Deutsche Bank bekommt heftigen Gegenwind nach absurder Homeoffice-Steuer-Idee

Deutschland - In einem 83-seitigen Konzeptpapier schlug ein Ökonom der Deutschen Bank vor, Menschen im Homeoffice zu besteuern. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten.

Mit der ungewöhnlichen Idee hat sich die Deutsche Bank nicht gerade beliebt gemacht.
Mit der ungewöhnlichen Idee hat sich die Deutsche Bank nicht gerade beliebt gemacht.  © Fabian Sommer/dpa

Luke Templeman arbeitet in London als Makrostratege für die Deutsche Bank.

Damit die volkswirtschaftlichen Kosten - auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie - gerecht verteilt werden können, schlug der Manager eine Homeoffice-Steuer von 7,69 Euro pro Tag vor.

Jeder, der also von zu Hause aus arbeitet, sollte diesen Betrag zahlen. "Eine Steuer für Fernarbeiter brauchen wir schon seit Jahren, Covid hat es nur offensichtlich gemacht", heißt es in dem Beitrag von Templeman.

Wie zu erwarten, kamen die Ideen des Bankers gar nicht gut an. Auf der Facebook-Seite der Deutschen Bank äußerten sich mehrere Nutzer kritisch zu dem Vorschlag.

Die von Sahra Wagenknecht gegründete "Aufstehen"-Bewegung bezeichnete die Steuer-Idee als Realsatire und schrieb: "Den Hyperreichen und ihren Vermögensverwaltern ist wirklich kein Vorschlag zu dämlich und dreist, um der eigenen, längst überfälligen Besteuerung zu entkommen und den Status Quo aufrecht zu erhalten."

Die linke Sammlungsbewegung schlug stattdessen eine "Vermögensabgabe für Milliardäre und Multimillionäre, eine Finanztransaktionssteuer sowie eine effektive Besteuerung von Erbschaften und Konzernen" vor. Die Mehrheit der Follower stimmte den Vorschlägen von "Aufstehen" zu.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa, Facebook Screenshot @aufstehenbew

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