Ministerin: Mathe-Abiprüfungen in NRW waren "angemessen und lösbar"

Düsseldorf - Klagen über zu schwierige Mathe-Aufgaben in den diesjährigen Abiturprüfungen in NRW hat Schulministerin Yvonne Gebauer (54, FDP) zurückgewiesen.

Yvonne Gebauer (54,FDP), Bildungsministerin von Nordrhein-Westfalen.
Yvonne Gebauer (54,FDP), Bildungsministerin von Nordrhein-Westfalen.  © Marius Becker/dpa

Die Aufgaben seien "angemessen und lehrplankonform" gewesen, "lösbar" und nicht fehlerhaft, sagte die FDP-Politikerin am Mittwoch im Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags.

"Das zentrale Abitur in NRW umfasst 39 Fächer", sagte Gebauer, nur in Mathematik habe es kritische Rückmeldungen gegeben - und auch das nur in einem "sehr überschaubaren Rahmen".

Sie sehe keinen Handlungsbedarf, habe prüfungsrechtlich auch keine Handlungsmöglichkeit.

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Die von einer Kommission aus Fachlehrern gestellten Mathe-Aufgaben seien von der Bezirksregierungen und von Uniprofessoren geprüft worden, Lehrer der Gymnasien und Gesamtschulen hätten sie einem Praxistest unter realen Prüfungsbedingungen unterzogen.

In zwei Internet-Petitionen gegen die Abi-Klausuren in Mathe hatten Schüler moniert, die Aufgaben seien "unverschämt schwer" gewesen. Sie hatten eine angepasste Bewertung oder neue Klausuren gefordert.

Bislang keine Hinweise auf erschwerte Aufgaben

Nach Angaben der Grünen kommen die Petitionen auf rund 15.000 Unterschriften. Gebauer zufolge ist aber davon auszugehen, dass es sich nicht bei allen Unterzeichnern um aktuelle Abiturienten handelt.

Zur Dringlichen Frage der SPD zu möglichen Abweichungen bei den Abiturnoten im Vergleich zu den Vornoten sagte die Ministerin, die Ergebnisse seien noch nicht bekannt.

Es deutet laut Ministerin jedenfalls nichts darauf hin, dass die Durchschnittsnote in Mathematik - rund 45.000 Abiturienten hatten Mathe im Grund- oder Leistungskurs - diesmal deutlich unter dem Notenschnitt der letzten Jahre liegen wird.

Das Ministerium habe auch mehrfach mit Blick auf die Erschwernisse der Pandemie darauf hingewiesen, dass bei der Benotung einen Beurteilungsspielraum bestehe. Sie sei sicher, dass Lehrer diesen auch genutzt hätten.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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