Hunderte protestieren am Atomkraftwerk Neckarwestheim

Kirchheim - Kurz vor dem Jahrestag der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima haben am Standort Neckarwestheim (Kreis Heilbronn) mehrere Hundert Menschen gegen Atomkraft und Krieg demonstriert.

Demo-Teilnehmer am Sonntag in Neckarwestheim.
Demo-Teilnehmer am Sonntag in Neckarwestheim.  © Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

Mit dem Protestzug sollte nach Angaben der Veranstalter am Sonntag ein Zeichen gegen Atomgefahren und Krieg gesetzt werden.

Nach bisheriger Gesetzeslage sollen spätestens Ende des Jahres die drei letzten deutschen Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und auch Neckarwestheim 2 abgeschaltet werden.

"Wir lehnen eine Laufzeitverlängerung der Akw strikt ab. Atomkraft war und ist eine Hochrisikotechnologie", kritisierte Herbert Würth vom "Bündnis Fukushima Neckarwestheim". Die letzten drei Akw erzeugten nur noch sechs Prozent des Stroms in Deutschland und könnten überhaupt nichts bewirken.

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Am 11. März 2011 hatte ein Seebeben vor der Nordostküste Japans den Tsunami ausgelöst, der weite Gebiete in ein Inferno verwandelte.

Mehr als 18.500 Menschen starben in den Fluten.

Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es zu einem Super-Gau.

Aktualisiert, 17.25 Uhr

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur Stuttgart

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