9-Euro-Ticket-Nachfolger: Verbandschef mit klarer Forderung

Köln - Der Chef des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff, rechnet mit einem 9-Euro-Nachfolgeticket ab Januar 2023.

Wann der Nachfolger des 9-Euro-Tickets kommt, ist noch nicht klar.
Wann der Nachfolger des 9-Euro-Tickets kommt, ist noch nicht klar.  © Roberto Pfeil/dpa

"49 Euro dürfte die kluge Größe sein", sagte er im Podcast "Die Wochentester" des Kölner Stadt-Anzeigers.

Dieser Preis sei im Gegensatz zu den bislang diskutierten 69 Euro dazu geeignet, viele Menschen zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen.

"Die Zahl der ÖPNV-Nutzer ist größer als die derjenigen, die Porsche fahren. Auch wenn ich das dem Christian Lindner von Herzen gönne", bemerkt Wolff mit Blick auf den Bundesfinanzminister und FDP-Chef.

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Darum sei Eile geboten. "Die Politik kann sich nichts anderes leisten als Januar 2023. Unsere Empfehlung: Nicht lange herummachen, sondern den Knoten durchschlagen."

Der Druck auf den Bund und die Länder seien enorm, "die Einfachheit des Tickets ist der ganz große Erfolg".

Kostenübernahme des Bundes für 9-Euro-Ticket wichtig

Er rechne aber mit "harten Verhandlungen. Denn die 1,5 Milliarden Euro des Bundes sind ein Angebot, das zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel ist." Der VDV vertritt mehr als 630 Unternehmen.

Wolffs Aussagen sind zu hören im Podcast "Bosbach & Rach - Die Wochentester".

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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