Schnelle Rückkehr in regulären Schulbetrieb? Elternbeirat stellt sich gegen Kultusministerin

Stuttgart - Der Landeselternbeirat hat sich vor wichtigen politischen Weichenstellungen gegen eine schnelle Rückkehr der Schüler an die Schulen nach dem Lockdown ausgesprochen.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU) sprach sich für eine Öffnung der Kitas und Grundschulen ab dem 11. Januar aus und handelte sich dafür massive Kritik ein.
Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (56, CDU) sprach sich für eine Öffnung der Kitas und Grundschulen ab dem 11. Januar aus und handelte sich dafür massive Kritik ein.  © Sebastian Gollnow/dpa

Aus Infektionsschutzgründen sei es nicht zu verantworten, dass Grundschüler ab 11. Januar wieder regulär zur Schule gingen, sagte Elternvertreterin Silke Pantel der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Bedingung dafür müsse eine Maskenpflicht auch für die unteren Klassen sein.

Zudem gehe es nur im Wechselunterricht, um das Abstandsgebot auch umsetzen zu können. Oft seien Grund - und Hauptschulen auf einem Areal, so dass die Gruppen schwer voneinander zu trennen seien.

In den Hauptschulen gebe es aber Klassen mit bis zu 30 Schülern, in denen die vorgegebene Distanz von einander kaum einzuhalten sei. Gleiches gelte für die vollen Schulbusse.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Länderchefs beraten am Dienstag über das weitere Vorgehen in der Pandemie nach dem zunächst bis 10. Januar befristeten Shutdown. Zuvor wollen sich am Montag sich die Kultusminister der Bundesländer in der Schulfrage abstimmen.

Baden-Württembergs Ressortchefin Susanne Eisenmann (56, CDU) will Kitas und Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder öffnen und hat sich für diesen Vorstoß massive Kritik aus Infektionsschutzgründen eingehandelt.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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