Nachtleben nur noch für Geimpfte? 1G-Regel wird "sehr wahrscheinlich"

Wien (Österreich) - In der vergangenen Woche wurde der Vorstoß der 1G-Regelung ins Spiel gebracht. Und schon jetzt wird in der österreichischen Regierung über die Anwendung der "nur für Geimpfte"-Regelung debattiert.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (35) berät sich mit seinen Ministern über die 1G-Regelung.
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (35) berät sich mit seinen Ministern über die 1G-Regelung.  © John Thys/Pool AFP/AP/dpa

Am Dienstag in der vergangenen Woche sprach der Corona-Experte Herwig Kollaritsch (64) über die Notwendigkeit der 1G-Regelung in bestimmten Situationen. Der Virologe bezeichnete sie sogar als "kaum abwendbar".

In einem "Bild Live"-Interview mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (35) erklärte dieser am heutigen Mittwoch, dass sich die Regierung dazu bereits Gedanken machen würde.

Vor allem in der sogenannten Nachtgastronomie, also etwa in Discotheken und Nachtclubs, könne die Knallhart-Regelung Anwendung finden, wie der junge Kanzler im Gespräch sagte.

Die verschärfte Regelung (aktuell gilt in der Nachtgastro 2G, in Österreich sind das negativ PCR-Getestete sowie Geimpfte) könnte ab Herbst greifen. Die Regierung berate derzeit über die Umsetzbarkeit.

Kurz sagte, es sei "sehr wahrscheinlich", dass man weitere Einschränkungen treffen müsse.

Blick in Österreichs größte Club-Discothek: Dürfen im Praterdome in Wien bald nur noch Geimpfte feiern?
Blick in Österreichs größte Club-Discothek: Dürfen im Praterdome in Wien bald nur noch Geimpfte feiern?  © Max Patzig

Die Sorge vor einer weiter steigenden Inzidenz besteht vor allem, weil sich ab Herbst das soziale Leben wieder zunehmend nach innen verlagert.

In Innenräumen steckt man sich einfacher mit Corona an als es an der frischen Luft der Fall ist, wie mehrere Studien unabhängiger Forscher bereits belegten.

Titelfoto: Montage: Max Patzig, John Thys/Pool AFP/AP/dpa

Mehr zum Thema Gesundheitspolitik: