Abriss für Braunkohle: Sitzproteste in Lützerath, während die Bagger anrollen

Erkelenz/Lützerath - Braunkohlegegner haben in Lützerath bei Erkelenz gegen den Abriss von ehemaligen Wohnhäusern protestiert.

Die Polizei musste eine Sitzblockade räumen.
Die Polizei musste eine Sitzblockade räumen.  © David Young/dpa

Am Montagmorgen hätten sich zwei Sitzblockaden mit insgesamt rund 20 Aktivisten gebildet, sagte eine Polizeisprecherin.

Lützerath ist eines der Dörfer, die dem von RWE Power betriebenen Braunkohletagebau Garzweiler II weichen sollen. "Die Umsiedlung und damit der Verlust des Zuhauses ist nicht hinzunehmen für eine Energiegewinnung, die dem letzten Jahrhundert angehört", teilten die Aktivisten mit.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit einer Hundertschaft im Einsatz, da sie weitere Proteste erwartete.

Zudem seien Sicherheitskräfte von RWE vor Ort, um die Abrissarbeiten im Dorf zu begleiten. "Bisher verläuft die Aktion aber friedlich", sagte die Polizeisprecherin.

Update, 12.30 Uhr: RWE hatte Abrissarbeiten geplant

Ein RWE-Sprecher sagte, die Abrissarbeiten am Montag seien normal weitergelaufen. Sie seien auch schon lange genehmigt.


Titelfoto: David Young/dpa

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