Grün, modern und ringförmig: NRW-Landtag soll um vier Gebäude erweitert werden

Düsseldorf - Der nordrhein-westfälische Landtag soll um vier ringförmige und miteinander verbundene Gebäude vergrößert werden, weil er mehr Platz braucht.

Weil der Landtag in Nordrhein-Westfalen mehr Platz braucht, soll er um vier ringförmig miteinander verbundene Gebäude vergrößert werden (Archivbild).
Weil der Landtag in Nordrhein-Westfalen mehr Platz braucht, soll er um vier ringförmig miteinander verbundene Gebäude vergrößert werden (Archivbild).  © Federico Gambarini/dpa

Mit einem entsprechenden Entwurf setzte sich ein Leipziger Architektenbüro im Wettbewerb für die Erweiterung durch, wie ein Sprecher des Landtags am Dienstag mitteilte.

Der Bau könnte Ende des nächsten Jahres beginnen. Es würden nun Verhandlungen über die Vertragsdetails mit dem Leipziger Architekturbüro aufgenommen, hieß es in der Mitteilung.

Wie viel das Projekt kosten werde, könne noch nicht geschätzt werden, hieß es. Neben dem Landtags-Anbau ist bei dem Vorhaben ein Bürgerpark in dem Bereich geplant mit Übergang von der Rheinpromenade zum illustren Medienhafen.

Das 1988 fertiggestellte halbrunde Gebäude am Düsseldorfer Rheinufer muss erweitert werden, da der Bedarf an Büro- und Sitzungsräumen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.

Damals war nur mit drei Fraktionen geplant worden - inzwischen sind im Landtag aber fünf vertreten - CDU, SPD, FDP, AfD und Grüne.

Es werden deshalb an vier Standorten in Düsseldorf derzeit Räume angemietet, was aktuell rund drei Millionen Euro im Jahr kostet.

Die Erweiterung des Landtagsgebäudes und die Landschaftsplanung waren europaweit ausgeschrieben worden. Das Preisgericht habe sich mit 34 Entwürfen befasst, 9 seien in die engere Auswahl gekommen, hieß es.

Laut dem Siegerentwurf sollen die ringförmigen Gebäude Glasfassaden bekommen und begrünte Dächer erhalten.

Dem Vorsitzenden des Preisgerichts, Professor Jörg Aldinger zufolge sei es bei dem Entwurf gelungen, die Architektur des Landtags fortzuschreiben und neu zu interpretieren.

Es sei eine "wunderbare Symbiose von Gegenwart und Zukunft in Städtebau, Landschaftsplanung und Architektur".

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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