Große Aufregung um Frauenwitz auf Restaurant-Rechnung

Leoben (Österreich) - Ein Gastronom druckt auf seine Rechnungen standardmäßig einen und denselben Witz. Nun hat er deswegen Ärger.

In einem Restaurant in der Steiermark kam es zum Eklat. (Symbolbild)
In einem Restaurant in der Steiermark kam es zum Eklat. (Symbolbild)  © dpa/Álex Zea/EUROPA PRESS

Wie die "Kleine Zeitung" im österreichischen Bundesland Steiermark am gestrigen Mittwoch berichtete, druckt der Betreiber von "Saro's BurgerBar" in Leoben auf jede Quittung den Spruch "Lassen Sie sich nicht scheiden, wenn Ihre Frau nicht kochen kann. Essen Sie bei uns und behalten Sie Ihre Frau als Hobby."

Eine Frau brachte dabei einen Stein ins Rollen, weil sie den Wirt auf Facebook anschrieb und eine Aufklärung des Witz-Fauxpas forderte.

"Ich bitte euch höflich darum, das Weltbild, das ihr damit verbreitet beziehungsweise wenigstens den Spruch zu überdenken", (Schreibweise aller Zitate vom Original übernommen) schrieb sie an den Gastronom, wie Screenshots belegen.

Auf eine Antwort musste die Dame nicht lange warten: "Ich lasse mir sicher nicht in Zeiten wie diesen, wo eh schon alles vorgeschrieben wird, auch noch meinen Humor nehmen", entgegnete ihr der Unternehmer per Privatnachricht.

"Kein Spaß im Leben": Unternehmer findet Sexismus okay

Dieser Witz brachte dem Wirt viel Ärger ein.
Dieser Witz brachte dem Wirt viel Ärger ein.  © Screenshot/Facebook/Saro's BurgerBar

Mit der Antwort gab sich die echauffierte Frau indes nicht zufrieden. "Es ist Sexismus, verpackt als 'Humor'", erklärte die Anonyme.

Im Netz entwickelte sich daraufhin ein wahrer Shitstorm, mit dem beide anfangs wohl nicht rechneten.

Viele Nutzer kommentierten das Posting, dass der Spruch sexistisch und frauenfeindlich ist. Andere, darunter auch Frauen, fanden ihn dennoch lustig.

Auch auf Lieferando gab's für den Witz bereits mindestens eine negative Bewertung, wie das Burger-Restaurant auf Facebook zeigte.

Eine Dame gibt dem Unternehmer im sozialen Netzwerk nun sogar einen Tipp: "Kann man im privaten Rahmen machen, wenn mans lustig findet", schrieb sie in einem Kommentar. 

Und weiter: "Wenn mans öffentlich und auch noch im Rahmen eines Unternehmens oder in Form von Werbung macht, muss man mit solchen Reaktionen rechnen."

Doch der Betreiber von "Saro's BurgerBar" wollte sich damit augenscheinlich nicht zufriedengeben und kritisiert die Kritik weiter.

Der Unternehmer hat nun eine eindeutige Forderung an die Personen, "die wahrscheinlich auch keinen Spaß im Leben" haben, wie er selbst formulierte: "Bitte bestell bei uns nicht mehr", schrieb er in seinem Facebook-Beitrag abschließend.

Der Spruch bleibt wohl weiterhin auf den Rechnungen.

Titelfoto: dpa/Álex Zea/EUROPA PRESS, Screenshot/Facebook/Saro's BurgerBar

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