Ostermärsche 2021 starten mit Anti-Atomkraft-Demos in NRW

Jülich/Gronau - Mit Kundgebungen in Gronau und in Jülich haben am Karfreitag auch in Nordrhein-Westfalen die ersten Ostermärsche dieses Jahres begonnen.

Ein Teilnehmer bei der Kundgebung in Gronau.
Ein Teilnehmer bei der Kundgebung in Gronau.  © Fabian Strauch/dpa

Eine Fahrrad-Demonstration vor den Werkstoren der Urananreicherungsanlage Urenco im münsterländischen Gronau sei mit insgesamt etwa 130 Teilnehmern friedlich und coronakonform verlaufen, berichtete die örtliche Polizei auf Anfrage.

Das Aktionsbündnis Gronau sprach von 150 Teilnehmern. Auf Transparenten forderten sie unter anderem: "Stopp Urenco".

Eine Protest-Aktion vor dem Forschungszentrum im rheinischen Jülich war mit etwa 20 Teilnehmern so klein, dass die Jülicher Polizei nach eigenen Angaben nur einen Bezirksbeamten abstellen musste.

"Das war alles sehr ruhig", sagte ein Sprecher.

Auf einem der wenigen Transparente sei gereimt worden: "Ob zivil oder militärisch - gegen die Atomkraft wehr' Dich."

Im vergangenen Jahr gab es pandemiebedingt nur virtuelle Ostermärsche

Der Ostermarsch mit Fahrraddemo führt an Karfreitag zur Gronauer Urananreicherungsanlage URENCO.
Der Ostermarsch mit Fahrraddemo führt an Karfreitag zur Gronauer Urananreicherungsanlage URENCO.  © Fabian Strauch/dpa

In diesem Jahr sind nach Angaben der Friedenskooperative bundesweit rund 100 Aktionen zwischen Gründonnerstag und Ostermontag geplant.

Für Samstag sind auch in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens Aktionen unter anderem gegen eine Erhöhung der Militärausgaben und den Einsatz von Drohnen im militärischen Bereich geplant.

Kern-Thema bleibt auch in diesem Jahr die nukleare Abrüstung.

Im Zentrum von Duisburg beginnt am Samstag der Ostermarsch Rhein-Ruhr, der bis Montag dauert.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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