NRW gedenkt Kriegs- und Gewaltopfern: "Dem Hass widersprechen"

Düsseldorf - Mit Kranzniederlegungen und Veranstaltungen in Schulen und Kirchen ist am Sonntag zum Volkstrauertag der Kriegs- und Gewaltopfer in Nordrhein-Westfalen gedacht worden. 

Am Sonntag ist zum Volkstrauertag den Kriegs- und Gewaltopfern in NRW mit Kranzniederlegungen und Veranstaltungen in Schulen und Kirchen gedacht worden. (Symbolbild)
Am Sonntag ist zum Volkstrauertag den Kriegs- und Gewaltopfern in NRW mit Kranzniederlegungen und Veranstaltungen in Schulen und Kirchen gedacht worden. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Eine zentrale Gedenkfeier wurde erstmals in der NRW-Landesgeschichte wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Führende Politiker äußerten sich stattdessen in Videobotschaften.

Die vielen Opfer erinnerten daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit sei, sagte NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) laut einer Mitteilung. 

"Wir müssen für unsere Werte eintreten und für Frieden und Verständigung sorgen", unterstrich Stamp.

"Widersprechen wir denjenigen, die hetzen und Hass schüren", forderte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty. Er ist zugleich Vorsitzender des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in NRW.

Dass es keine zentrale Gedenkfeier zu dem Tag gebe, bedeute keinen Verzicht auf das Gedenken, betonte Landtagspräsident André Kuper. 

In vielen Städten gab es kleine Gedenkveranstaltungen mit wenigen Teilnehmern. So sollten in Köln am Sonntagvormittag in der Kirchenruine Alt St. Alban ohne Öffentlichkeit Kränze niedergelegt werden. 

"Wir gedenken der im Krieg Gefallenen, der Vermissten, Verwundeten, Vertriebenen, Verfolgten und Getöteten. Wir verneigen uns vor den Opfern des NS-Terrors", erklärte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Rund 333.000 Kriegsgräber gibt es laut Volksbund in Nordrhein-Westfalen an mehr als 2000 Orten. Über die Hälfte der dort Bestatteten sind Ausländer.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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