Kommt bald das verpflichtende soziale Jahr? Friedrich Merz findet die Idee gut

Berlin - CDU-Chef Friedrich Merz (66) kann der Idee eines verpflichtenden sozialen Jahres viel abgewinnen.

Friedrich Merz (66, CDU) findet die Idee eines verpflichtenden sozialen Jahres gut.
Friedrich Merz (66, CDU) findet die Idee eines verpflichtenden sozialen Jahres gut.  © dpa/Peter Kneffel

"Ich habe noch keine persönlich abgeschlossene Meinung, aber meine grundsätzliche Haltung geht eher Richtung verpflichtendes Jahr als auf der Basis von Freiwilligkeit", sagte Merz, der auch Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Ich bin überrascht, wie hoch die Zustimmung gerade in der jungen Generation zu einem solchen verpflichtenden Jahr in Deutschland ist", ergänzte er.

Auf dem CDU-Parteitag am 9. und 10. September in Hannover soll es zwei Anträge für ein sogenanntes "Deutschland-Jahr" geben. Während einer mehr auf ein Pflichtjahr zielt, plädiert der andere mehr für Freiwilligkeit in Verbindung mit Anreizen wie der Anrechnung von Rentenpunkten oder Erleichterungen beim Numerus Clausus.

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (66, SPD) hatte kürzlich für einen Vorstoß für eine soziale Pflichtzeit viel Kritik erhalten.

Der 66-jährige Merz betonte nun, das Feedback von Schulklassen und Besuchergruppen in Berlin zum Vorschlag einer Pflichtzeit sei "durch die Bank positiv. Aber ich kenne auch die Argumente, die dagegen sprechen."

Soziales Jahr: Junge Menschen helfen etwa Rentnern, liefern Essen an Hilfsbedürftige oder unterstützen das DRK.
Soziales Jahr: Junge Menschen helfen etwa Rentnern, liefern Essen an Hilfsbedürftige oder unterstützen das DRK.  © Montage: dpa/Tom Weller, dpa/Felix Kästle, dpa/zb/Sebastian Kahnert

Ihn habe gefreut, dass der Bundespräsident sich in einer solchen Frage so klar positioniert habe. "Jetzt diskutieren wir darüber. Wenn es andere Meinungen gibt, umso besser. Dann haben wir eine interessante politische Debatte."

Titelfoto: Montage: dpa/Peter Kneffel, dpa/Tom Weller, dpa/Felix Kästle, dpa/zb/Sebastian Kahnert

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