Testpflicht für Reisende aus Risikogebieten kommt noch in dieser Woche!

Berlin - Jetzt also doch verpflichtend!

Ein Mitarbeiter nimmt im Corona-Testcenter am Stuttgarter Flughafen einen Abstrich.
Ein Mitarbeiter nimmt im Corona-Testcenter am Stuttgarter Flughafen einen Abstrich.  © dpa/Sebastian Gollnow

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen sich Einreisende aus internationalen Risikogebieten von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. 

Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man "auf Nummer sicher" gehen. "Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist." Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. 

Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. 

Um die Quarantäne zu umgehen, reicht es aus, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

Gesundheitsminister Jens Spahn: Tests bleiben weiterhin kostenfrei

Die Abstriche am Flughafen sind für die Reisenden kostenfrei.
Die Abstriche am Flughafen sind für die Reisenden kostenfrei.  © dpa/Sebastian Gollnow

Bereits seit vergangenem Samstag können sich alle Einreisenden aus dem Ausland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Jede bisher unentdeckte Infektion mache einen Unterschied, sagte Spahn. 

Er verteidigte es erneut, dass die Reisenden dafür nicht selbst zur Kasse gebeten werden sollen. Die Kosten übernimmt letztlich der Bund. 

Titelfoto: dpa/Sebastian Gollnow

Mehr zum Thema Gesundheitspolitik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0