Lüften der Klassenzimmer auch im Winter wichtig! Zwiebellook bald neuer Modetrend an den Schulen?

Berlin - Lüften auch im Winter wichtig! Seit Beginn des neuen Schuljahres zählt das regelmäßige Lüften der Klassenräume zu den wichtigen Anti-Corona-Maßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich daher auch im Winter auf die ständige (Kalt)Luftzufuhr vorbereiten. Der Deutsche Philologenverband empfiehlt zu diesem Zweck den klassischen Zwiebellook.

Die T-Shirt-Zeit ist vorbei, doch auch in der kalten Jahreszeit ist das Lüften der Klassenräume eine wichtige Anti-Corona-Maßnahme. Gehört das Tragen von Mützen, Schals und dicken Jacken in Klassenräumen bald zum neuen Alltagsbild an deutschen Schulen? (Symbolfoto)
Die T-Shirt-Zeit ist vorbei, doch auch in der kalten Jahreszeit ist das Lüften der Klassenräume eine wichtige Anti-Corona-Maßnahme. Gehört das Tragen von Mützen, Schals und dicken Jacken in Klassenräumen bald zum neuen Alltagsbild an deutschen Schulen? (Symbolfoto)  © 123RF/kasto

Der Verband hält das Lüften von Klassenzimmern auch im Herbst und Winter für das "A und O". "Für die kalten Monate werden jetzt Pullover, Schals und Decken zur Grundausstattung der Schülerinnen und Schüler gehören", sagte Verbands-Chefin Susanne Lin-Klitzing (57) der "Bild"-Zeitung am Montag. 

Lehrer und Schüler müssten auf das Zwiebelprinzip setzen und sollten "sich so dick anziehen und dann eventuell nach und nach ausziehen" können.

Den Kultusministern warf Lin-Klitzing vor, zu spät mit den Planungen für die kalten Monate begonnen zu haben. "Sonst hätten die Schulen beispielsweise auch Plexiglasscheiben zwischen den Schülern aufstellen können."

Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger (66) forderte unterdessen ein bundesweites Corona-Schulampel-System. Die in einigen Bundesländern geltende Regelung, ab 50 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner auch im Klassenzimmer für ältere Schüler die Maskenpflicht vorzuschreiben, halte er für richtig.

"Es ist allerdings traurig, dass sich manche Bundesländer so einem Corona-Schulampel-System weiter entziehen. Das heißt, sie weigern sich, die Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen automatisch an das Infektionsgeschehen zu koppeln", sagte er der "Passauer Neuen Presse" am Montag.

Entwickeln sich nun auch die Schulen zu Corona-Hotspots?

Zudem warnte Meidinger davor, dass sich die Schulen zu Corona-Hotspots entwickeln könnten. Corona-Infektionen würden jetzt auch von Schulen und Schülern ausgehen. "Die von manchen Politikern ständig wiederholte Behauptung, man brauche sich wegen des Infektionsgeschehens an Schulen keine Sorgen zu machen und die bislang wenigen Infektionen würden hauptsächlich von außen in die Schulen getragen, lässt sich aktuell nicht mehr aufrechterhalten", sagte Meidinger.

Es gebe jetzt eine Reihe von Fällen in Deutschland, wo nicht nur Infektionen innerhalb der Schulen wahrscheinlich seien, sondern wo tatsächlich das Infektionsgeschehen sogar von Schulen und Schülern ausgehe.

Titelfoto: 123RF/kasto

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