Patientenschützer fordern Qualitäts-Prüfungen bei Corona-Teststellen

Düsseldorf - Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) aufgefordert, Qualitätsprüfungen bei Corona-Teststellen anzuordnen.

NRW-Gesundheitsminister Laumann (63, CDU) ist von der Deutschen Stiftung Patientenschutz dazu aufgefordert worden, Qualitätsprüfungen bei Corona-Teststellen anzuordnen.
NRW-Gesundheitsminister Laumann (63, CDU) ist von der Deutschen Stiftung Patientenschutz dazu aufgefordert worden, Qualitätsprüfungen bei Corona-Teststellen anzuordnen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Solche Tests müssten anlassunabhängig durchgeführt werden, sagte Vorstand Eugen Brysch am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Er äußerte sich enttäuscht über das Ergebnis der Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern vom Montagmorgen. "Weder ein Finanzamt noch die Kassenärztlichen Vereinigungen können in späteren Abrechnungen überprüfen, ob die Qualität eines medizinischen Schnelltests stimmt", sagte Brysch.

"Doch die Güte der Testung ist viel entscheidender als die Frage, ob Betrug im Spiel ist." Es dürfe nicht hingenommen werden, "dass schlecht getestete Besucher das Virus in Pflegeheime und Krankenhäuser tragen".

Angesichts des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Teststellen planen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schärfere Vorgaben.

Dafür werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung angestrebt, wie die Deutsche Presse-Agentur nach Beratungen der Ressortchefs am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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