Das tut weh: Nahverkehr wird bald bis zu 5,5 Prozent teurer!

Deutschland - Bald muss ganz tief in die Taschen gegriffen werden! Busse und Bahnen werden an vielen Orten in der Bundesrepublik zum Jahreswechsel deutlich teurer.

Der Preis für Busse und Bahnen wird an vielen Orten in Deutschland bald teurer.
Der Preis für Busse und Bahnen wird an vielen Orten in Deutschland bald teurer.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Für etliche Menschen wird der tägliche Weg zur Arbeit bald bis zu 5,5 Prozent teurer: In vielen Regionen erhöhen die öffentlichen Nahverkehrsmittel ihre Preise. Das hat die Deutsche Presse-Agentur aus Beschlüssen zum Jahresende ausgewertet.

Grund dafür sollen unter anderem die steigenden Strom- und Spritkosten und der Einbruch an zahlenden Fahrgästen aufgrund der Corona-Pandemie sein. In Nürnberg wurde auch angegeben, dass die Verkehrswende, also die Umstellung weg vom Auto, finanziert werden müsste.

Im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg werden die Preise im Schnitt um satte 5,5 Prozent steigen - der erste Preisanstieg seit drei Jahren. Nur in der Stadt Nürnberg selbst bleiben die Preise erstmal stabil, wegen Zuschüsse der Stadtkasse in Millionenhöhe.

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Für Menschen in München und Umgebung sieht es nicht viel besser aus: Hier steigen die Preise ab Mitte Dezember durchschnittlich um 3,7 Prozent.

Nicht überall wird es teurer

In Berlin bleiben die Preise für den öffentlichen Nahverkehr erstmal stabil.
In Berlin bleiben die Preise für den öffentlichen Nahverkehr erstmal stabil.  © Sonja Wurtscheid/dpa

Auch in Hamburg muss ab dem Jahreswechsel für die Busse und Bahnen draufgezahlt werden: Hier steigen die Preise der öffentlichen Nahverkehrsmittel um durchschnittlich 1,3 Prozent.

"Das freut niemanden", sagt dazu der Verbund. Nur ein kleiner Teil der Preiserhöhung soll auf die Fahrgäste abgewälzt werden. Den Rest soll die Steuerkasse übernehmen.

In Bremen, dem niedersächsischen Umland, Brandenburg und Berlin sollen die Preise dagegen stabil bleiben.

Sie nennen dafür den gleichen Grund, den andere Verkehrsbünde für die Preiserhöhung nennen: die ausbleibenden Fahrgäste während der Pandemie.

Die Hoffnung ist, dass die Verkehrsbetriebe durch gleichbleibende Preise, zahlende Fahrgäste zurück in die Busse und Bahnen bringen können.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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