Lockdown wird bis in den März verlängert, aber es gibt Lockerungen!

Berlin - Der bis Mitte Februar befristete Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland soll weitgehend bis zum 7. März verlängert werden.

Friseursalons dürfen ab 1. März wieder öffnen.
Friseursalons dürfen ab 1. März wieder öffnen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Eine Ausnahme bilden Friseure, die bei strikter Einhaltung von Hygieneauflagen bereits am 1. März wieder aufmachen dürfen.

Das haben Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Mittwoch bei ihren Beratungen über das weitere Vorgehen in der Pandemie beschlossen.

Das Öffnen von Schulen und Kitas wird danach nicht bundesweit einheitlich geregelt, sondern in das Ermessen der einzelnen Länder gestellt.

Bund und Länder verweisen in ihrem Beschluss auf die sich besonders schnell ausbreitenden Virusmutationen.

Diese erforderten erhebliche zusätzliche Anstrengungen, um die Infektionszahlen wieder zu senken.

"Daher müssen die Kontaktbeschränkungen in den nächsten Wochen grundsätzlich beibehalten werden."

Weitere Öffnungen ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner

Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten haben am Mittwoch über weitere Lockerungen beraten.
Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Ministerpräsidenten haben am Mittwoch über weitere Lockerungen beraten.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Auch die bestehenden anderen Beschlüsse wie etwa die Schließung eines Großteils des Einzelhandels, von Restaurants, Kneipen, Museen und Theatern sollen weiter gültig bleiben.

Einen nächsten größeren Öffnungsschritt soll es erst bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner geben.

Dann sollen der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen wieder aufmachen können.

Zu Schulen und Kitas stellt der Beschluss fest, dass dieser Bereich als erster schrittweise wieder geöffnet werden solle.

"Die Länder entscheiden im Rahmen ihrer Kultushoheit über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung des Angebots der Kindertagesbetreuung."

Mehr Sicherheit in Klassenzimmern und Kitas sollen vermehrte Schnelltests bringen.

Vermehrte Schnelltests in Klassenzimmern und Kitas

Es soll geprüft werden, ob Lehrkräfte und Erzieher früher als bislang vorgesehen geimpft werden können.
Es soll geprüft werden, ob Lehrkräfte und Erzieher früher als bislang vorgesehen geimpft werden können.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Außerdem wurden die Gesundheitsminister beauftragt zu prüfen, ob Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher früher als bislang vorgesehen geimpft werden können.

Merkel habe darauf hingewiesen, dass gerade Erzieher keine Möglichkeit hätten, die notwendigen Abstände einzuhalten, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Die vorzeitige Öffnung von Friseurbetrieben soll "unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken" zulässig sein.

Zur Begründung heißt es in dem Beschluss: "Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der jetzt bereits seit längerem bestehenden Schließung erscheint es erforderlich, die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind."

Titelfoto: Michael Sohn/POOL AP/dpa

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