Spahn droht mit neuem Lockdown: "Brauchen noch mal 10, 14 Tage richtiges Runterfahren"

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hält einen weiteren Lockdown von 10 bis 14 Tagen für erforderlich.

Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © dpa/Kay Nietfeld

"Wenn wir die Zahlen nehmen, auch die Entwicklungen heute, brauchen wir eigentlich noch mal 10, 14 Tage mindestens richtiges Runterfahren unserer Kontakte, unserer Mobilität", sagte Spahn am Samstag bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen konnten.

Nötig sei ein Lockdown ähnlich wie an Ostern im vergangenen Jahr, sagte Spahn. Er selbst würde auch lieber Ostern im größeren Kreis der Familie, sagte er. "Aber es geht halt dieses Jahr noch nicht."

Wenn es gelinge, diese Welle zu brechen bevor sie im April zu groß werde, dann seien anschließend auch Öffnungsschritte möglich wie in Städten und Regionen mit niedrigen Infektionszahlen wie in Tübingen.

Ob die Regierung an einem entsprechenden Lockdown-Plan arbeite, verriet er nicht.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 124,9. Damit ist der Wert so hoch wie seit dem 19. Januar (131,5) nicht mehr. Zudem meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI im Laufe des Freitags 20.472 neue Corona-Infektionen.

Darüber hinaus wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet.

Titelfoto: dpa/Kay Nietfeld

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