Null-Cent-Gebote: Losentscheid bei Vergabe von Windparks in Nord- und Ostsee

Bonn - Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge für drei neue Windparks in Nord- und Ostsee erteilt. Alle zum Zug gekommenen Bewerber wollen den auf See erzeugten Strom ohne Geld aus der EEG-Förderung vermarkten, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Zwei der neuen Windparkflächen liegen in der Nordsee vor den ostfriesischen Inseln, die dritte in der Ostsee nordöstlich der Insel Rügen.
Zwei der neuen Windparkflächen liegen in der Nordsee vor den ostfriesischen Inseln, die dritte in der Ostsee nordöstlich der Insel Rügen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

In zwei Fällen fiel die Entscheidung durch das Los, weil mehrere Bewerber gleichwertige Angebote vorgelegt hatten. "Die Null-Cent-Gebote zeigen das hohe Interesse der Bieter, trotz der vergleichsweise moderaten Größe der Flächen", sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann (68).

Zwei der Flächen liegen in der Nordsee vor den ostfriesischen Inseln, die dritte in der Ostsee nordöstlich der Insel Rügen. Eine Fläche in der Nordsee mit einer Leistung von 225 Megawatt sowie die Fläche in der Ostsee mit 300 Megawatt Leistung gingen an den Energiekonzern RWE.

Für die zweite Nordseefläche mit 433 Megawatt erhielt eine Tochter der französischen EDF den Zuschlag. An zwei Vorhaben dürfen sich Projektentwickler, die dort ursprünglich einmal Offshore-Windparks geplant hatten, beteiligen. Die Fertigstellung der Windparks ist für das Jahr 2026 geplant. Sie dürfen über 25 Jahre betrieben werden.

Der Bundestag hatte Ende vergangenen Jahres die Ausbauziele bei der Windenergie auf See erhöht, und zwar um fünf auf 20 Gigawatt für das Jahr 2030 sowie 40 Gigawatt für 2040.

Um die 20 Gigawatt zu erreichen, soll bis 2025 eine Leistung von insgesamt knapp 9,7 Gigawatt ausgeschrieben werden. Die jetzt erteilten Zuschläge haben ein Gesamtvolumen von knapp einem Gigawatt.

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