Corona-Krise und die Folgen: Unsere Kinder lernen kaum lesen!

Dortmund/NRW/Deutschland - In der Corona-Pandemie haben viele Erst- und Zweitklässler dem Verband Mentor zufolge in den letzten anderthalb Jahren nicht richtig lesen gelernt.

Das Lesen ist eine wichtige Kenntnis für das spätere Berufsleben.
Das Lesen ist eine wichtige Kenntnis für das spätere Berufsleben.  © oksun70/123rf

Die ehrenamtlichen Kräfte hätten massive Leseprobleme bei Grundschülern festgestellt, hieß es am Freitag anlässlich einer Fachtagung von "Mentor - Die Leselernhelfer Bundesverband" in Dortmund.

Möglichst jeder Erwachsene solle sich mindestens einmal pro Woche ehrenamtlich für Schüler engagieren, appellierte der Verband.

Der Bedarf sei noch nie so groß gewesen wie aktuell.

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Um die dramatischen Folgen der Pandemie abzufedern, seien viele Schulen auf der Suche nach Unterstützung durch ehrenamtliche Lesementoren.

Derzeit engagierten sich rund 13.000 Ehrenamtliche deutschlandweit für 16.600 Kinder und Jugendliche über Mentor.

Ziel sei es, die Lesefreude der Kinder zu wecken. Das Lesen bilde die Basis für das Lernen in allen Fächern und damit für den Bildungserfolg.

Die Pandemie mit ihren vielen Einschränkungen für den Schulbetrieb habe aber "zu einer dramatischen Abwärtsspirale in der Lesekompetenz" geführt, betonte die Vorsitzende Margret Schaaf.

Förderbedarf für Kinder beim Lesen

Lehrkräfte wählen Kinder mit besonderem Förderbedarf aus, die dann von Lesementoren über einen längeren Zeitraum bei regelmäßigen Treffen in den Schulen unterstützt werden.

Die Ehrenamtler sind bundesweit im Einsatz und werden dafür geschult.

Laut Bundesbildungsministerium tragen die Leselernhelfer des Mentor-Bundesverbandes dazu bei, Kindern und Jugendlichen Freude am "lesenden Entdecken der Welt" zu vermitteln und Lesekompetenz zu stärken.

Titelfoto: oksun70/123rf

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