Kölner Caritas-Vorstand über Pfleger: "Wer die Impfung ablehnt, wird sich ein neues Arbeitsfeld suchen müssen"

Köln - Die Corona-Impfpflicht im Pflegebereich und im medizinischen Sektor kommt zum 15. März 2022. Die Auswirkungen für ungeimpfte Mitarbeiter sind klar und folgenschwer. Sie erhalten bei Nicht-Impfung ein Beschäftigungsverbot.

Die Impfung für Plegepersonal wird bald zur Pflicht. (Symbolbild)
Die Impfung für Plegepersonal wird bald zur Pflicht. (Symbolbild)  © Bernd Weissbrod/dpa

Der Kölner Caritas-Vorstand Peter Krücker sagte zu dem bundesweiten Gesetz gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger: "Wer aus nicht-gesundheitlichen Gründen die Impfung ablehnt, wird sich ein neues Arbeitsfeld suchen müssen und ist in der Pflege nicht richtig aufgehoben."

Die Impfpflicht für Mitarbeiter soll vor allem Risiko-Bürger vor Infektionen schützen.

Deshalb gilt sie, wie von der Bundesregierung bereits beschlossen, bald beispielsweise in Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen ein.

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Bei der Kölner Caritas seien von den rund 2000 Mitarbeitern etwa 75 Prozent von der künftigen Impfpflicht im medizinschen Arbeitsumfeld betroffen.

Laut Peter Krücker seien 90 Prozent der Mitarbeiter schon geimpft.

Zum Vergleich: Laut Robert-Koch-Institut haben aktuell etwa Prozent aller deutschen Bürger mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

Vollständig geimpft seien aktuell 72,6 Prozent aller Deutschen. Das sind in absoluten Zahlen 60.390.719 Menschen.

Pflegepersonal vor Impfpflicht

Für den Kölner Caritas-Vorstand ist die Impfpflicht im Pflege- und Medizinbereich der richtige Weg.

"Die Caritas hat sich bundesweit für die Impfpflicht in der Pflege und der Behindertenhilfe eingesetzt, um die hohe Schutzbedürftigkeit der zu Pflegenden zu unterstreichen. Wir halten sie weiterhin für den richtigen Schritt", sagte er im Kölner-Stadtanzeiger.

Während in Kölner Institutionen die Impfquote relativ hoch ist, sorgen sich in anderen Bundesländern viele um ihr Pflegepersonal. In Sachsen beispielsweise liegt die Zahl ungeimpfter Pfleger deutlich höher. Einige suchen bereits neue Jobs. Ob die Impfpflicht bundesweit für alle Menschen eingeführt wird, soll übrigens im Bundestag ausgiebig debattiert werden.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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