Jedes Jahr sterben Menschen beim Baden in Flüssen und Seen: Wird zu wenig getan?

München - Jedes Jahr sterben in Deutschland noch immer Dutzende Menschen beim Baden in Flüssen oder Seen. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) stellt am Donnerstag (11 Uhr) in München aktuelle Zahlen und Statistiken der Todesfälle durch Ertrinken für die einzelnen Bundesländer vor.

 In der Risikogruppe der Kinder sind die Zahlen nahezu unverändert. (Symbolbild)
In der Risikogruppe der Kinder sind die Zahlen nahezu unverändert. (Symbolbild)  © picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa

Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Ertrunkenen 2019 leicht gesunken, teilte ein Sprecher der DLRG vorab mit. Doch es gebe keinen Grund zur Entwarnung. 

Insbesondere in der Risikogruppe der Kinder bis zu zehn Jahren sei die Zahl der Ertrunkenen im vergangenen Jahr weitgehend unverändert geblieben, hieß es weiter. 

Der Zusammenhang zwischen gutem Badewetter und Unfällen durch Ertrinken bleibe weiter bestehen. So sei allein in den Monaten Juni, Juli und August 2019 die Hälfte der Ertrunkenen bundesweit zu verzeichnen gewesen.

Neben detaillierten Zahlen zu Todesfällen durch Ertrinken möchte die DLRG die Schließung von Schwimmbädern in Deutschland thematisieren und über Kurse für sicheres Schwimmen aufklären. 

Mit einer Petition an den Deutschen Bundestag hatte die DLRG bereits im vergangenen Herbst das "schleichende Bädersterben" kritisiert. 

Zudem hatte der Verein 2019 ein Modellprojekt für Schwimmkurse für Senioren gestartet. Dieses Angebot soll in diesem Jahr noch ausgebaut werden.

Jedes Jahr sterben in Deutschland noch immer Dutzende Menschen beim Baden in Flüssen oder Seen. (Symbolbild)
Jedes Jahr sterben in Deutschland noch immer Dutzende Menschen beim Baden in Flüssen oder Seen. (Symbolbild)  © Marcel Kusch/dpa

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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