CDU will mehr U-Bahnen und weniger Auto-Hass in Berlin

Berlin - Die CDU wettert ordentlich gegen die aktuell regierende Koalition und kritisiert den langsamen Ausbau des U-Bahn-Netzes in Berlin.

Oliver Friederici (51, CDU) will die Verkehrspolitik in Berlin ordentlich umkrempeln.
Oliver Friederici (51, CDU) will die Verkehrspolitik in Berlin ordentlich umkrempeln.  © Christoph Soeder/dpa

Die CDU hat der rot-rot-grünen Koalition in Berlin "Autohasserwahn" vorgeworfen.

In der Verkehrspolitik habe die Koalition in der auslaufenden Legislatur komplett versagt, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Oliver Friederici (51), am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

Statt auf ein Miteinander aller Verkehrsträger inklusive Auto setze sie auf Verbote, "Umerziehung" und permanente Provokationen gegen Autofahrer.

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Rot-Rot-Grün, vor allem die Grünen, wolle die Menschen in Busse und Bahnen "zwingen", weise blindwütig Radwege aus, erzeuge bewusst Staus etwa durch schlechte Ampelschaltungen, weise sinnlose Tempo-30-Zonen aus und sperre willkürlich Straßen für Autofahrer.

Weltweit bauten Metropolen neue U-Bahnen, so Friederici. "Nur in Berlin geht das nicht."

Die CDU wolle einen attraktiven Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Statt oberirdischen Lösungen per Straßenbahn sei aber die U-Bahn zu bevorzugen. "U-Bahn-Strecken müssen endlich schneller geplant und gebaut werden." Sie würden schließlich vom Bund "fast zu 100 Prozent bezahlt".

Ferner sei die CDU für einen Ausbau des Bus-Verkehrs auch an den Stadträndern und bessere Verbindungen mit dem Brandenburger Umland.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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