Zu hohe Inzidenz! Bremen zieht jetzt Corona-Notbremse

Bremen - Im Bundesland Bremen treten wegen steigender Infektionsraten ab kommender Woche wieder schärfere Corona-Regeln in Kraft.

Andreas Bovenschulte (55, SPD), Bürgermeister von Bremen, hält im Landesparlament eine Regierungserklärung zu den aktuellen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie.
Andreas Bovenschulte (55, SPD), Bürgermeister von Bremen, hält im Landesparlament eine Regierungserklärung zu den aktuellen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie.  © Sina Schuldt/dpa

"Wir müssen uns jetzt mit der Notbremse auseinandersetzen", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (55, SPD) dem Landesparlament in einer Regierungserklärung.

Das sogenannte Terminshopping werde ausgesetzt, die erst vor kurzem geöffneten Museen müssten wieder schließen, sagte er am Donnerstag. Er forderte die Bevölkerung auf, über die Ostertage Kontakte möglichst zu vermeiden.

In der Stadt Bremen war am Mittwoch ein Wert von 101,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen ermittelt worden. Bovenschulte verwies auf den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz von Anfang März: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage lang über 100 liegt, sollen als Notbremse bestimmte Lockerungen zurückgenommen werden.

In Bremerhaven lag die Inzidenz am Mittwoch bei 193,6 und näherte sich der kritischen Marke von 200. Für diesen Fall hat der Magistrat vorsorglich nächtliche Ausgangsbeschränkungen beschlossen.

"Wenn man ehrlich ist, ist ein Ende der Entwicklung nicht abzusehen", sagte Bovenschulte. Er gestand auch ein: "Die Leute haben zunehmend keine Geduld mehr." Es bleibe nichts anderes übrig, "als alle zu bitten, weiter mitzumachen". Die nächsten Tage und Wochen würden noch schwierig, bevor sich im Sommer die Lage bessere.

Der Regierungschef verwies aber darauf, dass das kleinste Bundesland beim Impfen wie beim Testen im Vergleich sehr gut dastehe. Die Kapazitäten könnten noch erweitert werden.

Er forderte, dass auch Firmen das Testen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbauen.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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