Grünen-Politikerin Nonnemacher will Pflegebedürftige nicht im Stich lassen

Brandenburg - Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (64, Grüne) will Geld für die Pflege in die Hand nehmen, weil es immer mehr pflegebedürftige Menschen gibt.

Ursula Nonnemacher (64, Grüne) bemüht sich um eine bessere Situation für Pflegebedürftige und ihre Mitmenschen.
Ursula Nonnemacher (64, Grüne) bemüht sich um eine bessere Situation für Pflegebedürftige und ihre Mitmenschen.  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Pro Jahr stehen bis 2024 in Brandenburg fünf Millionen Euro aus dem Landeshaushalt zum Ausbau der Kurzzeit- und Tagespflege bereit.

Durch Angebote in diesem Bereich sollen pflegende Angehörige entlastet werden, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Pflegebedürftige sollen möglichst lange im vertrauten Wohnumfeld leben können.

Über 83 Prozent der Pflegebedürftigen im Land werden in der eigenen Häuslichkeit versorgt, der Großteil allein durch Angehörige, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Die Pflege sei eine äußerst verdienstvolle, aber auch eine sehr anstrengende Aufgabe. Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege stabilisierten die Situation, würden Angehörige unterstützen und entlasten.

In Krisen oder bei ihrer Verhinderung sollten auch kurzfristig verfügbare, bezahlbare und wohnortnahe Angebote zur Verfügung stehen.

Es ist nach Angaben des Ministeriums die dritte Förderrichtlinie im Rahmen des Brandenburger Pakts für Pflege. In Kraft ist bereits die Richtlinie zur Pflege vor Ort.

Für den Ausbau kommunaler Projekte stehen 11,7 Millionen Euro bereit. Seit Juli gilt eine Förderung zur Weiterentwicklung von Pflegestützpunkten, unter anderem durch unabhängige Beratungsstellen. Pro Jahr können dafür bis 2024 rund zwei Millionen Euro aus dem Landeshaushalt beantragt werden.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Brandenburg ist zwischen 2017 und 2019 um mehr als 21.000 auf knapp 154.000 Personen gestiegen. Knapp 32.000 voll- und teilstationäre Pflegeplätze stehen bereit.

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

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