SPD-Vize Kutschaty fordert Klarheit über vierte Impfung

Düsseldorf/Berlin - Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thomas Kutschaty (53), der auch NRW-SPD-Chef ist, erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz am heutigen Montag eine klare Ansage, dass eine vierte Corona-Impfung derzeit nicht nötig ist.

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thomas Kutschaty (53).
Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thomas Kutschaty (53).  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Viele Bürgerinnen und Bürger fragen gerade in den Arztpraxen nach, ob sie jetzt eine vierte Impfung brauchen", sagte der Oppositionsführer im nordrhein-westfälischen Landtag der Deutschen Presse-Agentur. Da sei jetzt Klarheit notwendig.

Mit der dritten sogenannten Booster-Impfung sei man gut geschützt, das zeigten auch die Erfahrungen der Länder, in denen bereits zum vierten Mal geimpft wurde.

"Priorität hat weiterhin, dass die nicht vollständig Geimpften sich bis zur dritten Impfung boostern lassen."

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Die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Montag mit Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Veränderungen bei den bestehenden Maßnahmen zeichnen sich nicht ab, was Kutschaty begrüßt. "Aktuell gibt es weder Raum für Lockerungen noch für Verschärfungen", sagte er der dpa.

"Ich erwarte, dass wir in der Pandemie-Politik weiterhin mit Augenmaß agieren und nicht vorschnell zu Schlüssen kommen, die wir eventuell schon bald bereuen könnten."

Entscheidungen bei PCR-Tests erwartet

Entscheidungen werden in der Bund-Länder-Runde unter anderem beim Thema PCR-Tests erwartet.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) und seine Länderkollegen hatten sich für eine sogenannte Priorisierung ausgesprochen: Bestimmte Bevölkerungsgruppen sollen angesichts knapper Laborkapazitäten bevorzugt Anspruch auf die besonders genauen Tests bekommen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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