SPD-Politiker fordert KZ-Gedenkstättenbesuch als Schulpflicht

Düsseldorf - Der SPD-Landesvorsitzende von NRW, Thomas Kutschaty (52) will, dass jeder Schüler in Nordrhein-Westfalen mindestens einmal in seiner Schullaufbahn eine KZ-Gedenkstätte oder die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel besucht.

Thomas Kutschaty (52), Landesvorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD.
Thomas Kutschaty (52), Landesvorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD.  © Roland Weihrauch/dpa

"Das gehört zwingend heute in einen Lehrplan", sagte Kutschaty am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Die Schülerinnen und Schüler müssten authentisch erfahren, wohin Wegsehen und Judenhass führen könnten, forderte der SPD-Politiker.

Auf Schulhöfen verrohe die Sprache, "Jude" werde von Jugendlichen teils als Schimpfwort benutzt.

Dagegen müsse das Land massiv in mehr Prävention investieren.

Kutschaty hatte am Vortag die Gelsenkirchener Synagoge besucht und dabei einen besseren Schutz der jüdischen Gemeinden gefordert.

Anlass für den kurzfristig anberaumten Besuch war eine Demonstration vergangenen Mittwoch an der Synagoge, bei der vor dem Hintergrund des Gaza-Konflikts zahlreiche pro-palästinensische Demonstranten antisemitische Hetzparolen skandiert hatten.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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