Atomkraftwerk Isar 2 startet letzte Revision, ehe es endgültig vom Netz geht

Essenbach - Das Atomkraftwerk Isar 2 in Essenbach im niederbayerischen Landkreis Landshut soll Ende 2022 endgültig vom Netz gehen.

Die Atomkraftwerke (AKW) Isar 1 (r.) und Isar 2 mit dem Kühlturm in der Mitte. Das AKW Isar 2 soll Ende 2022 endgültig vom Netz gehen, Isar 1 wird bereits seit 2017 zurückgebaut.
Die Atomkraftwerke (AKW) Isar 1 (r.) und Isar 2 mit dem Kühlturm in der Mitte. Das AKW Isar 2 soll Ende 2022 endgültig vom Netz gehen, Isar 1 wird bereits seit 2017 zurückgebaut.  © Armin Weigel/dpa

Nun beginnen ein letztes Mal Revisionsarbeiten, wie der Betreiber Preussen Elektra mitteilte. Dafür sollte das Kernkraftwerk am Samstag vom Strom genommen und heruntergefahren werden.

Bis Mitte Oktober sollen 43 der 193 Brennelemente ersetzt, Prüfungen vorgenommen und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden, hieß es. Dann werde Isar 2 ein letztes Mal wieder mit dem Stromnetz verbunden.

Standortleiter Carsten Müller sagte laut Mitteilung: "Meiner Mannschaft und mir fällt es nicht leicht, diese letzte Revision als einen der letzten Schritte vor Ende der nuklearen Stromerzeugung in Deutschland zu gehen. Da kann es einem schon etwas wehmütig werden."

Den Angaben nach erzeugte Isar 2 seit dem Brennelementewechsel im Juli 2020 rund 14,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Jährlich steuere das Kraftwerk gut zwölf Prozent zur Stromerzeugung in Bayern bei.

Das Atomkraftwerk Isar 1 in Essenbach befindet sich seit dem Frühjahr 2017 im Rückbau. Am Standort sind laut Preussen Elektra rund 500 Menschen beschäftigt.

In Bayern ist noch ein zweites Atomkraftwerk am Netz: Gundremmingen C im schwäbischen Landkreis Günzburg. Dieses soll bereits Ende 2021 abgeschaltet werden.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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