98-Jährige läuft 73 Kilometer für arme Kinder, selbst Corona kann sie nicht stoppen!

Nottuln/NRW - Die 98-jährige Münsterländerin Marietheres Wübken hat mit ihrem Rollator in einem Monat in einem Spendenlauf für arme Kinder rund 73 Kilometer zurückgelegt.

Die Seniorin hilft mit ihrem Spendenlauf armen Kindern in Kenia.
Die Seniorin hilft mit ihrem Spendenlauf armen Kindern in Kenia.  © Fabian Strauch/dpa

Unter Beifall zahlreicher Unterstützer erreichte sie am Freitag in Nottuln (Kreis Coesfeld) ihr Ziel.

Ihr Start sei sehr turbulent gewesen, schilderte Inge Schürmann vom Wohltätigkeitsverein Mary's Meals, der Schulspeisungen in besonders armen Ländern finanziert.

In den ersten zehn Tagen sei sie locker die ersten 33 Kilometer gelaufen, dann wurde die Seniorin wegen einer Corona-Infektion zu einer zehntägigen Pause gezwungen.

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Nach einem milden Krankheitsverlauf schaffte Wübken dann mit Feuereifer noch einige Kilometer.

Begleitet habe sie der zwölfjährige Schüler Julian, der auch die letzten fehlenden 27 Kilometer auffüllte, um die 100-Kilometer-Marke zu knacken. Die 73 Kilometer ist Wübken daheim in Nottuln bei Münster gelaufen.

Es sei eine vorläufige Sponsorensumme von geschätzten mehr als 16.000 Euro zusammengekommen.

Eine Corona-Infektion stoppte sie nicht

Rund 16.000 Euro sammelte die Seniorin mit ihrer Aktion.
Rund 16.000 Euro sammelte die Seniorin mit ihrer Aktion.  © Fabian Strauch/dpa

Die hochbetagte Dame engagiert sich mit ihrer Rollator-Challenge in diesem Jahr für Kinder in der Region Turkana in Kenia.

Dort bahne sich in einer durch den Klimawandel bedingten dreijährigen Dürreperiode derzeit eine wahre Katastrophe an, sagte Schürmann.

Schon mit neun Cent könne man Schüler im Weltdurchschnitt mit einer Mahlzeit versorgen. Und 18,30 Euro reichten aus, um ein Schulkind ein Jahr lang mit warmen Essen zu versorgen. Daher zähle jede noch so kleine Summe.

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Auch viele Grundschüler hätten etwas Taschengeld gespendet. Zudem machten größere Sponsoren mit.

Wübken war schon 2021 mit ihrem Rollator 100 Kilometer gelaufen. "Ich freue mich, dass ich am Ende meines Lebens noch ein bisschen was dazu beitragen kann, Gutes zu tun", hatte sie damals zu ihren täglichen Runden betont.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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