60 Lehrerinnen und Lehrer positiv getestet, Zahlen steigen

Stuttgart - Gut zwei Wochen nach der Rückkehr von Kindern und Jugendlichen in die Schulen will Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne) am Dienstag (12 Uhr) über den Verlauf des Unterrichts unter Corona-Bedingungen berichten.

Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne) wird darüber berichten, dass die Rückkehr in den Präsenzunterricht an den Schulen bislang gut über die Bühne gegangen ist.
Kultusministerin Theresa Schopper (60, Grüne) wird darüber berichten, dass die Rückkehr in den Präsenzunterricht an den Schulen bislang gut über die Bühne gegangen ist.  © Bernd Weissbrod/dpa

Die Befürchtungen, dass Rückkehrer aus dem Urlaub das Coronavirus massenweise in die Schulen tragen könnten, haben sich zunächst nicht erhärtet.

Allerdings müssen Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht Maske tragen und sich mehrfach pro Woche testen lassen. Hintergrund ist, dass es für unter Zwölfjährige keine Impfempfehlung gibt, die für ältere Kinder und Jugendliche gilt erst seit kurzem.

Seit dieser Woche müssen sich Kinder und Jugendliche, die nicht geimpft oder genesen sind, dreimal die Woche einem Corona-Schnelltest unterziehen. Mit PCR-Tests reichen zwei.

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Das Ministerium berichtete, dass derzeit (Stand: Montag, 12 Uhr) an sechs Schulen insgesamt sechs Klassen oder Lerngruppen in Quarantäne sind.

Darüber hinaus gebe es in etwa 770 Schulen Einzelfälle von Infektionen. Im Südwesten gibt es ungefähr 4500 Schulen.

Update 15.07 Uhr: 60 Lehrerinnen und Lehrer positiv getestet, Zahlen steigen

Gut zwei Wochen nach Schulbeginn in Baden-Württemberg sind 60 Lehrkräfte positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Zahl der infizierten Lehrerinnen und Lehrer steige zwar, man müsse sich aber aktuell "keine grauen Haare wachsen lassen", sagte Kultusministerin Theresa Schopper in Stuttgart. Der Anteil entspricht nach Angaben des Kultusministeriums 0,04 Prozent der Lehrkräfte im Land (Stand Montag).

Durch die tägliche Testpflicht für ungeimpfte Lehrerinnen und Lehrer habe das Ministerium einen relativ guten Überblick über den Impfstatus der Lehrkräfte. Die Ministerin betonte, dass der Schutz ungeimpfter Kinder unter zwölf Jahren von den Geimpften und Genesenen abhänge.

"Ich würde mich nicht gegen eine Impfpflicht wehren hier an den Schulen", erklärte Schopper. Das sei aber "nicht mehr die kriegsentscheidende Nummer" wegen einer hohen Impfquote unter den Lehrkräften. Schopper schätzte, dass 80 bis 90 Prozent der Lehrkräfte in Baden-Württemberg geimpft sind.

Im Südwesten unterrichten nach Ministeriumsangaben rund 138.000 Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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