Wegen Corona: Gericht entscheidet, dass Schwangere nicht in Flüchtlingsheim wohnen muss

Münster - Das Land Nordrhein-Westfalen darf eine schwangere Asylsuchende und ihren Ehemann in der Corona-Krise nicht länger dazu verpflichten, in einer Gemeinschaftsunterkunft in Rheine zu wohnen.

Die Erstaufnahmeeínrichtung in Suhl, Thüringen. (Symbolbild)
Die Erstaufnahmeeínrichtung in Suhl, Thüringen. (Symbolbild)  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Münster ist der Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus in der Zentralen Unterbringungseinrichtung derzeit nicht gewährleistet.

Das Paar hatte beklagt, dass wegen der beengten Wohnverhältnisse die Einhaltung des gebotenen Mindestabstands nicht möglich sei. 

Außerdem müssten die beiden sich Sanitäranlagen mit anderen Bewohnern teilen und es würden Reinigungsmittel fehlen. 

Laut Gericht konnte die Bezirksregierung Arnsberg nicht überzeugend darlegen, dass der Schutz in der Einrichtung gegen eine Ansteckung ausreichend vorliegt (Az.: 6a L 365/20, rechtskräftiger Beschluss vom 7. Mai 2020).

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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