Im Südwesten werden weitere schwimmende Solaranlagen gebaut

Ettlingen/Leimersheim - Das Energieunternehmen Erdgas Südwest verstärkt sein Engagement bei schwimmenden Photovoltaikanlagen.

Eine Photovoltaik-Anlage schwimmt auf dem Baggersee Maiwald.
Eine Photovoltaik-Anlage schwimmt auf dem Baggersee Maiwald.  © Benedikt Spether/dpa

Auf einem Baggersee im pfälzischen Leimersheim beginnt jetzt der Bau des ersten Projekts mit mehr als einem Megawatt Spitzenleistung, wie das Unternehmen mitteilte.

Noch in diesem Jahr sollen im ersten Bauabschnitt zunächst knapp 740 Kilowatt zur Verfügung stehen. Ende 2021 soll der zweite Teil mit der gleichen Leistung hinzukommen. 

Die Anlage werde insgesamt 14.000 Quadratmeter Seefläche bedecken und auf 6500 Schwimmkörpern verankert. Den Strom will zu einem großen Teil das Kieswerk, zu dem der See gehört, für seinen Betrieb verbrauchen.

Vor mehr als einem Jahr hatte Erdgas Südwest die damals größte schwimmende Solaranlage in Deutschland auf einem Baggersee in Renchen im Ortenaukreis mit einer Leistung von rund 750 Kilowatt gebaut. Zum Vergleich: Große Windräder haben eine installierte Leistung von drei und mehr Megawatt.

Das baden-württembergische Umweltministerium bescheinigte schwimmenden Photovoltaikanlagen auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hin gerade, sie seien eine "vielversprechende zusätzliche Option zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien".

Wegen der Auswirkungen auf die Gewässerökologie kämen in erster Linie Baggerseen, die noch ausgekiest werden, in Betracht. Das seien in Baden-Württemberg zwölf Seen mit einer für Solarenergie nutzbaren Fläche von bis zu 100 Hektar. Das Ministerium schätzt die installierbare Spitzenleistung daher auf bis zu 120 Megawatt.

Ob der Bodensee für eine solche Nutzung in Frage komme, ist aus Sicht der Landesregierung wegen der rechtlichen Rahmenbedingungen und der vielfältigen Nutzung des Gewässers fraglich.

Titelfoto: Benedikt Spether/dpa

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