beginnen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock der dpa.

Update, 10. November, 16.56 Uhr: Ungarns Parlament billigt Corona-Notstand für 90 Tage

Das ungarische Parlament hat am Dienstag wegen der Corona-Pandemie nahezu einstimmig die Verlängerung des Gefahrennotstands für 90 Tage gebilligt. 

Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban (57) hatte diesen vergangene Woche für zunächst 15 Tage verhängt, wie es die Verfassung erlaubt. Mit der Parlamentsentscheidung vom Dienstag erhält Orban nun weitere 90 Tage freie Hand, um die sich ausbreitende Pandemie auf dem Verordnungsweg zu bekämpfen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban (57).
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban (57).  © John Thys/AFP Pool/AP/dpa

Update, 10. November, 16.44 Uhr: Niederlande bereiten Lockerungen vor

Die Niederlande nehmen angesichts gesunkener Infektionszahlen vorsichtig Kurs auf eine Lockerung ihrer strengen Corona-Schutzmaßnahmen. 

Möglicherweise könnten in der kommenden Woche Kinos, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, erklärte Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Dienstag nach Angaben des Senders NOS. Regionale abendliche Ausgangssperren seien bis auf weiteres vom Tisch; Gaststätten müssten allerdings voraussichtlich noch bis Mitte Dezember geschlossen bleiben.

Hugo de Jonge, Gesundheitsminister der Niederlande.
Hugo de Jonge, Gesundheitsminister der Niederlande.  © Remko De Waal/ANP/dpa

Update, 10. November, 16.35 Uhr: Neue Corona-Schutzmaßnahmen in Estland: 2+2-Regel und Maskenpflicht

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wird Estland weitere Einschränkungen für die Bevölkerung verhängen. 

Die Regierung in Tallinn kündigte am Dienstag eine Maskenpflicht an öffentlichen Orten und im Personennahverkehr an. Auch wird wieder die sogenannte 2+2-Regel in dem baltischen EU-Land eingeführt werden. 

Danach dürfen nicht mehr als zwei Personen zusammen sein und sie müssen einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen einhalten. 

Die Regelungen sollen am Donnerstag erlassen werden und dann ab 16. November gelten, teilte die Staatskanzlei in Tallinn mit.

Update, 10. November, 16.33 Uhr: Zahlen sprechen für sich: Lockdown im Berchtesgadener Land scheint zu wirken

Der bundesweit erste Teil-Lockdown dieses Herbstes im Berchtesgadener Land zeigt nach drei Wochen offenbar Wirkung. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - sank laut Landratsamt auf 157,65 - die Hälfte des Höchstwertes von 324 Ende Oktober.

Update, 10. November, 16.31 Uhr: Studie zu Corona-Antikörpern in Berlin-Mitte vor dem Start

2000 Menschen aus dem Berliner Bezirk Mitte sollen für eine Studie auf Coronavirus-Antikörper untersucht werden. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) wolle damit ab 17. November etwa herausfinden, wie viele Menschen ohne Symptome infiziert waren, kündigte der Bezirk am Dienstag an. 

Bei den Studienteilnehmern handle es sich um vorab zufällig ausgewählte Menschen. Über Details wollen Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und RKI-Experten am kommenden Montag informieren.

Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne).
Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne).  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 10. November, 16.10 Uhr: Liefervereinbarungen für 570 Millionen Corona-Impfdosen von Biontech

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hat nach eigenen Angaben mit seinem US-Partner Pfizer Liefervereinbarungen mit mehreren Ländern und der EU für insgesamt 570 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs für dieses und das nächste Jahr geschlossen. 

Darüber hinaus gebe es Kaufoptionen für weitere 600 Millionen Dosen, teilte Biontech am Dienstag mit. Alle Vereinbarungen sind den Angaben zufolge abhängig vom klinischen Erfolg und der Zulassung. Mehr Infos >> HIER.

Das Logo des Biotechnologie-Unternehmens BioNTech ist na einer Stele vor der Unternehmenszentrale angebracht.
Das Logo des Biotechnologie-Unternehmens BioNTech ist na einer Stele vor der Unternehmenszentrale angebracht.  © Arne Dedert/dpa

Update, 10. November, 16.03 Uhr: Bundesweiter Vorlesetag am 20. November wird digital

Lesen verbindet - auch in Corona-Zeiten. Deshalb setzt der diesjährige bundesweite Vorlesetag am 20. November vor allem auf digitale Aktionen. 

"Um gemeinsam zu zeigen, dass Vorlesen auch in Zeiten von Corona wichtig ist, beteiligen sich viele Verbände, Verlage, Medienhäuser und PolitikerInnen", teilten die Organisatoren mit. Mehr als 400.000 Teilnehmer hätten sich schon zum Vorlesen und Zuhören angemeldet. Der Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative der Wochenzeitung Die Zeit, der Stiftung Lesen in Mainz und der Deutschen Bahn Stiftung.

Update, 10. November, 15.24 Uhr: Einzelhandel bricht im Lockdown ein: Warum Amazon und Zalando nicht helfen

Der teilweise Corona-Lockdown im November trifft erneut die Kleidungs-Geschäfte besonders hart. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE). Mehr Infos >> HIER

Zahlreiche Menschen mit Masken sind auf der Schildergasse, einer der Haupteinkaufsstraßen Kölns, unterwegs.
Zahlreiche Menschen mit Masken sind auf der Schildergasse, einer der Haupteinkaufsstraßen Kölns, unterwegs.  © Marius Becker/dpa

Update, 10. November, 15.15 Uhr: Pariser Untersuchungsrichter prüfen mögliche Corona-Versäumnisse

Die Ermittlungen um mögliche Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Pandemie in Frankreich gehen in die nächste Phase. Vier Untersuchungen seien an Ermittlungsrichter weitergeben worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. 

Die Vorwürfe lauten demnach Unterlassung bei der Bekämpfung einer Gefahr, Gefährdung des Lebens anderer sowie fahrlässige Tötung und Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im Sommer Voruntersuchungen eingeleitet, um eventuell begangene Straftaten aufzudecken. Dies ist nun der nächste Schritt in den Ermittlungen.

Update, 10. November, 15 Uhr: Austragung der Hallen-Bundesligen beim Hockey noch fraglich

Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) hat seine endgültige Entscheidung über die Durchführung der Hallen-Bundesligen aufgeschoben. 

Es stehe fest, dass eine solche Saison in der geplanten Form nur dann möglich sei, "wenn die Vereine im Dezember trainieren und spielen können", sagte der DHB-Bundesliga-Beauftragte Bernd Schuckmann am Dienstag. Deshalb werde man die Neubewertung der Corona-Lage durch die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten in der kommenden Woche abwarten.

Update, 10. November, 14.20 Uhr: Britisches Wörterbuch kürt "Lockdown" zum Wort des Jahres

Das britische Collins-Wörterbuch hat den Begriff "Lockdown" zum Wort des Jahres 2020 erklärt. Mehr Infos >> HIER.

Das Wort Lockdown hätte in Deutschland vielleicht Chancen zum Unwort des Jahres zu werden...
Das Wort Lockdown hätte in Deutschland vielleicht Chancen zum Unwort des Jahres zu werden...  © Oliver Berg/dpa

Update, 10. November, 13.49 Uhr: Brandenburg: AfD-Fraktion kündigt Verfassungsklage gegen Corona-Verordnung an

Die AfD im Brandenburger Landtag will die Corona-Beschränkungen aus der jüngsten Verordnung vor dem Landesverfassungsgericht mit einer Klage kippen.

"Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Corona-Politik der Landesregierung und der Bundesregierung Schaden anrichtet, dass sie unverantwortlich ist, weil sie nicht angemessen ist", sagte Fraktionschef Christoph Berndt am Dienstag in Potsdam.

Die 23 Abgeordneten reichten nach Angaben der AfD-Politikerin Lena Duggen Verfassungsklage ein, weil sie die Verordnung für rechtswidrig hielten. "Es ist unbegreiflich, dass die einen ihr Handwerk oder ihr Unternehmen weiter ausführen dürfen, andere nicht."

Update, 10. November, 13.44 Uhr: Rund 47.000 Tests pro Tag - Bayerns Corona-Labore noch nicht am Limit

Die Corona-Testlabore in Bayern sind nach Angaben der Staatsregierung derzeit noch lange nicht am Kapazitätslimit. Im Mittel der vergangenen sieben Tagen seien 47.000 Tests täglich durchgeführt worden, die Gesamtkapazität im Land betrage 78.000 Tests, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Rund 40.000 Tests davon könnten in privaten Laboren, 38.000 Tests in kommunalen Testzentren erfolgen. Da die Zahl der Infektionen derzeit stark steige, steige in der Folge durch viele Nachverfolgungen der Kontaktpersonen auch die Zahl der Tests.

"Wir haben damit rechnerisch noch Kapazität nach oben", sagte Herrmann. Gleichwohl sei das Gesundheitsministerium nun beauftragt worden, landesweit zu evaluieren, wo einzelne Labore überlastet seien. "Wir nehmen die Laborsorgen sehr ernst, wir wollen auch keine Überforderung der Labors haben."

Herrmann betonte, dass Bayern anders als jüngst vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlen, seine Teststrategie nicht grundlegend verändern werde. Es werde aber geprüft, wo etwa die neuen Schnelltests künftig eingesetzt werden könnten und in welchen Regionen die Testzentren zusätzliche Unterstützung brauchen.

Laut Florian Herrmann (CSU) wird Bayern nichts an seiner Test-Strategie ändern.
Laut Florian Herrmann (CSU) wird Bayern nichts an seiner Test-Strategie ändern.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 10. November, 13.40 Uhr: Russlands Hauptstadt schränkt wegen Corona öffentliches Leben ein

Europas größte Stadt Moskau hat wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen für zwei Monate die Schließung von Restaurants, Bars und Nachtclubs zwischen 23.00 und 6.00 Uhr angeordnet. Bis 15. Januar seien auch alle Massenveranstaltungen verboten, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Dienstag mit.

Die Schritte seien nötig, um den Anstieg der Zahlen zu stoppen, sagte er. Studenten von Hochschulen und Colleges müssen demnach zum Online-Unterricht übergehen. Die Zahlen in der russischen Hauptstadt stiegen zuletzt um etwa 6000 neue Fälle täglich. Einen Lockdown wollten die Behörden in Moskau aber weiter vermeiden. Insgesamt wurden in Russland am Dienstag 20.977 neue Fälle registriert.

Theater, Kinos und Konzertsäle dürfen nur maximal 25 Prozent der verfügbaren Plätze besetzen. Sobjanin hatte bereits angewiesen, dass 30 Prozent der Werktätigen von zuhause aus arbeiten müssten. Auch Schüler ab der sechsten Klasse lernen im Online-Unterricht.

Zudem sollen Menschen im Alter von über 65 Jahren ihre Wohnungen nicht verlassen. Diese Regelung galt zunächst bis Ende November. In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Einkaufszentren und an anderen Orten mit Menschenansammlungen ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes vorgeschrieben. Auch Handschuhe müssen vielerorts getragen werden.

Update, 10. November, 13.38 Uhr: Corona-Notkrankenhaus auf dem Messegelände soll bis Frühjahr bleiben

Das Corona-Notkrankenhaus auf dem Berliner Messegelände soll noch bis Mai 2021 offen gehalten werden. Darauf hat sich der Senat am Dienstag verständigt. Einen entsprechenden Vorschlag hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) unterbreitet.

Es sei angesichts des Infektionsgeschehens nicht die Zeit, darüber nachzudenken, das Corona-Behandlungszentrum abzubauen, sagte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) am Dienstag im Anschluss an die Senatssitzung. Ursprünglich sei die Rückgabe an die Messe Berlin bis zum 31. Dezember geplant gewesen, mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen solle der Vertrag nun aber verlängert werden.

Das Nutzungsende ist bis zum 31. Mai vorgesehen; bis zum 30. Juni müssten die für das Behandlungszentrum genutzten Messehallen 24, 25 und 26 dann zurückgegeben werden. Im Februar oder März will sich der Senat noch einmal mit dem Thema befassen. Dabei solle geklärt werden, ob es möglich sei, die Messehallen früher zu räumen, sagte Matz.

Das Corona-Behandlungszentrum auf dem Berliner Messegelände ist vor allem für die Versorgung leichterer Covid-19-Fälle gedacht.
Das Corona-Behandlungszentrum auf dem Berliner Messegelände ist vor allem für die Versorgung leichterer Covid-19-Fälle gedacht.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 10. November, 13.33 Uhr: Corona-Ausbrüche in drei Nürnberger Pflegeheimen

In drei Nürnberger Pflegeheimen haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Ein Bewohner einer Einrichtung sei gestorben, teilte die Stadt Nürnberg am Dienstag mit.

Vier Erkrankte seien im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. In einem Altenheim im Stadtteil Langwasser sind demnach 27 der 144 Bewohnerinnen und Bewohner infiziert. In der Altstadt sind es 15 der 136 und im Stadtteil Gostenhof elf der 139 älteren Menschen. In allen drei Einrichtungen wurden jeweils neun Pflegekräfte positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

Update, 10. November, 13.31 Uhr: Bildungsbehörde: Kleinkinder verlernen im Lockdown Fähigkeiten

In der Corona-Krise haben viele Kleinkinder nach Angaben einer britischen Bildungsbehörde vergessen, wie man mit Messer und Gabel isst - und manche machen nun wieder in die Windel. Bei älteren Kindern sei auffällig, dass ihre Ausdauer beim Lesen und Schreiben nachgelassen habe. Auch die Leistungen beim Rechnen seien zurückgegangen, teilte Ofsted (Office for Standards in Education) am Dienstag in London mit.

Schulleiter berichteten demnach über die Zunahme von Essstörungen und Selbstverletzungen sowie einen Rückgang der Fitness bei älteren Mädchen und Jungen. Die unabhängige Behörde ist unter anderem für Schulinspektionen zuständig und berichtet dem Parlament. Der Report basierte auf Besuchen von mehr als 900 Einrichtungen seit September.

In England ist diese Entwicklung demnach vor allem auf den ersten Lockdown zurückzuführen, als Kindergärten und Schulen geschlossen worden waren. Zurzeit gibt es dort einen Teil-Lockdown: Die Kinder können in die Schulen gehen, jeder britische Landesteil entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Erst kürzlich hatte Ofsted mitgeteilt, dass in den vergangenen Monaten die Zahl vorsätzlich verletzter oder getöteter Babys in England um 20 Prozent gestiegen sei. Demnach wurden zwischen April und Oktober 64 Fälle bekannt, bei denen Kinder im Alter unter einem Jahr absichtlich verletzt worden waren - acht starben. Die starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei auf eine «toxische Mischung» von Isolation, Armut und psychischen Leiden zurückzuführen, erläuterte Amanda Spielman von der Bildungsbehörde.

Kleinkinder verlernen in der Corona-Zeit viele Fähigkeiten, wie zum Beispiel mit einer Gabel zu essen.
Kleinkinder verlernen in der Corona-Zeit viele Fähigkeiten, wie zum Beispiel mit einer Gabel zu essen.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. November, 13.29 Uhr: Jordanier wählen neues Parlament unter strengen Corona-Auflagen

Trotz steigender Coronazahlen ist in Jordanien ein neues Parlament gewählt worden. In dem von König Abdullah II. regierten Land waren am Dienstag mehr als vier Millionen Menschen aufgerufen, 130 Vertreter des Repräsentantenhauses zu bestimmen.

Angesichts weit verbreiteter Kritik am Umgang der Regierung mit der Corona-Pandemie erwarteten Beobachter eine geringe Wahlbeteiligung. Das Parlament hat in dem Königreich zudem nur begrenzte Befugnisse. Ergebnisse der Abstimmung werden für Mittwoch erwartet.

Um Ansteckungen bei der Abstimmung zu vermeiden, galten in den Wahllokalen strenge Schutzmaßnahmen. So mussten die Wähler Abstand einhalten sowie eine Maske und Handschuhe tragen. Später am Wahltag sollte eine viertägige Ausgangssperre beginnen.

Update, 10. November, 13.28 Uhr: Singapur öffnet Clubs auf Probe - aber mit Test und Maske

In Singapur können die Menschen bald wieder im Club tanzen gehen: Im Dezember sollen in dem südostasiatischen Stadtstaat erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder 25 Clubs und Karaoke-Bars öffnen - allerdings zunächst nur probeweise.

Zudem müssen Besucher einen negativen Corona-Test vorweisen und im Inneren eine Maske tragen, teilte die Singapore Nightlife Business Association (SNBA) mit. Auch darf nach 22.30 Uhr kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden. Es werde noch eine Weile dauern, bis die Lokale wieder ohne Einschränkungen öffnen dürften, so die Regierung.

In vielen Ländern Südostasiens scheint die Pandemie mittlerweile weitgehend unter Kontrolle zu sein. Jedoch sind die Regierungen sehr vorsichtig und lockern Maßnahmen nur zögernd. Auch die Grenzen in der Region sind größtenteils noch dicht. Singapur lässt mittlerweile wieder Besucher aus Australien, Brunei, China, Neuseeland und Vietnam ins Land. Öffnungen für Geschäftsreisende aus anderen Ländern sind geplant.

In der Wirtschaftsmetropole mit ihren 5,7 Millionen Einwohnern haben sich bis heute fast 60.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Bei den meisten Betroffenen handelte es sich um junge Arbeitsmigranten, die auf engstem Wohnraum leben.Mittlerweile stecken sich täglich weniger als zehn Menschen an. Insgesamt hat Singapur zudem eine der niedrigsten Todesraten in Verbindung mit Covid-19: Es gab bisher 28 Tote.

Singapur hat das Coronavirus weitestgehend im Griff, bislang wurden im ganzen Land nur 28 Covid-Tode gemeldet.
Singapur hat das Coronavirus weitestgehend im Griff, bislang wurden im ganzen Land nur 28 Covid-Tode gemeldet.  © Stephen Morrison/EPA/dpa

Update, 10. November, 13.22 Uhr: Offizielle Gesundheitsinfos ab sofort prominent bei Google

Bei einer Google-Suche nach bestimmten Krankheiten finden Internetnutzer neuerdings offizielle geprüfte Informationen in einem prominent hervorgehobenen Info-Kasten.

Das Bundesgesundheitsministerium startete dazu am Dienstag in Berlin eine Kooperation mit dem Internetkonzern. In dem Kasten sind die Antworten des Nationalen Gesundheitsportals "gesund.bund.de" zu sehen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, auch die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig seriöse Gesundheitsinformationen seien. Er erwarte sich einen Bekanntheitsschub für das Gesundheitsportal.

"Wenn wir ein Interesse daran haben, objektive, fundierte, evidenzbasierte Informationen rüberzubringen, dann bringt es mir nichts, wenn wir bei Google an Stelle 783.000 auftauchen." Gestartet werde das Info-Angebot mit den 160 häufigsten Krankheiten.

Update, 10. November, 13.17 Uhr: Coronavirus: Estlands Präsidentin vorsorglich in Selbstisolation

Estlands Staatspräsident Kersti Kaljulaid hat sich vorsorglich in Quarantäne begeben, nachdem sie Ende vergangener Woche möglicherweise Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt hatte.

"Ich werde als enger Kontakt angesehen und bin daher bis Montag gemäß den Anweisungen der Gesundheitsbehörde in Selbstisolation", schrieb Kaljulaid am Dienstag auf Facebook. Alle für diese Woche geplanten physischen Termine seien abgesagt worden. "Ich fühle mich derzeit gut und es gibt keine Symptome, die auf eine Erkrankung hindeuten, aber wir werden heute auch Tests durchführen".

Estland mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 6376 bestätigte Corona-Infektionen und 76 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Der Baltenstaat gehört nach Angaben der EU-Behörde ECDC trotz steigender Fallzahlen zu den aktuell weniger stark betroffenen Ländern in Europa.

Kersti Kaljulaid ist die Präsidentin von Estland.
Kersti Kaljulaid ist die Präsidentin von Estland.  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

Update, 10. November, 13.11 Uhr:NRW: Mehr als 50.000 Schüler wegen Corona in Quarantäne

Die Corona-Pandemie wirkt sich immer stärker auch an den Schulen in Nordrhein-Westfalen aus. 50.152 Schüler (knapp 2,5 Prozent) befanden sich zum Stichtag 4. November in Quarantäne, wie das Schulministerium am Dienstag mitteilte.

Bei mehr als 3660 Schülerinnen und Schülern sei eine Corona-Infektion bestätigt worden - das waren mehr als doppelt so viel wie in der Woche zuvor. Bei fast 560 Lehrkräften wurde das Coronavirus bestätigt, fast 3500 Lehrer waren in Quarantäne.

Sechs Schulen waren landesweit nach Angaben des Ministeriums zum Stichtag ganz geschlossen, an 552 Schulen (12,3 Prozent) gab es Teilschließungen. In der Woche davor hatten erst knapp 70 Schulen teilweise schließen müssen.

In NRW gibt es mehr als 5500 Schulen und etwa 2,5 Millionen Schüler. An 87,5 Prozent der Schulen fand den Angaben zufolge zum Stichtag regulärer Präsenzunterricht statt. In der Vorwoche waren es noch 98,4 Prozent der Schulen.

Update, 10. November, 13.06 Uhr: Gündogan zur eigenen Corona-Erkrankung: Hat mein Denken verändert

Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat mit Demut auf seine Corona-Infektion zurückgeblickt. "Vor der Corona-Erkrankung habe ich es nicht für voll genommen. Danach hat sich mein Denken geändert. Es macht nicht nur körperlich, auch psychisch etwas mit einem. Man macht sich Sorgen. Alles steht in den Sternen", sagte Gündogan auf der Pressekonferenz am Dienstag vor dem Länderspiel gegen Tschechien in Leipzig.

Gündogan hatte die Länderspiele im Oktober verpasst, nachdem er sich infiziert hatte. "Die ersten drei, vier Tage waren schlimm. Da waren die stärksten Symptome. Schwierig war der Einstieg wieder ins Training, weil die Krankheit noch drin war", ergänzte der Mittelfeldspieler von Manchester City, der gegen Tschechien vermutlich als Kapitän auflaufen wird. Gündogan appellierte daran, das Virus ernst zu nehmen. "Wir sollten so vorsichtig wie möglich sein, um die Menschen um uns herum zu schützen."

Tief berührt habe ihn ein Telefongespräch mit seinem Großvater, der aus Sorge um Gündogan geweint habe. "Ich werde dieses Gespräch niemals vergessen", sagte Gündogan und fügte mit Blick auf einen möglichen Impfstoff hinzu: "Wir sehnen die Zeit herbei, dass Menschen ins Stadion können. Dafür spielen wir ja auch. Es wäre schön, wenn es schnell passieren würde. Generell ist aber die Gesundheit von allen Menschen wichtig."

Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan nimmt das Coronavirus inzwischen sehr viel ernster als früher.
Der deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan nimmt das Coronavirus inzwischen sehr viel ernster als früher.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 10. November, 13.03 Uhr: Minister sprechen über Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will an diesem Mittwoch mit Innenminister Thomas Strobl (CDU) über dessen Forderung nach einer Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern sprechen. Die beiden wollten sich am Rande der Landtagssitzung austauschen, kündigte Lucha am Dienstag in Stuttgart an.

Strobl hatte vorgeschlagen, Quarantäneverweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus einweisen zu lassen. Die Maßnahme solle dem Schutz der Mitmenschen dienen, die Verweigerer dürften nur auf richterlichen Beschluss untergebracht werden. Dafür war der baden-württembergische Innenminister viel kritisiert worden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Dienstag, die Menschen müssten sich an die Quarantänepflicht halten. Notfalls müsse diese zwangsweise durchgesetzt werden, die zwangsweise Unterbringung sei aber nur als Ultima Ratio möglich. Soweit ihm bekannt sei, gebe es nur ganz wenige Verstöße, sagte er. Fraglich sei auch, ob die Unterbringung in einer zentralen Einrichtung zielführend sei.

Update, 10. November, 13.01 Uhr: Deutlich weniger Gäste aus dem Ausland in Berlin

Der Tourismus in Berlin ist in Folge der Corona-Pandemie in diesem Jahr eingebrochen. Besonders drastisch fiel zwischen Januar und September 2020 der Rückgang bei ausländischen Gästen aus, wie aus vorläufigen Berechnungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht.

Demnach ging die Zahl der Gäste aus dem Ausland um 71,2 Prozent auf 1,2 Millionen zurück. Die Zahl ihrer Übernachtungen sank um 71,3 Prozent auf rund 3,4 Millionen. Die Zahl der Gäste aus dem Inland sank um 49,1 Prozent auf 3,2 Millionen und die der Übernachtungen um 47,4 Prozent auf 7,3 Millionen.

Bis Ende September 2020 hätten insgesamt 4,4 Millionen Gäste die Hauptstadt besucht, teilte die Statistikbehörde mit. Das entspreche einem Rückgang von 57,9 Prozent. Ähnlich hoch fiel mit 58,4 Prozent der gesamte Rückgang der Übernachtungen aus. Die Statistikbehörde zählte zwischen Januar und September 2020 rund 10,7 Millionen Übernachtungen.

In Berlin drückt das Coronavirus auch auf die Toursmius-Zahlen.
In Berlin drückt das Coronavirus auch auf die Toursmius-Zahlen.  © Paul Zinken/dpa

Update, 10. November, 12.54 Uhr: "Querdenken"-Demo beschäftigt auch den Leipziger Stadtrat

Die aus dem Ruder gelaufene "Querdenken"-Demonstration vom vergangenen Wochenende wird am Mittwoch auch den Leipziger Stadtrat beschäftigen. Die Fraktionen der Linken, Grünen und der SPD haben jeweils dringliche Anfragen eingereicht.

Darin wollen sie von der Stadtverwaltung unter anderem wissen, wie die Lage vorab eingeschätzt wurde, mit welchen Teilnehmerzahlen gerechnet wurde, und warum die Versammlung trotz massenhafter Verstöße gegen die Demo-Auflagen erst nach mehr als zwei Stunden aufgelöst wurde. Der Leipziger Stadtrat tagt am Mittwochnachmittag wegen der verschärften Corona-Lage nicht im Rathaus sondern in der größeren Leipziger Kongresshalle.

Update, 10. November, 12.51 Uhr: Verwirrung um radikale Nerz-Keulung in Dänemark

In Dänemark herrscht zunehmend Verwirrung um die von der Regierung veranlasste Massenkeulung aller Nerze im Land. Für die Tötung von gesunden Pelztieren außerhalb bestimmter Risikozonen gibt es nämlich noch keine rechtliche Grundlage, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen einräumte.

"Wir haben einen Fehler begangen. Es gibt keine gesetzliche Befugnis, um Nerzzüchter außerhalb der 7,8-Kilometer-Zonen zu bitten, ihre Nerze zu schlachten", sagte Jensen am Dienstag dem Sender TV2. Dies habe er bei der Bekanntgabe nicht gewusst, ändere aber nichts daran, dass durch die Nerzzucht in Dänemark in Corona-Zeiten ein Risiko bestehe. Die Züchter sollten mit Blick auf die Volksgesundheit damit weitermachen, die Tiere zu töten.

Regierungschefin Mette Frederiksen hatte bei der Ankündigung der Maßnahme am vergangenen Mittwoch davon gesprochen, dass alle Nerze in Dänemark getötet werden sollten, um so sicherzustellen, dass eine bei den Nerzen aufgetretene Coronavirus-Mutation eingedämmt werde. Auch in einer Mitteilung des Umwelt- und Lebensmittelministeriums hieß es: "Die Regierung hat auf Grundlage einer neuen Risikobewertung der Gesundheitsbehörden beschlossen, alle dänischen Nerzbestände zu schlachten."

Den Pelztierzüchtern wurde eine Bonuszahlung in Aussicht gestellt, wenn sie ihre Tiere innerhalb weniger Tage keulten. In einem neuen Brief der Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen an die dänischen Nerzzüchter hieß es nun am Dienstag, man bedauere, dass aus einem vorherigen Schreiben vom Freitag nicht hervorgegangen sei, dass es sich um eine §Aufforderung§ der schnellstmöglichen Tötung gesunder Bestände außerhalb der 7,8-Kilometer-Zonen gehandelt habe.

Wie TV2 berichtete, deckt die Gesetzlage nur infizierte Nerzfarmen sowie Bestände in einem bestimmten Umkreis ab - besagte 7,8 Kilometer. Die Regierung will nun im Schnellverfahren die gesetzliche Grundlage schaffen, dass auch gesunde Nerze getötet werden dürfen.

In Dänemark müssen Millionen von Nerzen umgebracht werden.
In Dänemark müssen Millionen von Nerzen umgebracht werden.  © Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Update, 10. November, 12.47 Uhr: Eltern mit Maske in die Kita - Ministerium mit neuen Corona-Regeln

Eltern müssen in Sachsen-Anhalt künftig einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie ihre Kinder in die Kita bringen oder abholen. Das sehen neue Corona-Schutzregeln vor, die das Gesundheitsministerium am Dienstag in Magdeburg veröffentlichte.

Demnach müssen Eltern und andere Besucher in den Kitas Masken tragen, um Kinder und Personal zu schützen. In allen Räumen, in denen Kinder betreut werden, muss drei Mal pro Stunde für mindestens fünf Minuten gelüftet werden. Kinder, die offensichtliche Erkältungssymptome haben, dürfen weiter betreut werden.

Mit den Empfehlungen reagiert das Ministerium nach eigenen Angaben auf die aktuell hohen Corona-Infektionszahlen. Die Vorgaben sollen dabei helfen, Kitas und Horte möglichst lange offen zu halten und eine Schließung wie im Frühjahr zu vermeiden. Die neuen Corona-Regeln sollen von den Einrichtungen im Laufe der Woche umgesetzt werden. An den Schulen gilt seit Montag eine Maskenpflicht für alle - außer im eigentlichen Unterricht.

Für die Schulhorte sieht der Plan vor, dass die Kinder und Jugendlichen in den gleichen Gruppen betreut werden wie in der Schule. Diese sogenannte Kohortenbildung soll Kontakte reduzieren. Kinder einer Kohorte müssen den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einhalten. Zu allen anderen betreuten Gruppen sollen sie hingegen Abstand halten. Sollte das wegen der Räumlichkeiten nicht möglich sein, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Update, 10. November, 12.44 Uhr: Corona-Fall im Handball-Nationalteam: Liga-Chef nicht überrascht

Der positive Corona-Test eines Handball-Nationalspielers hat aus Sicht von Bundesliga-Chef Frank Bohmann das erhöhte Ansteckungsrisiko in Länderspielpausen bestätigt.

"Es steht außer Frage, dass dies ein erhöhtes Risiko bedeutet. Nicht unbedingt die Reisen an sich, sondern das Zusammenkommen mit Spielern aus anderen Vereinen und die Spiele gegen andere Nationalmannschaften, bei denen es genauso ist", sagte der 55-Jährige am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Gut 24 Stunden nach dem EM-Qualifikationsspiel der DHB-Auswahl in Tallinn gegen Estland war ein deutscher Nationalspieler am Montagabend positiv getestet worden. Nicht nur der Spieler selbst, sondern auch andere Nationalspieler etwa von der SG Flensburg-Handewitt oder von Frisch Auf Göppingen befinden sich deswegen aktuell in häuslicher Isolation und können nicht am Trainingsbetrieb ihrer Bundesliga-Teams teilnehmen. Am Dienstagnachmittag sollen weitere Testergebnisse Aufschluss darüber geben, ob es weitere positive Fälle gibt.

"Ich habe keinen Zweifel daran, dass der DHB alles für den Schutz der Spieler getan hat. Aber eine hundertprozentige Sicherheit kann dir niemand geben", sagte Bohmann. "Wir müssen jetzt unsere Lehren daraus ziehen und bei den nächsten Länderspielen das Risiko möglichst noch geringer halten."

Frank Bohmann ist der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL).
Frank Bohmann ist der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL).  © Marius Becker/dpa

Update, 10. November, 12.40 Uhr: Ausnahmen vom Stuttgarter Diesel-Fahrverbot wegen Corona

Bei den Diesel-Fahrverboten in Stuttgart gibt es in bestimmten Fällen nun doch wieder Corona-Ausnahmen.

"Vulnerable, besonders schutzbedürftige Personen erhalten bei Vorlage eines ärztlichen Attestes eine Ausnahme von den Verkehrsverboten, zunächst befristet bis 31. Januar 2021", heißt es auf einer Info-Seite der Stadt im Internet.

Während der ersten Hochphase der Pandemie hatte es schon einmal eine Ausnahmeregelung gegeben, die noch weitere Gruppen beinhaltet hatte, dann aber ausgelaufen war.

Dem Bericht zufolge hatte das Land neue Ausnahmen zunächst abgelehnt, unter anderem mit Verweis darauf, dass der öffentliche Nahverkehr in den Regelbetrieb zurückgekehrt sei und damit - anders als im Frühjahr - die vollen Kapazitäten zur Verfügung stünden.

Update, 10. November, 12.34 Uhr: Corona: Wieder Quarantäne für Seychellen-Urlauber aus Deutschland

Wer von Deutschland aus auf die Seychellen reist, muss dort nach der Einreise bald wieder in Quarantäne. Vom 16. November an sind sechs Tage in einem dafür vorgesehenen Hotel vorgeschrieben, informieren die Behörden des Inselstaates.

Außerdem muss ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein zweiter Corona-Test ist am fünften Tag nach der Einreise erforderlich. Erst dann können sich Urlauber frei bewegen. Hintergrund ist, dass Deutschland wegen der gestiegenen Corona-Fallzahlen in die Liste der Länder mit hohem Risiko rutscht.

Damit steigen die Hürden für einen Urlaub auf den Seychellen wieder. Bislang mussten Reisende aus Deutschland lediglich einen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein durfte. Auch mancher deutsche Reiseveranstalter wollte das Land im Indischen Ozean zuletzt wieder in sein Programm auf der Fernstrecke aufnehmen.

Auch auf der Karibikinsel Barbados müssen sich Reisende aus Deutschland nun wieder bis zu einem zweiten Corona-Testergebnis in Quarantäne begeben. Darauf weist auch das Auswärtige Amt hin.

Fernreisen bleiben angesichts der Corona-Pandemie eine heikle Angelegenheit.
Fernreisen bleiben angesichts der Corona-Pandemie eine heikle Angelegenheit.  © Sabrina Hentschel/dpa

Update, 10. November, 12.31 Uhr: 422 neue Corona-Fälle in Hamburg - Sieben-Tage-Wert sinkt leicht

Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen hat sich am Dienstag wieder deutlich um 422 erhöht. Am Montag waren noch 298 Fälle gemeldet worden. Der Sieben-Tage-Wert pro 100.000 Einwohner sank dennoch leicht von 165,9 auf 164,1, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte.

Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 17.859 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 10.400 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen.

Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Hamburger Kliniken stieg den Angaben zufolge von vergangenem Freitag bis Montag von 240 auf 264, die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen kletterte um zehn auf 68. Die Zahl der Corona-Toten blieb unverändert. Demnach starben nach amtlichen Angaben seit Beginn der Pandemie in Hamburg 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Das RKI zählte mit Stand Dienstag, 0.00 Uhr, für die Hansestadt unverändert 304 Tote.

Update, 10. November, 12.28 Uhr: KMK-Präsidentin Hubig: Maskenpflicht für Grundschüler nicht notwendig

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig, hält eine Maskenpflicht für Grundschüler im Unterricht derzeit nicht für notwendig.

Kleine Kinder seien nicht die Überträger der Corona-Infektionen, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag in Mainz. Für kleinere Kinder sei das dauerhafte Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Unterricht eine höhere Belastung als für ältere Schüler. Im Grundschulunterricht müsse zudem viel miteinander gesprochen und auch Laute geübt werden.

Allerdings sei die Maskenpflicht im Unterricht der Grundschulen "auch nicht generell und für immer ausgeschlossen", betonte Hubig. Die Maßnahmen müssten ständig an die Entwicklung der Infektionen angepasst werden. Dabei gelte: "Der Präsenzunterricht ist das A und O." Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse müssen seit Anfang November in Rheinland-Pfalz auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte hingegen am Dienstag der "Rheinischen Post": "Eine allgemeine Maskenpflicht im Unterricht halte ich in einer Phase hoher Infektionszahlen selbst an Grundschulen ebenfalls für zumutbar, auch wenn das Maskentragen über den Tag natürlich lästig ist." Das Maskentragen sei für sie das effektivste Mittel, um Unterricht zu ermöglichen.

Stefanie Hubig (SPD) ist die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz.
Stefanie Hubig (SPD) ist die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 10. November, 12.26 Uhr: 250 Soldaten helfen Gesundheitsämtern bei Corona-Kontaktverfolgung

250 Soldaten unterstützen nach Auskunft der Bundeswehr derzeit die Brandenburger Gesundheitsbehörden bei der Durchführung von Corona-Maßnahmen. Schwerpunkt sei die Entlastung der Gesundheitsämter in den 18 Landkreisen und kreisfreien Städten, wie das Landeskommando Brandenburg am Dienstag mitteilte.

Die Soldaten würden bei der Kontaktverfolgung eingesetzt. Unter anderem telefonierten sie mit den vom Gesundheitsamt registrierten Corona-Infizierten, fragten Krankheitsverläufe ab und katalogisierten die Krankheitssymptome, erläuterte ein Sprecher die Arbeit.

Insgesamt sind nach Angaben der Bundeswehr deutschlandweit 4790 Soldatinnen und Soldaten in Corona-Hilfeleistungseinsätzen vor Ort aktiv. Für die Gesundheitsämter werde es zunehmend schwieriger und aufwendiger, alle Corona-Infektionsketten nachzuvollziehen. Die Verstärkung der Bundeswehr sei daher hochwillkommen, hieß es weiter.

Da die Kontaktverfolgung und Betreuung von Betroffenen der Bundeswehr zufolge "Freundlichkeit und Fingerspitzengefühl" erforderten, durchliefen die Bundeswehr-Angehörigen vor ihrem Einsatz eine Schulung zum sogenannten Containment-Scout. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr habe diese Weiterbildung in der Corona-Krise entwickelt. Sie diene dazu, Soldatinnen und Soldaten auf Einsätze im Telefondienst der Gesundheitsämter vorzubereiten.

Update, 10. November, 12.22 Uhr: SV Meppen weiter in Corona-Quarantäne: Spiel gegen Bayern II abgesagt

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat coronabedingt ein zweites Spiel des SV Meppen in der 3. Liga abgesagt. Wie der Verband am Dienstag mitteilte, kann die für den 15. November angesetzte Partie der Emsländer beim FC Bayern München II an diesem Termin nicht stattfinden.

Wegen zahlreicher positiver Corona-Tests befindet sich der überwiegende Teil der Mannschaft bis zum 17. November in Quarantäne. Zuvor war deswegen bereits die Begegnung der Meppener mit dem SV Waldhof Mannheim abgesagt worden.

Damit sind in der 3. Liga schon sechs Spiele wegen Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 ausgefallen. Für die beiden Meppener Partien sowie die Begegnungen FC Hansa Rostock gegen Türkgücü München, SpVgg Unterhaching gegen SC Verl, Hallescher FC gegen Unterhaching und SC Verl gegen FSV Zwickau gibt es nach DFB-Angaben noch keine Nachholtermine.

Update, 10. November, 12.10 Uhr: Berlin nutzt Förderprogramm "Digitalpakt Schule" kaum

Die Digitalisierung der Berliner Schulen geht nur schleppend voran, obwohl angesichts der Corona-Pandemie digitaler Unterricht schon bald wieder unverzichtbar werden könnte.

Aus einer Antwort auf eine Anfrage des Berliner CDU-Abgeordneten Mario Czaja an die Bildungsverwaltung geht hervor, dass in Berlin bisher nur ein kleiner Teil der Mittel aus dem milliardenschweren "Digitalpakt Schule" in Anspruch genommen wurde. "Der Senat ist weiterhin nicht in der Lage, die Berliner Schulen zu digitalisieren", kritisierte Czaja am Dienstag. "Im Schnitt wurden nicht einmal sechs Prozent der Digitalisierungsmittel abgerufen."

So wurden etwa im Bezirk Mitte bis Ende Oktober rund 1,4 von 13,7 Millionen Euro für die bessere digitale Ausstattung der Schulen in Anspruch genommen, in Spandau rund 757.000 von 12,1 Millionen, in Pankow 1,4 von fast 18 Millionen. Am höchsten lag der Wert in Charlottenburg-Wilmersdorf mit rund 1,6 von 13,1 Millionen Euro. Aus dem 2019 verabschiedeten Förderprogramm soll Berlin innerhalb von fünf Jahren insgesamt rund 260 Millionen Euro bekommen. Die Gelder können seit Oktober 2019 abgerufen werden.

Update, 10. November, 12.05 Uhr: EU-Kommission: Vertrag über Biontech-Impfstoff fertig

Die EU-Kommission hat einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs der Pharmafirmen Biontech und Pfizer fertig ausgehandelt. 

"Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen", bestätigten Kommissionskreise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Der Vertrag ist in trockenen Tüchern." Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die EU-Kommission und das Pharmaunternehmen Biontech sind sich einig, was die Lieferung des Corona-Impfstoffs angeht.
Die EU-Kommission und das Pharmaunternehmen Biontech sind sich einig, was die Lieferung des Corona-Impfstoffs angeht.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 10. November, 12.02 Uhr: Sachsens oberster Ärztefunktionär mit Coronavirus infiziert

Der Präsident der sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, ist mit dem Coronavirus infiziert. Der 53 Jahre alte Allgemeinarzt habe leichte Erkältungssymptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, teilte die Ärztekammer am Dienstag mit.

Die für Mittwoch geplante Kammerversammlung solle wie vorgesehen online stattfinden. Eine Verschiebung komme wegen der aktuellen Lage nicht infrage. Zur Ärztekammer gehören 101 Vertreter.

Update, 10. November, 12 Uhr: Eurocontrol: Corona hat fast eine Million Flüge verhindert

Wegen der Corona-Krise sind in Deutschland seit dem 1. März fast eine Million Passagierflüge ausgefallen. Das bedeutet im Jahresvergleich einen Passagierrückgang um 83 Prozent, wie die europäische Luftsicherheitsorganisation Eurocontrol am Dienstag in Brüssel berichtete.

Nach einer leichten Erholung im Sommer gehe aktuell die Zahl der Flüge wieder zurück, wie Eurocontrol-Generaldirektor Eamonn Brennan erklärte. Der größte Anteil der aktuellen Flugbewegungen entfällt auf innerdeutsche Verbindungen, von denen rund die Hälfte des Vorkrisenniveaus angeboten wurde. Zu den europäischen Zielen gab es 61 Prozent weniger Verbindungen. Nur um 40 Prozent ist Zahl der Flüge in die USA zurückgegangen.

Update, 10. November, 11.56 Uhr: Steinmeier: In Leipzig wurden Grenzen überschritten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat scharf die Gegner der staatlichen Corona-Politik kritisiert, die in Leipzig unter weitgehender Missachtung aller Auflagen demonstriert haben. 

"Rücksichtslosigkeit ist kein Freiheitsrecht", sagte er am Dienstag in Berlin. Mehr Infos >>HIER.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagt: "Rücksichtslosigkeit ist kein Freiheitsrecht".
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagt: "Rücksichtslosigkeit ist kein Freiheitsrecht".  © Tobias Schwarz/POOL/AFP/dpa

Update, 10. November, 11.45 Uhr: Hessen erwartet Höchststand der Covid-Fälle in Kliniken Ende November

Hessen erwartet den Höchststand an Corona-Patienten in hessischen Krankenhäusern erst zum Monatswechsel. Derzeit würden 1456 Covid-19-Patienten stationär in den Klinken des Landes behandelt, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) in einem Hintergrundgespräch am Dienstag. 308 lägen auf Intensivstationen, 1148 auf normalen Stationen.

"Wir gehen davon aus, dass wir den Gipfel voraussichtlich etwa zum Monatswechsel erreichen werden", sagte Klose. Durch die seit rund einer Woche geltenden Kontaktbeschränkungen scheine sich die Kurve der Neuinfektionen abzuflachen. Zwischen dem Rückgang der Infektionszahlen in der Gesamtbevölkerung und der Entspannung der Situation in den Kliniken lägen erfahrungsgemäß zwei bis drei Wochen.

In Hessen gibt es nach Angaben von Prof. Jürgen Graf, dem Leiter des Planungsstabes stationäre Versorgung Covid-19, 2400 Intensivbetten. 2078 davon seien aktuell betriebsbereit, der Rest könne bei Bedarf durch Umverteilung des Personals in Betrieb genommen werden. "Gegenwärtig sind wir zuversichtlich, dass wir die Kapazitäten nicht voll ausreizen müssen", sagte Graf.

Ein Rettungssanitäter macht beim hessischen Sotialminister Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen) einen Abstrich für einen Corona-Schnelltest.
Ein Rettungssanitäter macht beim hessischen Sotialminister Kai Klose (Bündnis 90/Die Grünen) einen Abstrich für einen Corona-Schnelltest.  © Arne Dedert/dpa

Update, 10. November, 11.35 Uhr: Corona sorgt für konfessionsgemischten Religionsunterricht in Schulen

Um die Vermischung von Klassen in der Corona-Pandemie zu verhindern, wird an den bayerischen Schulen ein konfessionell gemischter Religionsunterricht ermöglicht. Das Kultusministerium sieht - je nach Gegebenheiten vor Ort - vier verschiedene Modelle vor.

Im weitreichendsten werden Schülerinnen und Schüler, die sonst in den evangelischen oder katholischen Religionsunterricht gehen, gemeinsam mit Ethik-Schülern unterrichtet. Die jeweiligen Lehrer sollen dabei "weltanschaulich sensibel" unterrichten und sich etwa alle sechs Wochen abwechseln, wie aus dem Schreiben des Kultusministeriums an die Schulen hervorgeht.

Update, 10. November, 11.30 Uhr: Auch Skov bei Hoffenheim positiv auf das Corona-Virus getestet

Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim vermeldet einen weiteren Corona-Fall.

Der dänische Nationalspieler Robert Skov wurde nach Clubangaben vom Dienstag bei seiner Nationalmannschaft positiv getestet und befindet sich in Quarantäne. Es gehe ihm gut, er sei symptomfrei. 

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zur Corona-Infektion von Robert Skov.

Update, 10. November, 11.26 Uhr: Berliner FDP-Fraktion fordert zentrales Callcenter für Kontaktnachverfolgung

Die Berliner FDP-Fraktion hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen ein zentrales "Gesundheits-Callcenter" zur Kontaktnachverfolgung in Berlin gefordert.

"Bezirke, Personal und Infrastruktur sind vollkommen überlastet und brauchen dringend Hilfe", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Florian Kluckert, am Dienstag. "Die Hauptstadt braucht ein zentrales "Gesundheits-Callcenter", das die Kontaktnachverfolgung direkt übernehmen kann."

Kluckert hat vorgeschlagen, dort auch Freiwillige, Bundeswehr und Medizinstudenten einzusetzen. Außerdem forderte der Abgeordnete, eine Statistik darüber zu erheben, wo sich Menschen mit Corona infiziert haben. Es könne nicht sein, dass es keinen Überblick dazu gebe. "Nur wenn wir es gemeinsam schaffen, die erste Firewall gegen die Pandemie zu stärken, dann können wir auch die Ausbreitung des Virus stoppen."

Update, 10. November, 11.24 Uhr: Spahn erwartet 100 Millionen Biontech-Impfdosen für Deutschland

Für Deutschland sollen nach einer Zulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech bis zu 100 Millionen Dosen des Serums zur Verfügung stehen.

Damit sei die Bundesregierung in den Gesprächen in der EU angetreten, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin mit.

Er erwarte einen schnellen Vertragsabschluss der EU-Kommission mit Biontech und seinem Partner Pfizer, sagte Spahn. "Seien Sie versichert, wir werden das jetzt zügig zu einem Abschluss bringen."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will für ausreichend Corona-Impfstoff in Deutschland sorgen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will für ausreichend Corona-Impfstoff in Deutschland sorgen.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 10. November, 11.17 Uhr: Weber: EU-Vertrag über Biontech-Impfstoff "in nächsten Stunden"

Der vielversprechende Impfstoff der Pharmafirmen Biontech und Pfizer soll rasch auch in der Europäischen Union zur Verfügung stehen. Die EU-Kommission stehe kurz vor dem Abschluss eines Liefervertrags, sagte der CSU-Europapolitiker Manfred Weber am Dienstag im Fernsehsender Phoenix. 

"Ich kann Entwarnung geben: Die Verträge werden in den nächsten Stunden unterschrieben und dann auch durch die Kommissionsbeschlüsse morgen rechtlich verankert werden", sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei.

Die EU-Kommission verhandelt seit Monaten mit Biontech und Pfizer. Nach Vorgesprächen hatte die Behörde schon im September erklärt, sie wolle bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen der Hersteller beziehen. Ein Rahmenvertrag kam aber noch nicht zustande - anders als bei drei anderen Impfstoffherstellern.

"Die Verträge müssen fachlich, sachlich, rechtlich ordentlich abgeschlossen werden", sagte Weber. Es habe am Schluss noch Diskussion darüber gegeben, dass Pfizer europäisches Recht, auch das Haftungsrecht Europas, zu respektieren habe. "Das musste noch geklärt werden", fügte er hinzu. Doch könne man "zusichern, dass wir Europäer auf diesen Impfstoff auch Zugriff haben". Es habe sich ausgezahlt, dass Europa die Gespräche mit einer Stimme geführt habe. So habe man gegenüber dem US-Konzern Pfizer stärker auftreten können.

Manfred Weber (CSU) ist der Fraktionsvorsitzende der EVP.
Manfred Weber (CSU) ist der Fraktionsvorsitzende der EVP.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 10. November, 11.10 Uhr: Berliner Verwaltungsgericht bestätigt Schließung von Gaststätten

Mehrere Berliner Gastronomen sind mit Eilanträgen gegen die Schließung ihrer Lokale im November vorerst gescheitert. Das Verwaltungsgericht wies die Anträge nach Angaben der Senatsverwaltung sowie der Beschwerdeführer am Dienstag ab.

"Wir werden uns das in Ruhe ansehen und überlegen, ob wir Rechtsmittel zum Oberverwaltungsgericht einlegen", teilte Anwalt Niko Härting am Dienstag mit. Er hatte 22 Gastronomen vertreten. Mit der entsprechenden Verordnung will der Senat die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

Insgesamt waren dagegen rund 100 Eilanträge eingegangen, knapp 80 davon von Gastronomen. Beschwerden kamen auch von einem Fitnessstudio und vom Schlosspark-Theater des Kabarettisten Dieter Hallervorden. Das Gericht kündigte eine eigene Mitteilung zu dem Beschluss an.

Update, 10. November, 11.05 Uhr: Schülerin scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen

Eine Brandenburger Schülerin ist vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit dem Versuch gescheitert, gegen die Maskenpflicht an Schulen vorzugehen. Die Richter wiesen einen Eilantrag ab, die nach der Corona-Eindämmungsverordnung für Schüler der gymnasialen Oberstufe geltende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb der Schulgebäude vorläufig außer Vollzug zu setzen.

Der 11. Senat argumentierte am Montagabend, dass bei ungehindertem Fortgang des Infektionsgeschehens das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit einer Vielzahl von Menschen in massiver Weise gefährdet sei. Die angegriffene Vorschrift sei voraussichtlich rechtmäßig, insbesondere verhältnismäßig.

Die Schülerin, die vor am Dienstag abgehaltenen Abiturprüfungen stand, hatte argumentiert, dass sie während der Prüfzeit mit Maske keine Möglichkeit habe, etwas zu essen und zu trinken. Das Tragen einer Maske während der gesamten Klausurbearbeitung, die bis zu 270 Minuten betragen könne, sei arbeitsschutzrechtlich unzulässig. Dem war der Senat nicht gefolgt.

Eine Schülerin in Brandenburg ist mit einem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht gescheitert. (Symbolbild)
Eine Schülerin in Brandenburg ist mit einem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht gescheitert. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Update, 10. November, 10.50 Uhr: Olympia-Verantwortliche planen ab März 2021 Testveranstaltungen

Nach einem Turn-Wettbewerb mit mehreren tausend Besuchern blicken die Olympia-Verantwortlichen in Tokio optimistisch ins kommende Jahr. Ab März seien weitere Testläufe geplant, sagte der Olympia-Offizielle Hidemasa Nakamura am Dienstag in einer Online-Schalte. Wie genau diese aussehen, und ob daran auch nicht-japanische Athleten teilnehmen könnten, gab er nicht bekannt.

Am Sonntag waren in der japanischen Hauptstadt 22 Sportler aus Russland, China und den USA zu einem Wettkampf angetreten. Sie mussten vor ihrer Anreise in Quarantäne, wurden in ihren Hotelzimmern isoliert und täglich auf das Coronavirus getestet. Berichten zufolge wurde weder bei Athleten noch bei Mitarbeitern eine Corona-Infektion nachgewiesen.

Mit Blick auf die Nachricht vom Montag, wonach es positive Entwicklungen bei der Impfstoff-Entwicklung gebe, zeigte sich Nakamura erleichtert. "Aber was wir im Moment tun, ist nicht über den Impfstoff nachzudenken, weil wir noch keinen Impfstoff haben, sondern uns auf Tests, Abstand und auch die Zusammenarbeit zwischen den Athleten und den anderen Beteiligten zu konzentrieren."

Update, 10. November, 10.46 Uhr: England könnte Fußballmatch gegen Island in Deutschland bestreiten

Die englische Fußball-Nationalmannschaft könnte ihr Nations-League-Spiel gegen Island am nächsten Mittwoch möglicherweise in Deutschland austragen.

Laut einem Bericht der "Times" gilt Deutschland als favorisierter Austragungsort, falls England das Match am 18. November wegen der neuen Coronavirus-Regelungen nicht wie geplant im Londoner Wembley-Stadion bestreiten kann. Auch Albanien gilt als mögliche Alternative. Wegen der Nähe bevorzuge der englische Fußballverband FA aber Deutschland, hieß es. Seit Samstag steht

Dänemark in Großbritannien auf der Liste der Länder, aus denen die Einreise für Nicht-Briten verboten ist. Das isländische Nationalteam spielt am Sonntag, drei Tage vor dem Spiel gegen die Three Lions, in Kopenhagen gegen Dänemark und dürfte nach jetzigem Stand anschließend nicht ins Vereinigte Königreich einreisen.

Der Trainer der englischen Nationalmannschaft Gareth Southgate (M.) könnte mit seinem Team am kommenden Mittwoch nach Deutschland auswieichen.
Der Trainer der englischen Nationalmannschaft Gareth Southgate (M.) könnte mit seinem Team am kommenden Mittwoch nach Deutschland auswieichen.  © Joe Giddens/PA Wire/dpa

Update, 10. November, 10.42 Uhr: NRW verzeichnet 4320 weitere Corona-Infektionen

In allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW hat es in den vergangenen sieben Tagen deutlich mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern gegeben. Das ging am Dienstag (Stand 0.00 Uhr) aus Zahlen des Robert Koch-Institutes (RKI) hervor.

Insgesamt kamen den RKI-Zahlen zufolge im bevölkerungsreichsten Bundesland von Montag auf Dienstag 4320 Corona-Infektionen hinzu - auch das entsprach ungefähr dem Wert von vor einer Woche. Damals waren 4652 positive Testergebnisse erfasst worden.

Seit Beginn der Pandemie wurden in NRW laut den RKI-Angaben rund 175 950 Fälle verzeichnet. Als genesen gelten rund 111 400 Menschen, 2395 starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Update, 10. November, 10.41 Uhr: PLO-Vertreter Erekat nach Corona-Erkrankung gestorben

Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, ist tot. Dies teilte die Fatah-Partei am Dienstag mit. Der 65-Jährige war wegen schwerer Atemprobleme nach einer Corona-Erkrankung Mitte Oktober nach Jerusalem ins Krankenhaus gebracht worden.

Seither hatten Ärzte um das Leben des ehemaligen Unterhändlers bei Friedensgesprächen gekämpft. Nach einer Verschlechterung seines Zustands war er in Vollnarkose versetzt und künstlich beatmet worden. Nach Angaben der Ärzte war die Behandlung besonders schwierig, weil Erekats Immunsystem nach einer Lungentransplantation vor drei Jahren unterdrückt war. Dazu seien die Corona-Erkrankung sowie eine bakterielle Infektion gekommen.

Erekat galt als enger Vertrauter von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Der promovierte Politikwissenschaftler war seit Mitte der 1990er Jahre Chefunterhändler bei den Verhandlungen mit Israel. Seit 2014 liegen die Gespräche brach. Erekat hatte sich für eine Zwei-Staaten-Lösung eingesetzt und den israelischen Siedlungsausbau stets scharf als Hindernis für den Frieden kritisiert.

Update, 10. November, 10.37 Uhr: Pistorius warnt vor Radikalisierung von Corona-Leugnern

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat vor einer Radikalisierung von Corona-Leugnern gewarnt. "Der Einfluss von Rechtsextremisten auf die Szene und die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen kann nicht wegdiskutiert werden und er darf nicht unterschätzt werden", sagte Pistorius am Dienstag im Landtag in Hannover.

Zwar seien nicht alle, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen, Neonazis und Rechtsextremisten. Aber sie machten sich immer wieder, ob sie es wollten oder nicht, mit Rechtsextremisten gemein, die mit ihnen Seite an Seite demonstrierten.

Gleichzeitig zeige sich, dass sich die Bewegung der Corona-Leugner von innen heraus radikalisiere, auch ohne Einfluss von rechts, sagte Pistorius. Alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie würden als diktatorisch bezeichnet, und zwar aus zahlreichen unterschiedlichen politischen und ideologischen Richtungen der Bewegung.

"Wir sehen uns sehr genau an, wer zum Umfeld dieser Gruppierungen gehört und wir beobachten weiter sehr genau, wie dynamisch sich Radikalisierungen innerhalb dieser Szene vollziehen", sagte der Minister. "Wir werden weiterhin mit dem notwendigen Augenmaß aber auch mit der entsprechenden Entschlossenheit vorgehen."

Boris Pistorius (SPD) ist der Innenminister von Niedersachsen.
Boris Pistorius (SPD) ist der Innenminister von Niedersachsen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 10. November, 10.33 Uhr: Weitere 209 Corona-Neuinfektionen in Thüringen seit Montag

In Thüringen haben sich seit Montag weitere 209 Menschen nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. Die Gesamtzahl der festgestellten Corona-Infektionen seit Pandemiebeginn stieg damit auf 9170, wie das Thüringer Gesundheitsministerium am Montag unter Berufung auf Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts mitteilte. Fast ganz Thüringen gilt als Risikogebiet.

Besonders schwer betroffen sind weiterhin die Landkreise Eichsfeld und Hildburghausen, in denen die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Dienstag mit 160 beziehungsweise fast 179 um mehr als das Dreifache über dem Wert von 50, ab dem Regionen als Risikogebiete gelten, lagen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg auf 224. Wegen einer Covid-19-Erkrankung werden derzeit 54 auf Intensivstationen von Krankenhäusern behandelt.

Update, 10. November, 10.26 Uhr: CDU greift Senat wegen Corona-Krisenmanagement an

Die CDU hat das Corona-Krisenmanagement des rot-grünen Hamburger Senats scharf kritisiert und ihm Unfähigkeit vorgeworfen. In den Schulen spitze sich die Lage weiter zu und in den Gesundheitsämtern funktioniere die Kontaktverfolgung kaum noch, bemängelten Fraktionschef Dennis Thering und der Landesvorsitzende Christoph Ploß am Mittwoch. Zudem fehle eine dringend nötige Langfriststrategie, die weitere Lockdowns verhinderten.

"Der rot-grüne Senat zeigt leider gerade, dass er dem nicht gewachsen ist", sagte Thering. Auf Dauer ließen sich Hilfsprogramme zur Sicherung der Wirtschaft und der Arbeitsplätze nicht finanzieren. "Daher müssen wir jetzt, Monate nach Ausbruch der Pandemie, in denen wir ziemlich viel über die Verbreitung des Virus gelernt haben, mit einer echten Langfriststrategie die weiteren Folgen spürbar abmildern", forderte er.

Es gehe auch darum, zu lernen, "unter Wahrung von hygienischen Standards mit dem Virus zu leben", sagte Ploß. "Dazu gehören technische Lösungen wie Luftreinigungsanlagen, dazu gehört aber auch, dass der rot-grüne Senat Datenschutz nicht länger höher gewichtet als das Recht auf Bildung, die Berufsausübung oder Freiheitsrechte."

Auch müsse die Digitalisierung der Gesundheitsämter stärker vorangetrieben werden. "Demokratische Staaten in Asien wie Südkorea oder Taiwan zeigen, wie man mithilfe von digitalen Systemen das Coronavirus bekämpfen kann", sagte Ploß.

Hamburgs CDU-Fraktionschef Dennis Thering ist alles andere als zufrieden mit dem Corona-Management des rot-grünen Senats.
Hamburgs CDU-Fraktionschef Dennis Thering ist alles andere als zufrieden mit dem Corona-Management des rot-grünen Senats.  © Markus Scholz/dpa

Update, 10. November, 10.20 Uhr: Mehr als 5000 Corona-Tote in Tschechien

In Tschechien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 5000 überschritten. Insgesamt seien 5074 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag in Prag mit.

Bei den täglichen Neuansteckungen zeichnete sich indes eine Entspannung ab. Im Laufe des Montags wurden 6048 neue Fälle registriert, die geringste Zahl an einem Werktag seit knapp einem Monat.

Tschechien hatte drastische Maßnahmen ergriffen, um die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen wie eine nächtliche Ausgangssperre sowie die Schließung von Schulen und Restaurants. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Update, 10. November, 10.16 Uhr: AfD-Klage gegen Maskenpflicht im Bundestag in Karlsruhe eingereicht

Abgeordnete der AfD-Fraktion haben beim Bundesverfassungsgericht ihre angekündigte Organklage wegen der Maskenpflicht im Bundestag eingereicht. Die Klage sei bereits am 4. November eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag in Karlsruhe.

Ein Eilantrag sei damit nicht verbunden. Der Zweite Senat wird die Klage, hinter der 19 Abgeordnete stehen, also nicht auf die Schnelle, sondern gleich umfassend prüfen. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet. Demnach klagen mehrere Fraktionsmitarbeiter parallel beim Berliner Verwaltungsgericht, dort auch im Eilverfahren.

Die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) angeordnete Maskenpflicht gilt seit dem 6. Oktober. Seitdem muss in allen Gebäuden des Bundestags, auch im Plenarsaal, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Abgeordnete können diesen aber abnehmen, wenn sie - im Plenarsaal und in Sitzungsräumen - Platz genommen haben oder am Rednerpult stehen. Mehrere AfD-Abgeordnete hatten sich der Anordnung demonstrativ widersetzt.

Beatrix von Storch ist die stellvertretende Bundessprecherin der AfD und trägt offenbar nicht gerne Masken vor Mund und Nase.
Beatrix von Storch ist die stellvertretende Bundessprecherin der AfD und trägt offenbar nicht gerne Masken vor Mund und Nase.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 10. November, 9.47 Uhr: Verschärfte Einreise-Regelungen in China: Deutsche Industrie in Sorge

Die deutsche Industrie befürchtet wegen verschärfter Einreise-Regelungen in China negative Folgen für ihr Geschäfte. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, sagte am Dienstag in Berlin: "Es besteht das Risiko, dass die neue Verpflichtung, mehrfach, vor allem auch bei Flügen mit Transit-Stationen, zu testen, wichtige Geschäftsreisen gänzlich unmöglich macht."

In der Praxis bedeuteten die Einschränkungen für viele Unternehmen einen faktischen Einreisestopp. China ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Angesichts steigender Corona-Infektionen in vielen Ländern hat China seine Einreisebestimmungen auch für Deutschland verschärft. Es handele sich um eine vorübergehende Maßnahme, die China wegen der Pandemie ergreifen müsse, hatte der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin am vergangenen Donnerstag gesagt.

Lang sagte, die neuen Bestimmungen belasteten die Geschäftstätigkeit der deutschen Industrie im wichtigen chinesischen Markt sehr. "Ingenieure können Anlagen nicht in Betrieb nehmen, Service-Techniker nicht deren reibungslose Funktion gewährleisten, Vertriebsmitarbeiter nicht ihre chinesischen Kunden vor Ort beraten und bedienen. Die Folgen der mittel- und langfristigen Einschränkungen gehen zulasten unserer Unternehmen."

Regierungen müssten sich dafür einsetzen, die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. "Unsere globalisierte und integrierte Welt ist allerdings auch in Pandemiezeiten auf einen möglichst uneingeschränkten Personenverkehr angewiesen."

Joachim Lang, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) sorgt sich um die Geschäftsverbindungen zwischen Deutschland und China.
Joachim Lang, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) sorgt sich um die Geschäftsverbindungen zwischen Deutschland und China.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 10. November, 9.32 Uhr: Ministerin Nonnemacher: Zunächst ein zentraler Impfstoff-Lagerort

Brandenburg will mögliche Impfstoffe gegen das Coronavirus zunächst beim Zentraldienst der Polizei lagern und von dort weiter verteilen. Man habe sich vorerst für eine Anlaufstelle entschieden, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstag im RBB-Inforadio.

"Die Zahl der Impfzentren ist noch unklar", ergänzte sie. Näheres werde bis Ende der Woche entschieden. "Der Anspruch ist schon, das in allen Landesteilen anzubieten." Partner dabei sei die Kassenärztliche Vereinigung. Die Logistik sei sehr anspruchsvoll, Kühlketten von bis zu minus 80 Grad seien einzuhalten.

Nonnemacher wollte am Dienstag das Kabinett über die Planungen informieren. Ein effektiver Corona-Impfstoff in Europa und den USA ist in greifbare Nähe gerückt: Als erste westliche Hersteller haben das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer am Montag vielversprechende Ergebnisse einer für die Zulassung entscheidenden Studie veröffentlicht.

Update, 10. November, 9.16 Uhr: Lambrecht nach Demo in Leipzig: Konsequent durchgreifen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat angesichts der Ereignisse in Leipzig am Wochenende ein härteres Vorgehen bei Verstößen auf Corona-Demos gefordert. "Ich wünsche mir ein konsequentes Durchgreifen. Wenn Demonstrationen stattfinden, aber klar ist, hier wird gegen Auflagen verstoßen, dass dann zügig und konsequent aufgelöst wird", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag im RTL/n-tv "Frühstart".

Nur so seien die Corona-Einschränkungen in anderen Bereichen zu rechtfertigen. "Wie soll ich denn jemandem erklären, dass die Hochzeitsfeier aufgelöst wird, weil man sich nicht an Auflagen hält, aber bei Demonstrationen lässt man es laufen?"

In Leipzig habe es Angriffe auf Polizisten und Journalisten gegeben, sagte Lambrecht. "Das geht nicht. Und da muss der Staat auch deutlich machen, wer in diesem Land das Gewaltmonopol hat." Es sei gut und richtig, dass auch in der derzeitigen Situation demonstriert werde. Dies müsse aber friedlich geschehen.

Christine Lambrecht (SPD) ist die Bundesjustizministerin.
Christine Lambrecht (SPD) ist die Bundesjustizministerin.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. November, 9.05 Uhr: Rheinland-Pfalz bereitet sich auf Corona-Impfungen vor

Die rheinland-pfälzische Landesregierung arbeitet an einem Konzept für Corona-Impfungen und hat bereits Spritzen beschafft - auch wenn ein Impfstoff noch auf sich warten lässt. Es sei notwendig, Strukturen zu schaffen, die eine Erreichbarkeit der zu impfenden Personengruppen sicherstellten, sagte Markus Kuhlen vom Gesundheitsministerium in Mainz der Deutschen Presse-Agentur.

Neben landesweiten Impfzentren solle es auch mobile Teams geben, die beispielsweise Alten- und Pflegeheime aufsuchten. Einzelheiten stünden aber noch nicht fest. Die Landesregierung tausche sich bei der Erarbeitung des Konzepts mit den anderen Bundesländern und dem Bund aus.

"Die Landesregierung hat aber bereits frühzeitig Spritzen und Kanülen beschafft, um sicherzustellen, dass in einer Anfangsphase, in der Impfungen vor allem in Impfzentren erfolgen, ausreichend Zubehör zur Verfügung steht, um bereits dann einen Großteil der Bevölkerung impfen zu können", sagte Kuhlen. Das Ministerium geht davon aus, dass pro Impfung eine Spritze und zwei Kanülen benötigt werden.

Die meisten Hersteller sähen derzeit zwei Impfungen zum Schutz gegen Sars-CoV2 vor. "Grundsätzlich ist Impfen eine ärztliche Aufgabe." Die Mediziner könnten die Impfung aber unter Aufsicht auf medizinisches Personal delegieren. Die Aufklärung müssten aber Ärzte übernehmen. Eine große Herausforderung liege darin, dass noch nicht abgeschätzt werden könne, wann welcher Impfstoff in welchen Mengen zur Verfügung stehe, sagte der Ministeriumssprecher.

Update, 10. November, 8.52 Uhr: Adidas kann Corona-Einbußen ausgleichen - Gewinn im dritten Quartal

Dank eines strikten Sparkurses und erheblicher Steigerungen beim Online-Handel ist der Sportartikelhersteller Adidas wieder stabil in der Gewinnzone. Trotz erheblicher Verluste im ersten Halbjahr stand nach neun Monaten unter dem Strich ein Gewinn aus fortgeführten Geschäften von 291 Millionen Euro. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres hatte Adidas 1,737 Milliarden Euro verdient.

Im dritten Quartal habe es dank eines strikten Sparkurses etwa bei Marketingausgaben, vorsichtigerer Vorratshaltung und guter Online-Erlöse eine deutliche Erholung gegeben, teilte Adidas am Dienstag in Herzogenaurach mit. Umsatz und Gewinn lägen fast wieder auf Vorjahresniveau. Unterm Strich blieben Adidas 578 Millionen Euro.

Trotz der Erholung im Herbst hat die Corona-Pandemie Adidas schwer zu schaffen gemacht. Der Umsatz sei in den ersten neun Monaten auf währungsbereinigter Basis um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 14,297 Milliarden Euro zurückgegangen.

Adidas hatte als einer der ersten großen deutschen Konzerne unter der Corona-Pandemie zu leiden gehabt, weil der wichtige Markt in China fast vollständig weggebrochen war. Zeitweise waren alle Adidas-Läden in China und die meisten in Amerika und Europa zu. Der Anstieg der Online-Verkäufe um 51 Prozent konnte dies nicht vollständig wettmachen, zumal neben dem Spitzensport auch große Teile des Breitensports zeitweise brachlagen.

Adidas kann trotz der Corona-Krise knapp 291 Millionen Euro an Gewinnen vermelden.
Adidas kann trotz der Corona-Krise knapp 291 Millionen Euro an Gewinnen vermelden.  © picture alliance / Daniel Karmann/dpa

Update, 10. November, 8.44 Uhr: Keine Flaute am Bau trotz Corona-Krise

Der Bau in Deutschland trotzt weiterhin der Corona-Krise. Zwar sank der Umsatz im Bauhauptgewerbe im August um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei sei aber das sehr hohe Niveau des Vorjahres zu beachten, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,4 Prozent. Von Januar bis August 2020 kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter legte um 1,5 Prozent zu. Wesentliche Effekte der Corona-Krise auf Umsatz und Beschäftigung im Bauhauptgewerbe konnten nicht beobachtet werden, teilte die Behörde weiter mit.

Update, 10. November, 8.38 Uhr: Ausgabe von FFP2-Masken in Bremen beginnt am Freitag

Die geplante kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Bremen soll am Freitag starten. Wie der "Weser-Kurier" und Radio Bremen unter Berufung auf Angaben der Landes-Apothekerkammer meldeten, können Mitglieder von Risikogruppen - etwa Menschen ab 65 Jahren - die Masken demnächst in Apotheken abholen.

Pro Monat sollen sie eine Packung mit jeweils zehn Stück erhalten, hieß es. Insgesamt würden nun rund 140 Apotheken in Bremen und Bremerhaven beliefert. Unklar war zunächst, ob auch jüngere Bürgerinnen und Bürger mit Vorerkrankungen einen grundsätzlichen Anspruch auf die Masken haben. Der FFP2-Standard bietet einen höheren Schutz gegen Tröpfcheninfektionen als einfache Mund-Nase-Bedeckungen.

Der Bremer Senat hatte ein möglichst einfaches Ausgabeverfahren angekündigt: "Wir wollen den bürokratischen Aufwand dabei so gering wie möglich halten." Nach Angaben eines Sprechers aus der vorigen Woche sind weder ein ärztliches Attest noch ein Rezept nötig. "Es reicht, den Anspruch glaubhaft vorzutragen." Das Land Bremen will dafür zunächst zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Ausgabe der Masken soll die übrigen Corona-Schutzmaßnahmen zusätzlich unterstützen.

Update, 10. November, 8.33 Uhr: Corona: SPD-Chefin für wechselnden Unterricht in kleineren Gruppen

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat sich die SPD-Vorsitzende Saskia Esken dafür ausgesprochen, in Schulen nur noch kleinere Gruppen im Wechsel zu unterrichten. "Es kommt wirklich darauf an, dass wir Präsenzunterricht auch weiterhin aufrechterhalten", sagte Esken am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin.

Für Kinder und Jugendliche sei es wichtig, ihre Lehrer und Mitschüler regelmäßig zu treffen. Deshalb müssten die Schulen offengehalten werden. "Auf der anderen Seite ist Infektionsschutz natürlich sehr wichtig. Und deswegen sind kleinere Gruppen auch sinnvoll."

Konzepte mit einem sogenannten hybriden Wechselunterricht - sprich abwechselnd im Präsenz- und im Fernunterricht - seien sehr hilfreich. Mindestens in der Oberstufe könnten sie nach Auffassung der SPD-Chefin auch durchgängig eingesetzt werden.

Man habe mittlerweile ein Infektionsgeschehen, das es nicht zulasse, nur an einzelnen Orten zu reagieren. "Deswegen würde ich mir wünschen, dass die Kultusminister sich jetzt auf den Weg machen, solche Modelle eben auch flächendeckend einzusetzen, um Bildung zu gewährleisten." Anders als im Frühjahr sind im derzeitigen Teil-Lockdown die Schulen in der Regel weiterhin geöffnet.

Saskia Esken ist die Parteivorsitzende der SPD.
Saskia Esken ist die Parteivorsitzende der SPD.  © Uli Deck/dpa

Update, 10. November, 8.29 Uhr: Weniger Übernachtungen in Deutschland auch im September

Die Corona-Krise hat auch im Reisemonat September tiefe Spuren beim Tourismus in Deutschland hinterlassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag wurden 41,2 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland gezählt.

Das waren 13,7 Prozent weniger als im September 2019. Vor allem Reisende aus dem Ausland fehlten. Die Zahl der Übernachtungen brach hier um 57,7 Prozent auf 3,4 Millionen ein. Auch wenn viele Menschen wegen der Pandemie in diesem Jahr Urlaub in Deutschland machten, sank die Zahl der Übernachtungen von Inländern um 4,7 Prozent auf 37,8 Millionen.

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben des Deutschen Tourismusverbandes ein Milliardenloch in die Kassen von Gastronomie- und Unterkunftsbetrieben, Veranstaltern sowie von Kultur- und Freizeiteinrichtungen gerissen. Der Verband schätzt die Umsatzeinbußen für den Zeitraum von März bis August auf etwa 46,6 Milliarden Euro. Durch den Teil-Lockdown im November könnten weitere 10,2 Milliarden Euro hinzu kommen.

Update, 10. November, 8.24 Uhr: Polizei Köln am 11.11. mit mehreren Hundertschaften im Einsatz

Die Kölner Polizei will am Mittwoch zum traditionellen Karnevalsbeginn mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein. "Für uns steht diesmal am 11.11. der Gesundheitsschutz des Einzelnen wie auch der Öffentlichkeit im Vordergrund", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Normalerweise wird Köln am 11.11. von Hunderttausenden Karnevalstouristen besucht. Diesmal sind jedoch alle Feiern abgesagt, und es gilt ein Alkoholverbot, auch auf der Straße. "Wir appellieren an die Vernunft der Menschen, die Regeln einzuhalten und zu erkennen, dass es dieses Jahr nicht anders geht", sagte der Polizeisprecher.

"Anders als in den Vorjahren wird für uns die Zielrichtung sein, auch kleine Gruppen und Einzelpersonen anzusprechen." Man wolle verhindern, dass es zu Gruppenbildungen komme.

Update, 10. November, 8.20 Uhr: Corona-Lage in Italien spitzt sich zu - Toskana soll "orange" werden

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage will Italien in einigen Landesteilen striktere Einschränkungen verhängen. Die Region Ligurien im Nordwesten und die Abruzzen in Mittelitalien sollen am Mittwoch zu sogenannten orangen Zonen erklärt werden, wie die dortigen Präsidenten auf Twitter schrieben.

Auch die beliebte Urlaubsregion Toskana soll dem Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, zufolge in diese Kategorie fallen. Die Nachrichtenagentur Ansa nannte zudem die Basilikata und Umbrien als weitere Kandidaten.

Das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern ist in drei Corona-Zonen eingeteilt, wobei in den roten Zonen die striktesten Maßnahmen gelten. Orange ist die mittlere, gelb die niedrigste Stufe. In orangen Gebieten müssen Restaurants und Bars den ganzen Tag über geschlossen bleiben. Außerdem ist es verboten, sich zwischen verschiedenen Regionen und Kommunen zu bewegen. Ausnahmen gelten für die Fahrt zur Arbeit oder Reisen aus gesundheitlichen Gründen.

Experten des Gesundheitsministeriums sprechen sich für noch strengere Beschränkungen aus. "Die epidemiologische Situation verschlechtert sich weiter in unserem Land", sagte Experte Giovanni Rezza. Das rechtfertige restriktivere Eingriffe, besonders für die schwer betroffenen Regionen. Auf 100.000 Menschen kamen vom 19. Oktober bis 1. November durchschnittlich etwas mehr als 500 Corona-Fälle. In der Zeit vom 15. bis 28. Oktober habe jeder Infizierte im Schnitt 1,7 andere Menschen angesteckt.

Italien hat Probleme damit, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen.
Italien hat Probleme damit, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen.  © Alessandro Pone/LaPresse/AP/dpa

Update, 10. November, 8.03 Uhr: Pflegekammer: Die zweite Corona-Welle hat die Pflegeheime erreicht

Die zweite Corona-Welle hat nach Einschätzung der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein inzwischen auch die Pflegeeinrichtungen erreicht. Solche Einrichtungen seien immer häufiger von Ausbrüchen betroffen, sagte Kammerpräsidentin Patricia Drube der Deutschen Presse-Agentur.

Das Heim Steertpooghof in Norderstedt mit mindestens 33 coronainfizierten Heimbewohnern und zwölf Todesfällen nach Covid-19-Erkrankungen sei aber in dieser Dimension zum Glück ein Einzelfall. Die Einrichtungen sind laut Drube wesentlich besser auf das Coronavirus vorbereitet als im Frühjahr. Damals waren nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur etwa die Hälfte der Corona-Toten Heimbewohner.

Update, 10. November, 7.56 Uhr: Althusmann: Weitere Corona-Hilfen sollten noch im November fließen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann geht von einer raschen Auszahlung der ergänzenden Corona-Hilfen während des Teil-Lockdowns aus. Der CDU-Politiker sei "vorsichtig optimistisch", dass von den neuen Schließungen betroffene Betriebe etwa aus der Gastronomie noch im November die Unterstützung erhalten, berichtete der Norddeutsche Rundfunk am Dienstag.

Ziel müsse es dabei sein, dass die erwartbaren 800 Millionen bis eine Milliarde Euro im Land zu einem möglichst geringen Anteil mit anderen Hilfskategorien verrechnet werden müssten. Bund und Länder hatten zur Eindämmung der stark gestiegenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus vereinbart, dass gefährdete Unternehmen "außerordentliche Wirtschaftshilfen" im Gesamtvolumen von rund zehn Milliarden Euro bekommen sollen, um Umsatzausfälle auszugleichen.

Noch bis Monatsende müssen Restaurants, Kneipen, Hotels, Museen, Kinos, Theater sowie Fitnessstudios geschlossen bleiben. Mehrere Bundesländer hatten gefordert, nach den Hilfen während des Frühjahres und Sommers auch diese Unterstützung noch nachzubessern.

Bernd Althusmann (CDU) ist der Wirtschaftsminister von Niedersachsen.
Bernd Althusmann (CDU) ist der Wirtschaftsminister von Niedersachsen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 10. November, 7.34 Uhr: Robert Koch-Institut: 1702 neue Corona-Infektionen in Hessen gemeldet

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist deutlich angestiegen an. Binnen eines Tages kamen 1702 neue Fälle hinzu, wie aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag hervorgeht (Stand: 00.00 Uhr).

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Fälle lag bei 55.744. Insgesamt 786 Todesfälle werden mittlerweile mit dem Erreger in Verbindung gebracht. Das waren 28 mehr als am Vortag.

Update, 10. November, 7.20 Uhr: 15.332 Fälle: Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 2000 Fälle mehr als am Montag, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht.

Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche ist der Wert nahezu identisch. Damals wurden 15.352 Neuinfektionen gemeldet. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Sonntags und montags sind die täglich vermeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 687.200 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 10. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 154 auf insgesamt 11.506. Am Montag betrug diese Steigerung 63 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 441.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Laut den Statistiken der Johns Hopkins Universität in Baltimore fallen die Zahlen etwas höher aus, demnach gab es hierzulande bereits 689.146 Infizierte.

Update, 10. November, 7.01 Uhr: Trotz Corona: NBA will neue Saison am 22. Dezember starten

Die kommende NBA-Saison soll am 22. Dezember beginnen und ist wegen der Corona-Krise kürzer als gewöhnlich. Darauf einigten sich die stärkste Basketball-Liga der Welt und die Spielergewerkschaft NBAPA laut Mitteilung vom Montagabend (Ortszeit).

Das Direktorium der Liga muss dem Plan der Form halber noch zustimmen. Einen genauen Spielplan will die Liga zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Klar ist, dass es die für die Fernsehsender lukrativen Partien um Weihnachten geben wird und alle Teams 72 Spiele absolvieren sollen - normal sind 82. Für den Meister Los Angeles Lakers und den Finalgegner, die Miami Heat, liegen zwischen dem letzten Spiel und dem Beginn der Trainingslagers nur sieben Wochen.

Noch unklar sind viele Details, etwa die Regeln zum Umgang mit der Pandemie und dem Fall, dass Spieler positiv auf das Coronavirus getestet werden. Nach der Saisonunterbrechung im März hatte die NBA ihre Saison in einer abgeschotteten Blase zu Ende gespielt und keinen infizierten Spieler mehr gehabt.

In der kommenden Saison werden die Teams aber in Nordamerika umher reisen müssen und vor ähnlichen Herausforderungen stehen wie etwa die Footballer in der NFL, wo es seit dem Beginn der Trainingslager im August mehr als 60 positiv getestete Profis gab.

Basketball-Superstar LeBron-James und seine NBA-Kollegen werfen ab dem 22. Dezember wieder Körbe.
Basketball-Superstar LeBron-James und seine NBA-Kollegen werfen ab dem 22. Dezember wieder Körbe.  © Mark J. Terrill/AP/dpa

Update, 10. November, 6.28 Uhr: Wegen Corona vorerst keine Präsenzvorlesungen an der Uni Magdeburg

Wegen der lokalen und nationalen Corona-Lage ist an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein Fünf-Stufen-Plan in Kraft getreten. Momentan gelte Stufe drei, teilte eine Sprecherin der Hochschule mit. Demnach finden bis auf weiteres alle Vorlesungen nur online statt.

Seminare, Übungen, Tutorien oder Praktika können unter den geltenden Hygienebestimmungen in Präsenz stattfinden, sofern es nötig sei. Generell ist das Semester als Hybrid geplant - also mit Anwesenheit und Lehre per Computer.

Update, 10. November, 6.07 Uhr: Praxisbesuch verweigert: Hausarzt wirbt für Verständis

Ärzte dürfen Patienten unter Umständen einen Besuch in der Praxis verweigern. Gerade in Corona-Zeiten kann das immer wieder vorkommen - zum Beispiel, wenn Patienten am Telefon von Symptomen berichten, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuten. Oder wenn sie aus medinizischen Gründen keine Maske tragen dürfen.

Der Bremer Hausarzt Hans-Michael Mühlenfeld wirbt für Verständnis. "Wer weiß, ob der Arzt nicht selbst eine Risikoperson ist? Und dass er dann für sich und für die anderen Patienten umsichtig handelt und jedes Risiko minimieren will, ist nachvollziehbar."

Der Vorsitzende des Instituts für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband betont: "Grundsätzlich hat der Arzt in seiner Praxis Hausrecht." Auch Mühlenfeld selbst lässt Menschen, die keine Maske tragen dürfen oder von Covid-19-Symptomen berichten, nicht ohne weiteres in die Praxis. Diese Patienten würden auf "eine telefonische Beratung und unsere Infektsprechstunde" verwiesen.

Hausärzte haben das Recht bestimmten Patienten den Zutritt zu ihrer Praxis zu verweigern. (Symbolbild)
Hausärzte haben das Recht bestimmten Patienten den Zutritt zu ihrer Praxis zu verweigern. (Symbolbild)  © Maurizio Gambarini/dpa

Update, 10. November, 5.44 Uhr: Sat.1 Bayern-Umfrage: Große Mehrheit zweifelt an Corona-Strategie

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland zweifelt laut einer neuen Umfrage die große Mehrheit der bayerischen Bürger an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Drei Viertel halten die bisherigen Maßnahmen für wenig oder gar nicht wirksam, wie das Umfrageinstitut GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern ermittelt hat.

Zudem glaubt fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) nicht, dass der bis Ende November angeordnete Teil-Lockdown reicht, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen. Drei Viertel der befragten 1000 bayerischen Bürger befürwortete zudem schärfere Kontrollen. Das beinhaltet sogar eine Mehrheit von 54 Prozent der AfD-Anhänger - obwohl gleichzeitig knapp zwei Drittel (63 Prozent) der AfD-Anhänger die Schutzmaßnahmen für übertrieben erklärten.

Die Umfrage förderte auch in anderer Hinsicht zutage, wie gespalten die Stimmung in der Bevölkerung in Hinblick auf die Epidemie ist. Einerseits zweifelt eine große Mehrheit an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen, nahezu ebenso hoch ist jedoch die Zustimmung zur Linie der Staatsregierung: 72 Prozent sind mit deren Krisenmanagement und Maßnahmen grundsätzlich einverstanden.

Auffällig: Die größte Zustimmung findet der Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der CSU/Freie Wähler-Koalition bei den Anhängern der Freien Wähler mit 80 Prozent, gefolgt von Grünen-Wählern mit 77 Prozent. Die CSU-Wählerschaft dagegen ist mit 72 Prozent Zustimmung etwas zurückhaltender.

Update, 10. November, 5.31 Uhr: Umfrage: Corona-Maßnahmen belasten Depressive stärker

In Deutschland sind Menschen mit Depressionen nach einer neuen Studie stärker von den Folgen der Corona-Maßnahmen betroffen als die Allgemeinbevölkerung. So haben sie zum Beispiel den Lockdown im Frühjahr als deutlich belastender erlebt, heißt es im neuen "Deutschland-Barometer Depression", das am Dienstagvormittag vorgestellt werden soll.

Für diese Untersuchung lässt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe jährlich rund 5000 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten repräsentativ online befragen, zuletzt im Juni und Juli.

Danach empfanden rund drei Viertel der Menschen mit Depressionen (74 Prozent) den Lockdown im Frühjahr als bedrückend. In der Allgemeinbevölkerung seien es 59 Prozent gewesen, heißt es in der Analyse. Menschen mit Depressionen hätten zum Beispiel fast doppelt so häufig unter einer fehlenden Tagesstruktur und Grübelei gelitten. Im Vergleich zur Bevölkerung insgesamt vermissten sie auch noch häufiger den Kontakt zu anderen. Nach Angaben der Stiftung sind in Deutschland rund fünf Millionen Menschen depressiv erkrankt.

Laut einer aktuellen Umfrage ist ein Lockdown wie zu Corona-Zeiten für Menschen mit Depressionen besonders belastend. (Symbolbild)
Laut einer aktuellen Umfrage ist ein Lockdown wie zu Corona-Zeiten für Menschen mit Depressionen besonders belastend. (Symbolbild)  © Peter Steffen/dpa

Update, 10. November, 5.05 Uhr: Verband: Hotellerie beherbergt nur einzelne Geschäftsreisende

Die Ausnahme in der Corona-Verordnung für die Beherbergung von Geschäftsreisenden hat die prekäre Lage der Hotellerie im Land nicht verändert. "Die Belegungen sind sehr, sehr gering und weit entfernt von jeder Wirtschaftlichkeit", sagte Daniel Ohl, Landessprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, eine Woche nach Beginn der jüngsten Corona-Verordnung.

Grund: Firmen hätten Präsenzveranstaltungen zugunsten von Online-Schalten abgesagt. Die Härtefälle - beispielsweise wenn Angehörige von Klinikpatienten übernachten müssen - fielen nicht ins Gewicht, fügte er in Stuttgart hinzu. Mit Plausibilitätskontrollen stellten die Hotels fest, ob es sich bei ihren Gästen um Geschäftsreisende handelt.

In normalen Zeiten beginne der Betrieb bei 45 Prozent, in großen Städten bei 50 Prozent Auslastung wirtschaftlich interessant zu werden, erläuterte Ohl. Von diesen Zahlen könnten die Hotels derzeit nur träumen. Einige von ihnen mit klarer Ausrichtung auf Urlauber hätten den Betrieb vorläufig eingestellt.

Der Verband fordere, dass die November-Nothilfe des Bundes schnell, unkompliziert und in vollem Umfang bei den Betrieben ankomme. "Niemand darf durch den Rost fallen." Sorge mache allen Gastronomen die Ungewissheit, ob sie im Dezember wieder öffnen dürfen. Viele treibe das Schicksal ihrer Mitarbeiter um.

Update, 10. November, 4.47 Uhr: Bergretter"-Star setzt in Corona-Krise auf Solidarität

Schauspieler Sebastian Ströbel ("Die Bergretter") hofft, dass sich die Menschen in den kommenden Wochen an die Corona-Regeln halten. Ziel müsse es sein, dass ein weiterer großer Lockdown möglichst abgewendet werden kann. Gastronomie und Kulturbranche habe es in der Krise am härtesten getroffen.

Jetzt sei Solidarität gefragt, sagte der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Damit wir schnell aus diesem Schlamassel herauskommen." Er selbst bewege sich - abgesehen von der Zeit am Drehort - weitgehend nur noch im "familiären Mikrokosmos".

Der vierfache Vater pendelt zwischen seinem Wohnort Hamburg und der Gemeinde Ramsau am Dachstein in Österreich. Dort werden für das ZDF "Die Bergretter" gedreht. Ströbel spielt seit 2015 die Hauptrolle. Der Drehort ist für ihn inzwischen zur zweiten Heimat geworden, wie er sagt. Zwar habe er seine Schulzeit am Bodensee verbracht und sei begeisterter Skifahrer und Snowboarder gewesen, seine Leidenschaft für die Berge habe er nun aber erst richtig entdeckt.

Laut Schauspieler Sebastian Ströbel (43) hat es die Gastronomie und Kulturbranche in der Corona-Krise am härtesten getroffen.
Laut Schauspieler Sebastian Ströbel (43) hat es die Gastronomie und Kulturbranche in der Corona-Krise am härtesten getroffen.  © Georg Wendt/dpa

Update, 10. November, 4.30 Uhr: Krankenhäuser in Brandenburg beklagen Personalausfälle

Die Brandenburger Kliniken leiden nach Angaben der Landeskrankenhausgesellschaft in der Corona-Krise unter Personalausfällen. "Anders als bei der ersten Welle haben wir eine ganze Menge Kontaktpersonen, die in Quarantäne geschickt werden müssen", sagte der Vorsitzende Detlef Troppens der Deutschen Presse-Agentur.

Die grippalen Infekte kämen obendrauf. Er forderte vom Bund mehr Unterstützung. Die Krankenhäuser würden möglicherweise auch ab 1. Januar noch mit Covid-19 zu tun haben, sagte der Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken in Oranienburg. Zuletzt wurden in Brandenburger Krankenhäusern laut Gesundheitsministerium mehr als 320 Covid-19-Patienten behandelt, ein Viertel auf Intensivstationen.

Update, 10. November, 3.43 Uhr: Ergebnisse zu Biontech-Impfstoff lassen viele Fragen offen

So groß die Freude über die beeindruckenden Zwischenergebnisse bei der Erprobung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer auch ist: Zu den Informationen, die bislang nur aus einer kurzen Mitteilung der Hersteller stammen, sind noch eine ganze Reihe wichtiger Fragen offen.

"Ich hoffe, dass die Daten möglichst bald veröffentlicht werden, damit man sich ein genaueres Bild machen kann", sagte Stephan Becker, Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Marburg, der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt spricht er aber von "einem sehr erfreulichen Ergebnis".

Leif-Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe Infektionsimmunologie und Impfstoffforschung an der Berliner Charité, betonte, auch zu möglichen Nebenwirkungen lasse sich noch nicht all zu viel sagen. Zwar hätten sich nach Angaben der Unternehmen keine sicherheitsrelevanten Nebenwirkungen gezeigt. Sander verweist aber darauf, "dass der Beobachtungszeitraum für relevante Impfnebenwirkungen noch zu kurz ist".

Unklar sei auch, ob der Impfstoff in verschiedenen Gruppen - insbesondere Risikogruppen wie älteren Menschen - gleichermaßen effizient wirkt. Ebenso fehlten Angaben dazu, wie sehr die Impfung vor schweren Verläufen von Covid-19 schütze. "Zudem muss sich zeigen, wie lange der Impfschutz anhält."

Sollte sich die hohe Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent bestätigen, "wäre dies eine unerwartet hohe Impfeffizienz", so Sander. Viele routinemäßig eingesetzte Impfstoffe wie etwa gegen Influenza erreichten keine so hohen Werte. "Dies ist umso erstaunlicher, als mit der mRNA-Technologie noch nie ein Impfstoff zugelassen wurde."

Update, 10. November, 2.56 Uhr: Karliczek setzt auf Impfstoffproduktion in großem Stil

Nach dem ersten Erfolg des Mainzer Unternehmens Biontech bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs setzt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) auf eine Produktion in großem Stil.

"Es wird darauf ankommen, den Impfstoff nun möglichst rasch und in großen Mengen zu produzieren", sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Nachricht von Biontech und Pfizer sei ein Grund zum Optimismus.

Karliczek sagte: "Ich hoffe sehr, dass das Unternehmen jetzt auch noch die letzten Schritte zur Zulassung zügig schafft." Es müssten bis dahin noch einige Fragen geklärt werden, unter anderem zur Verträglichkeit und Wirksamkeit für die verschiedenen Altersgruppen. Bei aller Geschwindigkeit würden die üblichen Qualitätsstandards im Zulassungsverfahren gelten. Die Politikerin verwies darauf, dass Biontech von ihrem Haus gefördert werde. Auch eine Impfstoffproduktion werde gefördert.

Anja Karliczek (CDU) ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Anja Karliczek (CDU) ist die Bundesministerin für Bildung und Forschung.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 10. November, 2.19 Uhr: Trump beklagt Zeitpunkt der Bekanntgabe guter Impfstoff-Nachrichten

Der amtierende Präsident Donald Trump hat die Bekanntgabe vielversprechender Ergebnisse der Hersteller eines Corona-Impfstoffs wenige Tage nach der US-Wahl als politisch motiviert dargestellt.

Der Pharmakonzern Pfizer "hatte nicht den Mut", die guten Nachrichten vor der Wahl bekanntzugeben, kritisierte Trump am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Das US-Unternehmen arbeitet bei dem Impfstoff mit der deutschen Firma Biontech zusammen.

Trump kritisierte in seinem Tweet auch die für die Zulassung zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) seiner Regierung. Die FDA hätte die Ergebnisse früher bekanntmachen sollen, klagte er. "Nicht aus politischen Gründen, sondern um Leben zu retten", schrieb Trump. Er hatte während des Wahlkampfs immer wieder versprochen, dass es noch vor der Abstimmung gute Neuigkeiten zu Impfstoffen geben werde - und sich davon offenbar politischen Rückenwind erhofft.

"Die FDA und die Demokraten wollten nicht, dass ich vor der Wahl einen Impfstoff-Erfolg habe, deswegen kam es fünf Tage später raus", schrieb Trump auf Twitter weiter. Die FDA seiner Regierung wird von Stephen Hahn geleitet, den der Republikaner Trump selbst ernannt hat.

Update, 10. November, 1.33 Uhr: Bericht: Schon mehr als 500 Eilanträge gegen November-Lockdown

Zahlreiche Bürger und Unternehmen wehren sich gerichtlich gegen die Anfang November verschärften Corona-Auflagen in Deutschland. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) unter Berufung auf den Deutschen Richterbund berichten, sind bereits in der ersten Woche des neuerlichen Teil-Lockdowns mehr als 500 Eilanträge bei den Verwaltungsgerichten eingegangen.

Unter den Antragstellern sind demnach vor allem Unternehmen aus den von den Einschränkungen betroffenen Branchen, etwa gastronomische Betriebe, Fitnessstudios, Konzertveranstalter oder Hotels. Auch die Betreiber von Schwimmbädern, Spielhallen, Wettbüros, Tattoo-, Sonnen- und Kosmetikstudios gehen juristisch gegen die Corona-Maßnahmen vor.

Eilanträge bei den 51 Verwaltungsgerichten sowie den 15 Oberverwaltungsgerichten und Verwaltungsgerichtshöfen in Deutschland hätten zudem Bürger gestellt, die Besuchsverbote in Kliniken oder die Maskenpflicht auf Straßen und Plätzen nicht akzeptieren wollen, heißt es in dem Bericht. Allein in Berlin hätten sich im November über 90 Kläger an die Verwaltungsgerichte gewandt - mehr als in jedem anderen Bundesland.

Der Geschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn, rechnet damit, dass die Klagewelle weiter wächst. "Die Gerichte tun alles dafür, den Betroffenen möglichst schnell und effektiv Rechtsschutz zu gewähren", sagte Rebehn den Funke-Zeitungen. Die Möglichkeit, Grundrechtseingriffe zeitnah überprüfen zu lassen, trage maßgeblich zur gesellschaftlichen Akzeptanz der Corona-Beschränkungen bei.

Update, 10. November, 0.46 Uhr: Kaum Verstöße gegen Corona-Auflagen bei Pegida-Kundgebung in Dresden

Zwei Tage nach der umstrittenen "Querdenken"-Demo in Leipzig haben auch Redner der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung in Dresden die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen kritisiert.

Anders als in Leipzig, wo die Kundgebung mit mehr als 20.000 Menschen aus dem Ruder lief und massive Verstöße gegen die Hygieneregeln registriert wurden, hielten sich die Teilnehmer in Dresden bis auf wenige Ausnahmen an die Vorgaben, wie ein Sprecher der Polizei am Montagabend mitteilte.

Die Beamten hatten an den Zugängen zur Veranstaltung auf dem Altmarkt kontrolliert und auf die Maskenpflicht hingewiesen. Bei wenigen hundert Teilnehmern blieb das Geschehen übersichtlich. Hauptredner war der frühere brandenburgische AfD-Politiker Andreas Kalbitz. Er wird vom Verfassungsschutz als Rechtsextremist eingestuft.

Teilnehmer einer Pegida-Demo stehen während einer Kundgebung auf dem Altmarkt, bei der Veranstaltung gab es nur sehr wenige Verstöße gegen Corona-Auflagen.
Teilnehmer einer Pegida-Demo stehen während einer Kundgebung auf dem Altmarkt, bei der Veranstaltung gab es nur sehr wenige Verstöße gegen Corona-Auflagen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. November, 0.02 Uhr: Scholz: Corona-Folgen werden im Etat lange zu spüren sein

Olaf Scholz (SPD) ist der deutsche Bundesfinanzminister.
Olaf Scholz (SPD) ist der deutsche Bundesfinanzminister.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie werden nach Einschätzung von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) noch über Jahre spürbar sein. "Die Bundeshaushalte 2020 und 2021 stehen im Zeichen des Kampfes gegen die Corona-Pandemie", sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag).

Er bekräftigte: "Die gesundheitlichen Folgen der Pandemie haben wir hoffentlich im nächsten Jahr überstanden, doch die wirtschaftlichen Folgen werden viel länger zu spüren sein - das muss die Finanzplanung beachten."

Der Wert eines guten Gesundheitswesen, eines starken Sozialstaats und eines leistungsfähigen Gemeinwesens sei allen gerade sehr bewusst geworden. "All das muss nachhaltig finanziert sein", sagte er auch mit Blick auf Rufe nach höheren deutschen Verteidigungsausgaben.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Krise kommt der Arbeitskreis Steuerschätzungen von Dienstag an zu digitalen Beratungen zusammen. Am Donnerstag gibt Scholz die Ergebnisse bekannt. Ausschläge nach oben oder unten im Vergleich zu den bisherigen Annahmen könnten Einfluss haben auf die laufenden parlamentarischen Beratungen über den Haushalt 2021.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

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