In Zeiten von E-Mail und Internet: NRW-Regierung benutzt noch Fax-Geräte

Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische Staatskanzlei und die Landesministerien haben auch in Zeiten von Internet und Emails noch 94 reine Fax-Geräte im Einsatz.

Auch in Zeiten von Internet und Emails nutzen die NRW-Staatskanzlei und die Landesministerien noch 94 reine Fax-Geräte (Symbolbild).
Auch in Zeiten von Internet und Emails nutzen die NRW-Staatskanzlei und die Landesministerien noch 94 reine Fax-Geräte (Symbolbild).  © Rolf Vennenbernd/dpa

In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag heißt es, dass Faxen zum Beispiel eine Kommunikationsmöglichkeit sei, wenn "das Internet nicht zur Verfügung steht, insbesondere im Katastrophenfall".

Eine Tabelle der Landesregierung weist für die Staatskanzlei fünf, für das Finanzministerium 20 und das Umweltministerium sogar 24 reine Fax-Geräte aus.

Bei vier Ministerien - darunter dem Schul- und dem Justizministerium - steht dagegen "null". Die Auflösung: In diesen Häusern werden meist sogenannte Multifunktionsgeräte benutzt, die zum Beispiel kopieren, scannen und eben Faxe empfangen können - die dann als E-Mail beim Empfänger landen.

Ein Fax ist für die Regierung nicht nur im Katastrophenfall relevant: Es könne auch um "Fristwahrung" und "Schriftformersatz" gehen, heißt es in der Antwort für den Landtag.

"Diese Notwendigkeit zum Einsatz von Faxgeräten ergibt sich aus den gesetzlichen Vorgaben und den Grundsätzen höchstrichterlicher Rechtsprechung."

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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