Umstellung von Stäbchen- auf Lolli-Tests in Kitas? NRW prüft Materialbeschaffung

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen prüft eine umfassende Umstellung von Corona-Stäbchen-Tests auf Lolli-Tests in den Kitas.

Joachim Stamp (50, FDP) bekräftigte, dass die Beschaffung auch eine Frage der Logistik- und Lagerkapazitäten sei. (Symbolfoto)
Joachim Stamp (50, FDP) bekräftigte, dass die Beschaffung auch eine Frage der Logistik- und Lagerkapazitäten sei. (Symbolfoto)  © Michael Reichel/dpa

Das hat Familienminister Joachim Stamp (50, FDP) am Mittwoch in Düsseldorf angekündigt. Derzeit werde mit Lieferanten der erst kürzlich zugelassenen Antigen-Lolli-Tests besprochen, in welchen Zeiträumen das Material zu beschaffen sei.

Eine flächendeckende Umstellung sei aber "nicht von heute auf morgen möglich", sagte Stamp. Daher werde es zunächst noch bei den Stäbchen-Tests bleiben.

In der Prüfung für die Kitas seien nicht die PCR-Lolli-Tests, mit denen alle Grund- und Förderschüler in NRW sich ab dem 10. Mai zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus untersuchen lassen können.

Dies sei in dem viel größeren System mit 10.500 Kitas unterschiedlicher Träger nicht möglich, bekräftigte Stamp.

"Keine Frage des Geldes"

Joachim Stamp (50, FDP) betonte außerdem, dass die Politik betroffenen Familien entgegenkommen werde, sodass diese keine vollen Kita-Beiträge zahlen müssen.
Joachim Stamp (50, FDP) betonte außerdem, dass die Politik betroffenen Familien entgegenkommen werde, sodass diese keine vollen Kita-Beiträge zahlen müssen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Es ist ausdrücklich bei uns keine Frage des Geldes, sondern es ist ausschließlich eine Frage von Logistik- und Laborkapazitäten, warum das landesweit nicht auszurollen ist."

Die PCR-Lolli-Tests müssen im Labor ausgewertet werden, die Lolli-Schnelltests können dagegen von Erziehern in der Kita oder Zuhause angewendet werden.

Stamp bekräftigte darüber hinaus, dass die Eltern für das erste Halbjahr insgesamt nur die Hälfte der üblichen Kita-Beiträge zahlen müssten, weil coronabedingt nicht das volle Angebot zur Verfügung gestanden habe.

Die Monate Mai und Juni würden - wie zuvor schon der Januar - komplett beitragsfrei gestellt. "Klare Botschaft an die Eltern ist: Für das erste Halbjahr werden wir insgesamt die Hälfte der Beiträge erstatten", versicherte Stamp.

"Sollte es wider Erwarten im Juli noch zu Störungen im System kommen, werden wir das natürlich auch noch mal entsprechend berücksichtigen."

Titelfoto: Michael Reichel/dpa

Mehr zum Thema Familienpolitik: