Gelbe Pässe zu leicht zu fälschen: Polizei fordert Zugriff auf Impf-Datenbank des RKI

Berlin - Die Sorge über gefälschte Impfpässe und Impfbescheinigungen wächst - nun forderte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) deshalb den Zugang auf die Impf-Datenbank des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Die gelben Impfpässe sind zu leicht zu fälschen. Die Polizei will deshalb Zugriff auf die RKI-Daten.
Die gelben Impfpässe sind zu leicht zu fälschen. Die Polizei will deshalb Zugriff auf die RKI-Daten.  © dpa/Bernd Wüstneck

"Impfpässe oder andere Impfbescheinigungen sind alles andere als fälschungssicher", sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt (64) der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Die Daten müssten dem RKI komplett, also mit Namen, Personaldaten und Impfdatum, übermittelt und dort auch abrufbar gespeichert werden."

Dann könne man sie den Kontrollbehörden vorübergehend zugänglich machen, damit die Beamten abfragen können, ob tatsächlich der erforderliche Impfstatus vorliegt, erklärte Wendt.

Indes gibt es an der Impfpass-Front auch positive Entwicklungen: Die Smartphone-App "CovPass" soll noch vor den Sommerferien veröffentlicht werden.

Künftig soll die App als digitale Bescheinigung des Impfschutzes dienen und zudem auch offizielle negative Corona-Tests anzeigen können.

Titelfoto: dpa/Bernd Wüstneck

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