Tinder will bald die Vorstrafen Deiner Dates checken

Dallas - Wenn das Blinddate ruft. Aber einen Unbekannten zu treffen, den Du über die App nur virtuell kennst, kann manchmal auch gefährlich sein. Tinder will nun Hintergrund-Checks einführen, damit die User wissen, auf wen sie sich einlassen.

In Zukunft sollen User mehr Hintergrund-Infos erhalten, mit wem sie intime Stunden teilen.
In Zukunft sollen User mehr Hintergrund-Infos erhalten, mit wem sie intime Stunden teilen.  © 123RF/Konrad Bak

Tinder zu benutzen ist nicht nur abwechslungsreich, anregend und manchmal romantisch, sondern kann auch ein Risiko bergen. Hinter ein paar Bildern und einer kurzen Beschreibung kann ein Unbekannter lauern, der sich nicht nur für eine "schnelle Nummer" oder die große Liebe interessiert.

Sexuelle Gewalt, Stalking, Belästigung, online lässt sich auf den ersten Blick nicht erkennen, ob Euer Gegenüber vor so etwas zurückschreckt. So manche Person trat in die Falle oder scheute sich bisher, die App deswegen zu benutzen.

Dem soll nun Abhilfe geschaffen werden. Tinders Mutterkonzern "Match Group" will zusammen mit der Non-Profit-Organisation "Garbo" Hintergrund-Checks einführen. Mit den Checks können User überprüfen, ob das Traum-Date Vorstrafen hat.

Dazu reichen Garbo Name und eine Telefonnummer. "Wir können nicht wissen, ob jemand in der Vergangenheit gewalttätig war, bevor es zu spät ist", heißt es auf deren Website zur Erklärung.

Tinder glaubt, dass die Änderung denen, die bisher keine Straftaten begangen haben, einen Vorteil verschafft: Sie sollen häufiger angezeigt werden.

Gibt's den Hintergrund-Check nur für Premium-Nutzer?

Tinder will das Flirt-Vergnügen durch die Erweiterung sicherer machen.
Tinder will das Flirt-Vergnügen durch die Erweiterung sicherer machen.  © Catherine Waibel/dpa-tmn

Aber: Die App will nicht alle Straftaten in die Datenbank aufnehmen. Wer wegen Drogenbesitzes verurteilt wurde, soll zum Beispiel keine Nachteile haben.

Die Begründung dazu soll Folgende sein: In den USA, wo Tinder die neue Änderung in den nächsten Monaten einführen will, gibt es viel mehr nicht-weiße Personen, die wegen Drogenbesitzes erwischt worden sein.

Noch offen ist, wie lange User eventuelle gesetzeswidrige Taten einsehen können oder ob die App für besonders schwere Fälle gar gesperrt werden soll.

Tinder und Garbo haben sich auch noch nicht dazu geäußert, ob die Änderung für die Nutzer und Nutzerinnen kostenpflichtig sein wird.

Titelfoto: 123RF/Konrad Bak

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