Impfpflicht ja oder nein? Darum geht SPD-Co-Vorsitzende Esken von langer Debatte aus

Bonn - Bevor eine mögliche Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland kommt, muss der Bundestag darüber debattieren. Die Co-Vorsitzende der SPD, Saskia Esken (60), geht von einer Entscheidung frühestens im März aus.

Saskia Esken (60) ist Co-Vorsitzende der Partei SPD.
Saskia Esken (60) ist Co-Vorsitzende der Partei SPD.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

"Wir wollen in jedem Fall im ersten Quartal, idealerweise schon Anfang März zu einer Entscheidung kommen", so Esken im phoenix-Interview am heutigen Samstag.

Bis dahin habe das Parlament im Bundestag genügend Zeit, um intensiv das Für und Wider der Impfpflicht für alle Bürger in Deutschland zu diskutieren.

"Wir haben jetzt Mitte Januar, wir hätten dann den halben Januar und den ganzen Februar zur Debatte, die ja auch stattfindet, wenn wir nicht Sitzungswochen haben. Da haben wir alle Zeit, um das Thema in aller Tiefe zu debattieren", erklärte die SPD-Politikerin.

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Die bisherige Impfquote von aktuell 75 Prozent sei nicht ausreichend, um die Pandemie zu stoppen.

Esken für Impfpflicht ab 18 Jahren

Die Politikerin sagte zu diesem Fakt: "Wir haben feststellen müssen, dass wir eine Impfquote, wie wir sie brauchen, nicht durch reine Überzeugungsarbeit erreichen und dass wir offensichtlich eine Impfpflicht brauchen."

Die Politikerin der SPD sprach sich für "eine Impfpflicht ab 18 Jahren" aus. In der SPD erwarte sie eine hohe Zustimmung für die Pflicht: "Ich gehe davon aus, dass die SPD in hoher Zahl zustimmen wird."

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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