NRW-Regierungs-Chef Wüst unterrichtet Landtag heute über neue Corona-Beschlüsse

Düsseldorf - NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) unterrichtet den Landtag am Mittwoch (10 Uhr) über die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern in der Corona-Krise. Dabei geht es um den weiteren Kurs der CDU/FDP-Landesregierung in der Pandemie.

Am Mittwoch unterrichtet NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) den Landtag über die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern in der Corona-Krise.
Am Mittwoch unterrichtet NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) den Landtag über die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern in der Corona-Krise.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Trotz des rasanten Anstiegs der Infektionszahlen infolge der Omikron-Welle hatten Bund und Länder am Montag beschlossen, die Corona-Maßnahmen vorerst nicht zu verschärfen. Es wird aber auch absehbar noch keine Lockerungen geben.

Wüst hatte sich nach den Beratungen klar hinter diese Linie gestellt und gesagt, das Infektionsgeschehen erfordere die "Beibehaltung und strikte Umsetzung" der bisherigen Maßnahmen.

Die in Nordrhein-Westfalen mitregierende FDP will dagegen coronabedingte Einschränkungen in Handel und Gastronomie lockern.

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Geimpfte und Genesene sollten in der Gastronomie keinen Test mehr vorlegen müssen, hatte FDP-Landtagsfraktionschef Christof Rasche (59) gesagt.

Im Handel müsse man wieder wegkommen von der 2G-Regel, die nur Geimpften und Genesenen Zutritt erlaubt.

PCR-Tests nur noch für bestimmte Gruppen

Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen reichen die Kapazitäten in den Laboren aktuell nicht mehr für die besonders genauen PCR-Tests aus.
Wegen der sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen reichen die Kapazitäten in den Laboren aktuell nicht mehr für die besonders genauen PCR-Tests aus.  © Uwe Anspach/dpa

Offene Fragen hinterlässt die Bund-Länder-Vereinbarung zur Änderung der Corona-Teststrategie. Wegen der sprunghaft steigenden Infektionszahlen reichen die derzeitigen Kapazitäten für die besonders genauen PCR-Tests nicht mehr aus.

Bund und Länder hatten deshalb vereinbart, PCR-Tests auf Menschen aus Corona-Risikogruppen und Beschäftigte zu konzentrieren, die sie betreuen und behandeln - in Kliniken, Pflegeheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Zum Freitesten aus der Quarantäne oder Isolation sollen künftig zertifizierte Antigen-Schnelltests reichen.

Nach der aktuell geltenden Testverordnung hat noch jeder mit einem positiven Schnelltest Anspruch auf eine PCR-Nachtestung.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa, Uwe Anspach/dpa

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