Braunkohlegegner protestieren mit Hungerstreik gegen Gewahrsam

Erkelenz/Aachen - Mehrere Braunkohlegegner, die am Sonntag im rheinischen Tagebau Garzweiler einen Kohlebagger besetzt haben, sind aus Protest gegen ihren anhaltenden Polizeigewahrsam in den Hungerstreik getreten.

Aus Protest gegen ihren Polizeigewahrsam sind mehrere Braunkohlegegner in den Hungerstreik getreten. Sie hatten im Tagebau Garzweiler einen Kohlebagger besetzt (Symbolbild).
Aus Protest gegen ihren Polizeigewahrsam sind mehrere Braunkohlegegner in den Hungerstreik getreten. Sie hatten im Tagebau Garzweiler einen Kohlebagger besetzt (Symbolbild).  © David Young/dpa

Eine entsprechende Mitteilung der Umweltschutzorganisation Extinction Rebellion bestätigte am Dienstag eine Polizeisprecherin in Aachen.

Laut der Mitteilung sind es sieben Demonstranten, die seit Montag hungern. Sie seien auf verschiedene Polizeipräsidien verteilt worden, teils würden sie auch das Trinken verweigern, sagte die Polizeisprecherin.

Die Frauen und Männer hatten am Sonntag einen Kohlebagger besetzt, danach keine Angaben zu ihrer Identität gemacht und ihre Fingerkuppen verklebt, um die Abnahme von Fingerabdrücken zu verhindern. 

Eine Richterin hatte daraufhin zur Identitätsfeststellung Gewahrsam bis längstens diesen Freitag angeordnet. 

Sobald sie ihre Namen angäben, würden die Frauen und Männer freigelassen, sagte die Polizeisprecherin.

"Extinction Rebellion" kündigte Mahnwachen vor Polizeiwachen unter anderem in Düsseldorf, Bonn und Duisburg an.

Titelfoto: David Young/dpa

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