"Dringend benötigt": Doch immer weniger preiswerte Wohnungen in NRW

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen klettern die Mietpreise vielerorts weiter in die Höhe: Der Deutsche Mieterbund fordert deshalb mehr bezahlbaren Wohnraum.

In NRW mangelt es an bezahlbarem Wohnraum, weil viele Kommunen nur einen kleinen Teil der Fördermittel für den Bau von Sozialwohnungen abrufen. (Archivfoto)
In NRW mangelt es an bezahlbarem Wohnraum, weil viele Kommunen nur einen kleinen Teil der Fördermittel für den Bau von Sozialwohnungen abrufen. (Archivfoto)  © Oliver Berg/dpa

"Die Zahl der Sozialwohnungen nimmt stetig ab", sagte der Landesvorsitzende Hans-Jochem Witzke der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Damit geht dringend benötigter bezahlbarer Wohnraum verloren, für den es keinen Ersatz gibt."

An diesem Donnerstag (10.30 Uhr) stellt NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (44, CDU) die Jahresbilanz zur öffentlichen Wohnraumförderung 2020 vor.

Im Vorjahr hatte sie feststellen müssen, dass fast jede dritte Kommune in NRW 2019 gar keine öffentlichen Mittel abgerufen hatte.

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Es sei zu erwarten, dass das 1,1 Milliarden Euro umfassende Förderbudget wieder nicht ausgeschöpft worden sei, prognostizierte Witzke. "Dieser Trend zeigt sich schon seit Jahren: Es werden jährlich weniger preisgebundene Wohnungen gebaut, als Wohnungen aus der Sozialbindung herausfallen."

Hier müsse die Landesregierung dringend gegensteuern und attraktivere Förderkonditionen für den Mietwohnungsbau gestalten.

Laut einer für das NRW-Bauministerium erstellten und im vergangenen November vorgestellten wissenschaftlichen Prognose werden in NRW bis 2040 über eine Million neue Wohnungen nötig sein. Zuletzt waren demnach in NRW jährlich rund 46.000 Wohnungen neu gebaut worden.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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