Tobias Schlegl fordert politische Kursänderung in der Seenotrettung

Hamburg - Moderator und Notfallsanitäter Tobias Schlegl (44) wünscht sich mit Blick auf die Seenotrettung von geflüchteten Menschen im Mittelmeer ein Umdenken der Politik.

Der Radio- und Fernsehmoderator Tobias Schlegl (44) hat ein neues Buch geschrieben, mit dem er etwas in der Politik bewegen will.
Der Radio- und Fernsehmoderator Tobias Schlegl (44) hat ein neues Buch geschrieben, mit dem er etwas in der Politik bewegen will.  © Georg Wendt/dpa

In der Politik gebe es meist nur viele Absichtserklärungen ohne wirkliche Veränderungen, sagte der Wahl-Hamburger der Deutschen Presse-Agentur.

Immerhin stehe im Koalitionsvertrag der neuen Regierung, dass es eine rechtliche Verpflichtung sei, Menschen nicht ertrinken zu lassen. "Was ja schon erstaunlich ist. Das stand noch nie im Koalitionsvertrag drin."

Bisher aber habe sich an der Politik in dieser Hinsicht nichts geändert. "Das heißt, es gibt keine vernünftige staatliche Seenotrettung auf den Fluchtrouten im Mittelmeer. Also müssen die Hilfsorganisationen rausfahren. Sie sind die einzigen, die da sinnvoll helfen. Und es wird ihnen auch noch schwer gemacht."

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Schlegl war im Mai für mehrere Wochen ehrenamtlich auf einer Seenotrettungs-Mission der Sea-Eye 4 auf dem Mittelmeer unterwegs, um geflüchtete Menschen vor dem Ertrinken zu retten und medizinisch zu versorgen.

Über die Zeit hat Schlegl das Buch "See. Not. Rettung." geschrieben, das am 24. Februar erscheint.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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