1550 Kilo Müll: Verrückt, was Umweltschützer hier aus einem See fischen!

München/ Salzburg - Müll ist auch in der Natur allgegenwärtig. Zigarettenstummel und Plastikflaschen werden achtlos am Weg zurückgelassen. Ein Verein hat dem Unrat den Kampf angesagt.

Einen Container voller Müll brachten Taucher vom Seegrund an die Oberfläche.
Einen Container voller Müll brachten Taucher vom Seegrund an die Oberfläche.  © © #estutnichtweh

Viele Clean-Ups mussten wegen der Corona-Krise abgesagt werden, teilte der gemeinnützige Verein "#estutnichtweh" mit.

Sonst ist es den Mitgliedern ein Anliegen, den Müll vom Berg wieder ins Tal zu bringen (TAG24 berichtete), doch Ende Mai konnte, dank der Lockerungen, eine besondere Aktion stattfinden.

In Kooperation mit Umwelttauchern widmete sich der Verein dem Wolfgangsee in Österreich. 

Während Mitglieder die Ufer abgingen, kümmerten sich etwa 20 Taucher um den Müll am Seegrund. Im Vergleich zum Aufräumen bei Wandern, war die Unterwasseraktion sehr viel aufwendiger.

Viele Vorbereitungen sind nötig, bis die Taucher mit Sondergenehmigung und schwerem Equipment in den See dürfen. 

Das hat hier nichts verloren: Müll im See

Bei der Aufräumaktion wurde auch ein Gebiss aus dem See gefischt.
Bei der Aufräumaktion wurde auch ein Gebiss aus dem See gefischt.  © #estutnichtweh

1550 Kilogramm Müll konnten die Umweltschützer in zwei Tagen aus dem Wolfgangsee fischen. 

Vor allem Plastikflaschen, -becher und sonstige Verpackungen sowie Glasflaschen, Scherben und Dosen landeten im Container. Aber auch zahlreiche Autoreifen, Batterien und Ölfässer waren im See entsorgt worden.

Wie Angelzubehör im Wasser landet, kann man sich noch vorstellen, bei anderen Fundstücken fällt das schwerer: So wurden auch eine WC-Schüssel, eine Badewanne und ein künstliches Gebiss am Grund gefunden. 

Was der ganze Abfall gemeinsam hat: Er gehört nicht in den See! Der Appell des Vereins #estutnichtweh bleibt daher: Nimm Deinen Müll vom Ausflug mit nach Hause, damit man die Natur weiter genießen kann. 

Titelfoto: © #estutnichtweh

Mehr zum Thema Umweltpolitik:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0