Darum sind graue Kiesgärten so furchtbar für die Natur!

Düsseldorf - Entspannung im grünen Garten gelingt mit blühenden Blumen, Pflanzen und Kontakt in die Natur: Doch immer häufiger setzen sich momentan graue Kiesgarten mit Steinwänden und Schotter durch. Das pure Grau gefährdet die kleinen und großen Tiere.

Eine Biene fliegt zu Traubenhyazinthe in einem Garten.
Eine Biene fliegt zu Traubenhyazinthe in einem Garten.  © Silas Stein/dpa

Zum Tag des Gartens an diesem Sonntag ruft deshalb NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) dazu auf, blühende Gärten anzulegen und auf Steingärten zu verzichten.

"Schottergärten schaden der Biodiversität. Hingegen leisten blühende Vorgärten oder Kleingärten einen wichtigen Beitrag zur Naturvielfalt. Sie sind Horte für Pflanzen und Tiere und helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern, indem Hitze erträglicher wird und Regenfälle versickern können."

Regen kann auch in Kiesgärten versickern, doch Bienen finden hier garantiert keine blühenden Blumen.

Die Umweltministerin spricht sich deshalb für grüne Gärten aus, in denen Schmetterlingen und Wildbienen genug Futter finden.

Ihre Meinung:  "Den enormen ökologischen und sozialen Mehrwert von Gärten in unseren Städten und Gemeinden müssen wir erhalten und für die Zukunft weiter zu entwickeln." 

Warum Steingärten ein Problem für Insekten sind

Steingärten mit Kies bieten Insekten keine Nahrung.
Steingärten mit Kies bieten Insekten keine Nahrung.  © Birgit Reitz-Hofmann/123rf

Das Artensterben findet auch mitten in Deutschland statt. Fakt ist: Ungefähr 70 Prozent aller Tierarten in Deutschland sind Insekten. Sie sind klein und werden ohnehin kaum gesehen.

Laut NRW-Umweltministerium sind speziell die Insekten aus unterschiedlichen Gründen massiv gefährdet.

Neben Tagebauen, Ackerbau und Klimawandel gehören auch Steingärten zu den menschgemachten Gründen, warum Insekten immer weniger Lebensraum finden. 

Die Umweltministerin von NRW mahnt: "Wir müssen sterile insektenfeindliche Stein- und Schottergärten wieder durch arten- und blütenreiche Gärten ersetzen. Den umgekehrten Trend müssen wir stoppen."

Titelfoto: Birgit Reitz-Hofmann/123rf

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