Lauterbach macht Ernst: Bonus für Pflegekräfte kommt - und noch mehr!

Berlin - Der geplante Corona-Bonus wegen besonderer Belastungen in der Pandemie soll laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) Pflegekräften in Krankenhäusern und in der Langzeitpflege zukommen.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) will die Arbeit von Krankenhaus- und Pflegepersonal würdigen.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (59, SPD) will die Arbeit von Krankenhaus- und Pflegepersonal würdigen.  © dpa/Wolfgang Kumm

Die Zahlungen sollen dafür jeweils hälftig ausgeschüttet werden, wie der SPD-Politiker am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" deutlich machte: "Der Bonus kommt jetzt relativ rasch. Aber das ist nicht alles, sondern die Arbeitsbedingungen müssen sich insgesamt verbessern."

Die Ampel-Koalition von SPD, Grünen und FDP hatte angekündigt, dass es einen Bonus für Pflegekräfte geben soll. Dafür will die Regierung eine Milliarde Euro bereitstellen und die Steuerfreiheit für Bonuszahlungen auf 3000 Euro anheben. Lauterbach sagte, es sei jetzt ein entsprechender Entwurf entwickelt worden, der dem Bundestag vorgelegt werden solle.

Der Bonus solle an die Pflegenden gehen, weil sie in der Corona-Krise im Vordergrund gestanden hätten, und nicht an andere Berufsgruppen. Nähere Angaben machte er vorerst nicht.

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Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten, ein Eckpunktepapier sehe für Vollzeitkräfte in der Altenpflege einen Bonus von bis zu 550 Euro vor.

Der gestaffelte Bonus solle ab 30. Juni und spätestens bis 31. Dezember ausgezahlt werden.

Diese Pflegekräfte profitieren vom Corona-Bonus

Vor allem die Pflegekräfte, die direkt am Bett arbeiten, sollen den Bonus ausgezahlt bekommen.
Vor allem die Pflegekräfte, die direkt am Bett arbeiten, sollen den Bonus ausgezahlt bekommen.  © dpa/Boris Roessler

Für Pflegekräfte in Kliniken sei ein Bonus für Krankenhäuser geplant, die 2021 mehr als zehn Covid-Fälle mit künstlicher Beatmung behandelt haben. Dies seien 837 Kliniken, die 95 Prozent aller Corona-Patienten versorgten.

Klinikträger und die Beschäftigtenvertretungen sollten gemeinsam entscheiden, wer Prämien in welcher Höhe erhalte. In erster Linie solle sich der Bonus an Kräfte in der Pflege am Bett richten.

Demnach könnten rund 280.000 Pflegekräfte Geld bekommen.

Titelfoto: Montage: dpa/Boris Roessler, dpa/Wolfgang Kumm

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