Mit Waffen ins Parlament: Göring-Eckardt hält Sicherheit des Bundestags für "nicht ausreichend"

Berlin - Im Zusammenhang mit der Großrazzia gegen die Mitglieder der Reichsbürger-Szene am vergangenen Mittwoch bezeichnet die stellvertretende Bundestagspräsidentin, Katrin Göring-Eckardt (56, Die Grünen), das Sicherheitskonzept des deutschen Parlaments als "nicht ausreichend".

Katrin Göring-Eckardt (56, Grüne) sieht Mängel im Sicherheitskonzept des Bundestags und kündigt daher Überprüfungen an.
Katrin Göring-Eckardt (56, Grüne) sieht Mängel im Sicherheitskonzept des Bundestags und kündigt daher Überprüfungen an.  © Michael Kappeler/dpa

"Wir müssen über die Frage sprechen, wer wie Zutritt erhält und vor allem unkontrolliert, schlimmstenfalls sogar mit Waffen, die Gebäude betreten kann", erklärte die Grünen-Politikerin gegenüber den Mittwochsausgaben der Funke Mediengruppe.

Ohne konkrete Anpassungen zu nennen, hatte die Bundestagsvizepräsidentin bereits Ende der vergangenen Woche eine Prüfung der Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.

Auch der CDU-Generalsekretär Mario Czaja (47) hatte im Zusammenhang mit einer bei der Razzia festgenommenen ehemaligen AfD-Bundestagsabgeordneten bereits Sicherheitsüberprüfungen für ehemalige Abgeordnete vorgeschlagen.

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In der Großrazzia der Bundesanwaltschaft wurden 25 Personen festgenommen, unter anderem frühere Offiziere der Bundeswehr und ehemalige Polizeibeamte. 22 von ihnen wird vorgeworfen, Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein, die das Ziel habe, das politische System in Deutschland stürzen zu wollen.

Drei der Festgenommenen gelten dabei als Unterstützer. In der Bundesrepublik wurden 23 der Beschuldigten verhaftet. Diese sitzen alle in Untersuchungshaft.

Zusätzlich spricht die Bundesanwaltschaft von 27 weiteren Beschuldigten in diesem Zusammenhang.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa, Monika Skolimowska/dpa

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